Coach Sieling schwört Hoya auf Pokalfinale ein / Hormann‘sche Abschiedstage

Fressen oder gefressen werden

„Für mich und meinen Bruder wäre der Pokalsieg sehr wichtig“, sagt Andreas Hormann. · Archivfoto: Bahlo
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„Für mich und meinen Bruder wäre der Pokalsieg sehr wichtig“, sagt Andreas Hormann. · Archivfoto: Bahlo

Hoya - Von Arne HelmsEin eingeschworener Haufen und Andreas Hormann mittendrin – das ist die SG Hoya. In ein paar Wochen heißt es dann: das war die SG Hoya. Gemeinsam mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder Timm schließt sich der 23-jährige Vollblutstürmer dem Bremen-Ligisten TuS Schwachhausen an. Möglichst glanzvoll soll der Abgang sein, im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrelegation sieht es gut aus für den Fußball-Kreisligisten. Noch näher ist das Glitzern jedoch am Montag. In Marklohe steigt um 16.30 Uhr das Nienburger Kreispokal-Finale. Mittendrin die SG Hoya, mittendrin Andreas Hormann.

Mit 23 Toren hat Hormann seine Mannschaft in dieser Saison auf Platz zwei der Tabelle geballert, direkt hinter Seid Haso (35 Tore) vom überragenden Meister Landesberger SV hat er seinen Platz in der Torjägerliste.

„Andy wird sicher eine Rolle spielen“, sagt Uwe Sieling, sein Trainer. Genauso wie Wojtek Pilarski und Daniel Nadolski im defensiven Mittelfeld, wie Timm Hormann als Libero, wie Verteidiger Dennis Böschen und Torwart Dennis Meyer. Alle anderen mussten in dieser Woche noch eine Schippe drauflegen, um beim ersten Saisonhöhepunkt gegen Ligarivale FC Holtorf in der Startelf zu stehen.

Coach Sieling, erst seit der Winterpause im Amt, gibt verbal jedenfalls schon Vollgas: „Wir hauen die weg. Wir fressen alles auf. Erst wollen wir den Pokal, und dann machen wir mit der Relegation weiter.“ Vor zwei Jahren, als die SG unter Jens Meyer den Aufstieg in die Bezirksliga klarmachte, war im Pokalhalbfinale Endstation. Als Andreas Hormann seine Farben 2009 mit einer Vorlage und einem Tor zum 2:1-Endspielsieg gegen Aue Liebenau schoss, wurde es in der Kreisliga nichts mit dem Aufstieg. Mit dem Doppelpack aus Pokalsieg und Aufstieg könnte Uwe Sieling schon nach ein paar Monaten ein kleines Stück Hoyaer Geschichte schreiben.

Gibt es ein Happy End im ersten Kapitel, holt die SG am Montag den Pokal, plant Sieling das: „Dann trampe ich mit meinem Torwarttrainer Hilmar Knolle von Marklohe über Nienburg nach Hoya und nehme jede Kneipe mit.“

Zwischen Anpfiff und Tresen steht mit dem FC Holtorf ein Team, das in der Kreisliga nur knapp den Abstieg umschifft hat. Aufhorchen lassen allerdings die Ergebnisse gegen die SG Hoya: 4:0 im September, 1:0 auswärts im März. Mit ihrer Abwehrarbeit nötigen die Holtorfer Uwe Sieling mehr als nur Respekt ab. „Die stehen kompakt, warten auf ihre Chance und machen es eng. Ich fahre ja darauf ab, auf so eine Verteidigungsweise“, sagt Sieling. Er wundere sich, „warum die so weit unten stehen“. Vielleicht, weil Holtorf auch ganz anders kann, zum Beispiel am Sonntag beim 1:2 gegen das Kreisliga-Kellerkind aus Langendamm.

Hoya hingegen fertigte Meister Landesbergen mit 5:3 ab – ohne ein Tor von Andreas Hormann. Stattdessen schlug Timm zu. Das Selbstvertrauen ist riesig. „Für mich und meinen Bruder wäre der Pokalsieg sehr wichtig“, sagt Andreas Hormann nur. Es wäre der grandiose Anfang vom Ende der Hormanns in der ersten Hoyaer Mannschaft. Denn auch Martin, der dritte Hormann, geht. Er rückt ins zweite Glied und schließt sich der SG Hoya II an.

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