Hallen-DM in Leipzig: Platz neun über 60 Meter / Knüpling Dreisprung-Siebter

Freese fehlt Wimpernschlag zum Finale

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Finale haarscharf verpasst: Die Brinkumerin Anna-Lena Freese (links) belegte bei der Hallen-DM in Leipzig den neunten Platz über 60 Meter.

Leipzig - Tolle Leistung mit einem kleinen Wermutstropfen: So könnte man den Auftritt von Anna-Lena Freese bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leipzig bezeichnen. Die Sprinterin des FTSV Jahn Brinkum lief am Samstag über 60 Meter in 7,41 Sekunden im Vorlauf fast Bestleistung (7,39 Sekunden), doch am Ende fehlten der 25-Jährigen zwei Hundertstel Sekunden, um in das Finale der besten acht Läuferinnen einzuziehen und belegte in der Endabrechung Rang neun.

Aus dem Kreis Diepholz war auch noch Dreispringer Louis Knüpling dabei. Der Asendorfer belegte gestern mit einer Saisonbestleistung von im letzten Versuch erzielten 14,77 Metern den siebten Platz von neun Startern. Wie nicht anders zu erwarten war, holte sich Max Hess (LAC Chemnitz) mit 16,74 Metern den Titel.

Freeses langjähriger Trainer Björn Sterzel war mit dem Auftritt seiner Athletin sehr zufrieden: „Anna hat einen guten Lauf gemacht und ihre drittbeste jemals gelaufene Zeit erzielt. Ich kann ihr da nun wirklich nichts vorwerfen.“

Aber es wäre das Finale und auch eine persönliche Bestleistung drin gewesen. Grund: Beim Start zum dritten Vorlauf zuckte Freese, wurde zwar nicht disqualifiziert, erhielt aber die Gelbe Karte. „Da war klar, dass Anna beim zweiten Start etwas zurückhaltender sein musste. Und das ist über 60 Meter schon ein Nachteil“, meinte Sterzel. So war Freeses Reaktionszeit beim Re-Start ziemlich im Keller, sodass am Ende in 7,41 Sekunden Platz zwei hinter Katharina Grompe (LC Paderborn/7,39) heraussprang. Eben jene Zeit hätte Freese bei optimalem Start mindestens auch erreichen können - dann wäre das Finale perfekt gewesen.

Zum Hallen-Höhepunkt gut in Form: Louis Knüpling wurde gestern Siebter im Dreisprung.

Im Endlauf zog Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF) eine „One-Woman-Show“ ab und holte sich in starken 7,19 Sekunden vor Alexandra Burghardt (7,30) und Rebekka Haase (7,32) den Titel.

Anders als in den Vorjahren wird Freese ihre Vorbereitung auf die Freiluftsaison nicht auf Teneriffa beginnen, sondern weiter in Hannover trainieren. Der Grund ist einleuchtend: Es stehen im Früjahr Prüfungen zum Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung an.

Für Louis Knüpling verlief der Wettkampf gleich sehr vielversprechend, denn bereits im ersten Versuch setzte er eine Weite von 14,70 Metern in die Grube - das war nur einen Zentimeter weniger als seine Saisonbestleistung. Eigentlich hätte dieser Sprung noch sehr viel weiter gehen können. „Ich wollte den ersten Versuch unbedingt gültig machen, um eine Weite stehen zu haben. Letztlich bin ich nicht genau zum Brett gekommen und habe bestimmt 20 bis 30 Zentimeter verschenkt“, erklärte Knüpling. Die Hallen-Schallmauer von 15 Metern hätte er gestern durchbrechen können.

Aber auch so war der Asendorfer mit seinem Wettkampf zufrieden: „Ich wollte ins Finale kommen und habe das geschafft.“ Und im letzten Versuch sprang mit 14,77 Metern dann doch noch eine neue Saisonbestweite heraus. 

töb

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