Fraglich, ob Lars Behrens wieder auf die Beine kommt / Otten muss sich steigern

Melchiorshausens größte Baustelle liegt im Angriff

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Melchiorshusens Trainer Reiner Klausmann (hinten) setzt auf die Neuzugänge (v.l.): Thorben Kaiser, Pascal Feldmann, Jonas Lüdeke und Max Jakobs. Auf dem Bild fehlen Jannis Berendt und Daniel Schmidt.

Melchiorshausen - Von Gerd Töbelmann. So richtig schlau wird man derzeit nicht aus dem TSV Melchiorshausen. Guten Spielen folgen oft weniger gute. Das von Trainer Reiner Klausmann ausgegebene Saisonziel, in der Fußball-Landesliga Bremen im vorderen Bereich mitzuspielen, konnten die Blau-Weißen bislang nicht so recht mit Argumenten belegen.

Zuletzt setzte sich das Klausmann-Team erst im Elfmeterschießen gegen Farge-Rekum aus der zwei Klassen tieferen Kreisliga A durch. „Wir tun uns unglaublich schwer damit, wenn sich der Gegner mit zehn Mann in der eigenen Hälfe verbarrikadiert. Da gehen uns dann schnell die Ideen aus, um dieses Bollwerk auszuhebeln. Da sind meine Jungs noch nicht flexibel genug“, moniert Klausmann.

Gegenüber der Vorsaison, als Melchiorshausen sogar zeitweise vom Bremen-Liga-Aufstieg träumen durfte, hat sich personell nicht viel getan. Der bekannteste Neuzugang ist Jannes Berendt und spielte zuletzt beim Bremen-Ligisten Brinkumer SV. Berendt hätte das Potenzial, das Vakuum auf der Spielmacherposition zu schließen. Doch Klausmann gibt zu bedenken, „dass er an sich arbeiten muss. Bislang stand er in der Vorbereitung nur sporadisch zur Verfügung.“

Luft nach oben hat auch noch Sascha Otten. Der Kapitän der abgelaufenen Saison (für die neue Serie ist die Binde noch nicht vergeben) weist noch körperliche Defizite auf. „Ich hätte Sascha gern auf der Sechser-Position, aber momentan ist er erst bei 60 Prozent. Er muss sich quälen, um eine echte Stütze zu sein.“

Hinten jedenfalls ist der 30-Jährige offenbar entbehrlich, denn im Abwehrzentrum plant Klausmann mit Matthias Kastens und Dennis Dörgeloh, die in der Vorbereitung zu gefallen wussten. Vor allem Kastens kann aufgrund seiner Technik von hinten heraus einen sicheren Ball spielen.

Während die Innenverteidiger-Jobs vergeben sind, ist das bei der Torhüter-Position längst nicht der Fall. Jens Ruscher (spielte gegen Farge-Rekum) und Sascha Kleemann liegen auf Augenhöhe. Eigentlich ist Klausmann ein Freund einer klaren Nummer eins, wird von dieser Vorliebe aber wohl abweichen: „Ich denke, dass sich beide abwechseln werden.“

Melchiorshausens mit Abstand größte Baustelle liegt allerdings 60, 70 Meter weiter vorn – im Sturm. In Zeiten eines komplett fitten Lars Behrens war alles im Lot, doch „Latte“ ist schon länger nicht mehr voll belastbar. Momentan schlägt er sich erneut mit heftigen Rückenschmerzen herum. „Das ist unglaublich schade, aber momentan kann ich nicht mit Lars planen“, sagt Klausmann.

Die Ersatzleute stehen nicht gerade Schlange. Im Pokal bildeten Tim Cohrs und Trainersohn Romario Klausmann das Sturm-Duo. Auch Yannik Funck probierte sich schon in vorderster Front. Doch als Idealbesetzung erwies sich bislang keiner von ihnen. Als Alternative käme auch Oliver Riekers in Frage, doch der Linksfuß laboriert noch an einer Bänderdehnung im Sprunggelenk und dürfte wohl frühestens in drei Wochen für Kurzeinsätze in Frage kommen.

Ob sich unter diesen Umständen ein Platz im oberen Drittel realisieren lässt, ist zumindest fraglich.

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