Freese mit starker Zeit, Beuger bremst sie aber aus / Schäfer entspannt vor Gala

11,57 Sekunden mit der Wirkung eines Brennglases

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Mit 11,57 Sekunden lief Anna-Lena Freese ihre zweitbeste 100-Meter-Zeit. Doch die Hiobsbotschaft folgte auf dem Fuß – Aus für die Junioren-Gala. An dieser wird aber erstmals Mailin Schäfer aus Kirchdorf teilnehmen.

Osterode - Von Daniel Wiechert. 11,57 Sekunden, die derzeit die Sportlerin Anna-Lena Freeses ziemlich gut beschreiben: Ihr 100-Meter-Vorlauf beim Volksbank-Meeting wirkte wie ein Brennglas der letzten zwei Jahre – alles verdichtete sich.

Einerseits zeigten die elfeinhalb Sekunden ihr immenses Potenzial – es war die zweitbeste Zeit, die die Sprinterin von Jahn Brinkum jemals in einem Wettkampf lief. Anderseits: Auf den letzten zehn Metern machte – wieder einmal – ihr Beugermuskel zu: kein Finallauf in Osterode.

Doch nicht nur ein weiterer Sprint im Harz war damit Makulatur, auch die Junioren-Gala, die am Wochenende in Mannheim ansteht, ist gestrichen. „Es ist zu gefährlich“, erklärt Freeses Trainer Björn Sterzel, „nachher reißt noch etwas.“

Ausgerechnet vor Mannheim. Bei der Junioren-Gala 2013 hatte die damals 19-Jährige eine Sternstunde – lief in 23,28 Sekunden in neue 200-Meter-Dimensionen. „Es ist blöd gelaufen, dass ich jetzt nicht starten kann“, sagt Freese, „aber ich bin schon wieder auf dem Weg der Besserung. Ich lasse mich davon nicht unterkriegen.“

Als sie beim Wettkampf in Osterode merkte, dass wieder ihr Muskel zumacht, fuhr Freese allerdings der Schock in die Glieder. „Zehn Meter vor dem Ziel habe ich gemerkt, wie es sich verkrampft im Oberschenkel. Da dachte ich nur: Oh nee, nicht schon wieder.“

Doch die Sache ist abgehakt, sowohl Freese als auch Sterzel heben das Positive in den Fokus – jene 11,57 Sekunden. „Man muss bedenken“, sagt der Coach, „dass es nach elf Monaten Anna-Lenas erster Wettkampf war. Daher ist die Zeit ein sehr gutes Zeichen – gut für ihr Selbstvertrauen. Anna-Lena hat gemerkt: ‚Mensch, es geht doch noch.‘“

Seit dem Wettkampf wurde die Intensität im Training wieder heruntergeschraubt, „Alternativ-Übungen“ (Freese) im Wasser stehen an. Das Ziel bleibt die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Ulm (26. und 27. Juli). „Ich mache mir überhaupt keinen Stress“, so Sterzel: „Das wird alles.“

Stress, Ärger oder Anspannung? Das alles sind derzeit auch für Mailin Schäfer Fremdwörter. Die 16-jährige Kirchdorferin geht am Wochenende im Gegensatz zu Freese bei der Junioren-Gala an den Start. „Total cool“ sei es gewesen, als die Einladung des Deutschen Leichathletik-Verbandes hereingeflattert kam. Auch wenn sich die Athletin des VfL Löningen entspannt in den Süden der Republik aufmachen wird, wird ihr 400-Meter-Wettbewerb selbstredend keine Spaßveranstaltung. „Ich habe gehört, dass die Bahn in Mannheim so extrem schnell sein soll“, sagt Schäfer, „vielleicht schaffe ich es ja sogar, meine persönliche Bestzeit zu unterbieten.“ Die liegt bei 55,63 Sekunden. Und ihre Form stimmt: Ebenfalls in Osterode sprintete Schäfer in 12,44 Sekunden (100 m) zum Sieg in der U18-Klasse. „Mit der Zeit war ich absolut zufrieden“, sagt die 16-Jährige, „auch wenn ich glaube, dass es noch einen Ticken schneller hätte gehen können.“

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