Werder Bremen reicht im DM-Halbfinale starke kämpferische Leistung in Saarbrücken nicht – 0:3

Franziska glückt gegen Falck Revanche

Verheißungsvoller Start: Bremens Kirill Gerassimenko gewann den ersten Satz, hielt das Niveau aber nicht. 
Foto: wes
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Verheißungsvoller Start: Bremens Kirill Gerassimenko gewann den ersten Satz, hielt das Niveau aber nicht. Foto: wes

Saarbrücken – Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen hat trotz einer kämpferischen Glanzleistung das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft verpasst: Gestern Nachmittag scheiterten die Hanseaten im Halbfinale beim favorisierten 1. FC Saarbrücken mit 0:3 und mussten so ihren Traum von einem „Werder-Wunder“ wie 2013 endgültig begraben.

Für Bremens Coach Cristian Tamas allerdings kein Grund, den Stab über sein Team zu brechen: „Insgesamt haben wir eine richtig tolle Saison gespielt. Um in Saarbrücken bestehen zu können, hätten wir schon jede kleine Chance nutzen müssen.“ Was die Gäste indes nicht taten. Zunächst legte Kirill Gerassimenko dank seiner fulminanten Rückhand gegen Saarbrückens Weltklasse-Chinesen Shang Kun zwar los wie die Feuerwehr, doch nach einem 11:4 im ersten Satz konnte der junge Kasache im zweiten Durchgang eine 4:1-Führung und im dritten Satz einen 5:3-Vorsprung nicht ins Ziel retten. So kam es, wie es kommen musste: Kun übernahm zunehmend das Kommando, nagelte Gerassimenko auf der Vorhand fest und brachte die Hausherren am Ende verdient mit 1:0 in Führung.

Aber noch war ja nichts verloren für den SV Werder Bremen. Schließlich hatte Werder-Spitzenspieler Mattias Falck in der Bundesliga-Saison gegen Patrick Franziska beide Partien für sich entschieden. Doch anfangs fand der Schwede gar nicht ins Match hinein. Gerade auf die Vorhand-Noppen von Falck hatte Franziska zumeist die richtige Antwort parat, gewann den ersten Satz glatt mit 11:5 und erkämpfte den zweiten Durchgang dank zwei Aufschlag-Winnern am Schluss mit 11:9. Nun war Bremens Nummer eins natürlich gefordert und bewies auch Moral. Endlich fand die Vorhand von Falck vermehrt ihr Ziel, sodass selbst Weltmeister Steffen Fetzner als Co-Kommentator von Eurosport mit der Zunge schnalzte: „Wenn die Angriffsnoppen einschlagen, ist das wie eine Backpfeife.“

Einziges Problem: Bis zum Stand von 6:2 „ohrfeigte“ der Bremer den deutschen Nationalspieler zwar fast nach Belieben, doch anschließend spielte sich Franziska in einen regelrechten Rausch und wunderte sich im Anschluss selbst über das klare 3:0: „Im letzten Match hat Mattias gegen mich noch einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Ich bin echt überrascht, dass es so glatt lief. Aber heute passte nicht nur bei mir alles. Das ganze Team hat super abgeliefert.“

Wobei sich die Grün-Weißen längst noch nicht geschlagen gaben. Warum auch? Immerhin faltete Bremens Nummer drei Marcelo Aguirre im ersten Durchgang Darko Jorgic mit 11:5 zusammen und hätte die folgenden beiden Sätze ebenfalls an Land ziehen können.

Doch Jorgic blieb zum Leidwesen des Bundesliga-Tabellenvierten cool wie ein Eisblock. Zweimal triumphierte er hauchdünn mit 11:9 (im dritten Durchgang gar nach einem 6:9-Rückstand), ehe der Saarbrücker im vierten Satz dann leichtes Spiel hatte. Sein Viersatzerfolg ließ die Gastgeber mit 3:0 jubeln.

Während die Bremer in der kommenden Spielzeit also einen neuen Anlauf nehmen müssen, trifft Saarbrücken am Sonntag auf den Sieger der heutigen Partie Düsseldorf gegen Ochsenhausen. Dennoch wirkte Tamas nicht am Boden zerstört: „Gegen ein Weltklasseteam wie Saarbrücken kann man verlieren. Wir haben alles gegeben und uns teuer verkauft. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Unterschied ausgemacht haben.“

Von Carsten Drösemeyer

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