Freeses letztes Training vor der WM

Die Ruhe vor dem Sturm

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Das letzte Training vor der WM in Peking steht an.

Hannover/Brinkum - Man muss schon die Lauscher aufsperren, um hier überhaupt etwas zu hören. Da, Vogelgezwitscher. Da, der Wind rauscht durch die Blätter der uralten Bäume am Rande des Erika-Fisch-Stadions in Hannover. Alles ist sattgrün, es riecht nach Sommerregen. Die Luft ist herrlich klar.

„Sie hat schonordentlich Bums“

Ein größeres Kontrastprogramm zu Peking – jenem 11,5-Millionen-Moloch mit der weltweit höchsten Luftverschmutzung – kann man sich schwer vorstellen. „Ich schaue schon immer auf meine Wetter-App, da steht seit Tagen nur Dunst, Dunst, Dunst“, sagt Anna-Lena Freese auf dem Weg zu ihrem letzten Training in Hannover, bevor es zur Leichtathletik-WM nach China geht. Dort heißt es dann Pekinger Nationalstadion (91000 Plätze) statt Erika-Fisch-Stadion.

Mit ihrem Coach Björn Sterzel steht die Sprinterin vom FTSV Jahn Brinkum auf der Tartanbahn. Sie sind ein eingespieltes Team – reden viel, analysieren mit ernsten Mienen, scherzen aber auch. Sterzel schleppt den 11,7 Kilogramm schweren Gewichtsschlitten heran, den die 21-Jährige wenig später bei Sprintübungen hinter sich herschleppen wird. Freese zieht sich währenddessen ihre Schuhe an. „Mit neuen Spikes kann man mich glücklich machen“, sagt sie mit einem breiten Lächeln, als sie zum ersten Mal in ihr WM-Schuhwerk schlüpft. Es ist schwarz-blau-weiß, akzentuiert mit orangenen Schnürsenkeln. Für Akzente sorgt auch Freese: mit Ohrsteckern, Wimperntusche.

An sich schon eine Show. Die größere ist aber ihr Training. „Sie hat schon ordentlich Bums“, sagt Sterzel stolz, als eine simulierte Staffelstab-Übergabe mit anschließendem Sprint nach seinen Vorstellungen verläuft. Zum Abschluss der 70-minütigen Einheit steht ein 120-Meter-Sprint an. „Sie soll nicht durchballern, ich will nur nochmal einen technisch-sauberen Schritt sehen“, sagt der 33-jährige Stützpunkttrainer. Die Vorgabe sind 14,40 Sekunden, Freese setzt sie fast auf die Hundertstel um.

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