Alte und neue Landesmeisterin

Brinkumerin Anna-Lena Freese sprintet zur Titelverteidigung über 60 Meter

Titel verteidigt: Über 60 Meter war keine schneller als Brinkums Anna-Lena Freese. Foto: imago
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Titel verteidigt: Über 60 Meter war keine schneller als Brinkums Anna-Lena Freese.

Hannover - Von Julian Diekmann. Trainer Björn Sterzel hatte im Vorfeld der niedersächsischen Leichtathletik-Landesmeisterschaften in der Halle tief gestapelt: „Wichtig ist, dass Anna-Lena das umsetzt, was wir uns vorher im Training erarbeitet haben. Dann schauen wir mal, wie sie in Hannover abschneidet.“

Und Anna-Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) scheint sehr fleißig trainiert zu haben. Im 60-Meter-Sprint am Samstag konnte keine Kontrahentin der Brinkumer Athletin das Wasser reichen. Mit 7,39 Sekunden sprintete sie ungefährdet zur Titelverteidigung. Platz zwei sicherte sich Talea Prepens (7,60 Sekunden) vom TV Cloppenburg, gefolgt vom Bronzerang, der an Hanna-Marie Studzinski (7,63 Sekunden, Eintracht Hildesheim) ging.

Mit der erzielten Zeit kann Freese, die heute ihren 25. Geburtstag feiert, mehr als zufrieden sein - 7,39 Sekunden bedeuten gleichzeitig neuen persönlichen Rekord. Ihre bisherige Bestzeit von 7,42 Sekunden stammte aus dem Jahr 2015. „Anna-Lena ist absolut glücklich. Sie freut sich sehr. Besonders, dass sie ihre Bestzeit verbessern konnte“, erklärte ihr sichtlich zufriedener Trainer Sterzel: „Unser klares Ziel ist jetzt der Finallauf über 60 Meter bei den deutschen Hallen-Meisterschaften am 16. und 17. Februar in Leipzig.“ 

Vorher stehen aber noch die norddeutschen Hallen-Meisterschaften auf dem Programm, die am 2. und 3. Februar in Neubrandenburg über die Bühne gehen. „Die neue Bestzeit gibt auf jeden Fall Auftrieb. Jetzt muss sie nur noch gesund bleiben, weiter hart trainieren und den Schwung mitnehmen“, blickt ihr Coach voraus.

Louis Knüpling spielte im Dreisprung seine Klasse aus und siegte mit einer Weite von 14,13 Metern.

Dagegen schrammte Louis Knüpling, der in Hannover die Farben des TSV Asendorf vertreten hatte, im 60-Meter-Rennen knapp an seiner persönlichen Bestzeit von 7,13 Sekunden vorbei. Am Ende benötigte der Asendorfer Athlet 7,20 Sekunden, blieb somit sieben Hundertstel über seiner Bestzeit. Künpling: „Besonders ärgerlich war, dass ich meine Stellplatzkarte statt eineinhalb Stunden erst 60 Minuten vorher abgegeben hatte. Somit durfte ich leider nur außerhalb der Wertung antreten. Das war natürlich sehr bitter.“

Dennoch nicht so schlimm, da sein Fokus dieses Wochenende auf dem Dreisprung lag. Als Vorjahressieger wollte er seinen Titel unbedingt verteidigen. Und hier zeigte Knüpling mal wieder seine ganze Klasse, gewann das Finale gestern Nachmittag mehr als deutlich mit einer Weite von 14,13 Metern - Titelverteidigung! Auf Platz zwei sprang Jannes Wilkens vom SV Werder Bremen mit einer Weite von 13,47 Metern. Rang drei ging an Fabian Sander (Delmenhorster TV) mit 13,02 Meter. „Natürlich freue ich mich über den Titel. Dennoch bin ich nicht besonders zufrieden, da ich nur einen gültigen Versuch hatte“, erläuterte Knüpling. Aber der Dritte hatte dann gesessen: „Da hat mich das Publikum dann auch lautstark unterstützt.“

Nur die DM-Norm von 15,10 Metern hatte Knüpling in Hannover verpasst. Die soll nun bei den norddeutschen Meisterschaften in Neubrandenburg nachgeholt werden.

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