Stuhrer Fußballer setzen zum Höhenflug an / Trainer Zander: „Wehren uns nicht gegen die Bezirksliga“

Fohlenstall mit Leitwolf

Jung und erfahren hamonieren bisher beim TV Stuhr perfekt. Youngster Philipp Schröer (rechts im linken Bild) ist mit 13 Toren der beste Schütze im Team. Routinier Karlos Yacoub (rechtes Bild) ist der Leitwolf beim Kreisliga-Zweiten. Fotos (2): mr

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannSTUHR · Die Mischung soll es ja bekanntlich machen. Zwar setzt der TV Stuhr in der Fußball-Kreisliga in dieser Saison extrem auf die Jugend (zehn Spieler im Kader sind 20 Jahre oder jünger), aber auch die Routine hat ihren Platz. Spieler wie Kapitän Karlos Yacoub, Co-Trainer/Verteidiger Stefan Kehl oder auch Marcel Zoch sind oder wurden für Trainer Holger Zander unverzichtbar. Der Erfolg lässt sich sehen. Am vergangenen Sonntag brachte der TVS Tabellenführer Lessen beim 2:0 die erste Niederlage bei und rangiert auf Platz zwei, der die Bezirksliga-Rückkehr bedeuten würde.

Apropos Bezirksliga: An sein erstes Jahr in Stuhr eben in just dieser Klasse dürfte Zander nicht unbedingt die besten Erinnerungen haben. Am Anfang machte er Klarschiff, sortierte fünf Spieler aus, was sportlich nicht unbedingt fruchtete, denn das Team kassierte teilweise deftige Schlappen und stieg schließlich auch ab. Negativer Höhepunkt war sicherlich der letzte Spieltag, als das abgeschlagene Schlusslicht die „Waffen streckte“ und zum Match in Eilvese nicht antrat.

Und dennoch: Zander stand zu seinem Ja-Wort für die jetzige Saison, das er dem Verein schon in der Winterpause gegeben hatte. „Ich wusste da schon, dass die besten A-Jugendlichen, die alle einen guten Charakter haben, zu mir in die Erste kommen würden. Deshalb habe ich in Stuhr auch zugesagt“, erinnert sich der 48-Jährige, der aus dem letztjährigen Kader nur noch acht Spieler übernommen hat.

Und der „Fohlenstall“ enttäuschte den Trainer nicht. Ob Philipp Schröer, Marten Horstmann, Yanik Troue oder Tobias Peters – sie alle haben sich in ihrem ersten Herrenjahr prächtig in Szene gesetzt. Schröer etwa führt mit 13 „Einschlägen“ die interne Torschützenliste der torhungrigsten Mannschaft der Kreisliga (50 Treffer) sogar an.

Aber deshalb verfällt Zander längst noch nicht in „Jugendwahn“: „Wenn sich ein älterer Spieler mit Leistung aufdrängt, dann kriegt er natürlich auch die Chance.“ Ein Paradebeispiel dafür ist Co-Trainer Stefan Kehl. Der

n40-jähriger Kehl:

n„Bin fit und bereit“

ist zwar schon 40, aber in der Stuhrer Deckung momentan fast gesetzt. „Ich bin fit und stehe bereit“, schmunzelt der Routinier, der auch beim Coup in Lessen stark spielte.

Angeführt wird das Rudel schließlich von Leitwolf Karlos Yacoub, der erst seit knapp einem Jahr in Stuhr ist. Zander tut sich zwar schwer damit, einzelne Spieler herauszuheben („wir sind als Kollektiv stark“), doch bei seinem Kapitän macht er eine Ausnahme: „Karlos ist ein echter Führungsspieler, der auf dem Platz die Richtung vorgibt.“ Wenn der dann, wie in Lessen passiert, auch noch beide Tore erzielt, gibt’s an dieser Position eh’ nichts zu rütteln.

Und was soll die Zukunft bringen? Will Stuhr nicht zeigen, dass dieser Verein auf alle Fälle wieder in den Bezirk gehört? Zander bleibt vorsichtig: „Die Saison ist noch lang. Da kann noch viel passieren. Aber wenn es so kommt, werden wir uns nicht gegen die Bezirksliga wehren. Ich denke jedoch, dass neben Lessen auch Mörsen und Sudweyhe noch ein gewichtiges Wörtchen mitreden werden.“

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