19-jährige Leichtathletin gewinnt 200-Meter-Lauf bei Junioren-Gala

Freese siegt im Sturzflug

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Mit der Zeit von 23,28 Sekunden pulverisierte Anna-Lena Freese ihre persönliche Bestzeit um mehr als drei Zehntel und schnappte sich den Sieg über 200 Meter in Mannheim. ·

Kreis-Diepholz - MANNHEIM · Anna-Lena Freese lag im Zielbereich auf dem Boden, hielt sich Knie und Wade fest. Konkurrentin Gina Lückenkemper spendete Trost.

Freese war auf den letzten Metern des 200-Meter-Laufs bei der Leichtathletik-Junioren-Gala in Mannheim ins Straucheln gekommen und gestürzt. Doch die Schmerzen waren schnell zweitrangig. Denn mit der Zeit von 23,28 Sekunden pulverisierte Freese ihre persönliche Bestzeit um mehr als drei Zehntel und schnappte sich den Sieg.

Knapp 500 Teilnehmer (250 internationale Athleten) waren jetzt zum gefragten Leichtathletik-Nachwuchs-Meeting gekommen. Durch das internationale Starterfeld war es auch für Freese die perfekte Gelegenheit zu testen, wie sie im internationalen Vergleich mithalten kann.

Dass die 19-Jährige vom FTSV Jahn Brinkum national zur Nachwuchselite im Sprintbereich zählt, hatte sie schließlich bereits mehrfach bewiesen – zuletzt mit ihrem Deutschen U 23-Meistertitel über die 100-Meter-Distanz in Göttingen.

Da es keine Vor- und Zwischenläufe in Mannheim gab, ging es für Freese direkt ans Eingemachte. Auf der Bahn drei laufend, kam Freese zwar zunächst schleppend aus dem Startblock, lag in der Kurve deutlich hinter Desiree Henry, doch auf der Zielgeraden zündete Freese ihren Turbo und kam vier Hundertstel vor der Britin ins Ziel. Da spielte es auch keine Rolle, dass die 19-Jährige beim Zielschritt ins Stolpern geriet und sich Schürfwunden am Knie und an der Wade zuzog. „Das ist einfach eine krasse Zeit, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe“, sagte Freese gestern. „Damit habe ich auch eine Quali-Zeit von Weinheim für die Europameisterschaft bestätigt“, freute sie sich. Bestätigt? Dort sprach eher das Understatement aus der 19-Jährigen. Denn lag ihre Zeit von Weinheim noch bei 23,62 Sekunden, verbesserte Freese diese nun um 34 Hundertstel  – Welten im Sprintbereich.

Das veranlasste auch Freeses Trainer Björn Sterzel dazu, eine Lobeshymne anzustimmen: „Ich bin glücklich und stolz. Zwar habe ich im Training schon gesehen, dass Anna-Lena sich kontinuierlich steigert, aber diese Zeit ist fantastisch.“ Sterzel bremst aber vor einer erhöhten Erwartungshaltung. „Sie muss keine Medaillen gewinnen.“

Das Wochenende hatte noch mehr Erfreuliches für die Athletin vom FTSV Jahn Brinkum zu bieten. Bei der 4x-100-Meter-Staffel sicherte sich Freese mit Johanna Bechtold, Alexandra Burghardt und Annika Drazek den zweiten Platz hinter Großbritannien. Wie schon beim 200-Meter-Lauf kam es zum Showdown zwischen Freese und der Britin Henry. „Ich bin immer näher an die Britin herangekommen. Doch am Ende hat ein Stückchen gefehlt“, so Freese, die aber mit dem zweiten Platz leben konnte.

Nun legt Sprinterin Freese den Fokus auf die nächsten Höhepunkte: Die Deutsche Meisterschaft der Damen in Ulm am kommenden Wochenende und die U 20-EM im italienischen Rieti vom 18. bis 21. Juli. · wie

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