Per Flugkopfball sorgt der 22-Jährige für den Kreispokal-Finalsieg des TuS Sulingen II – 1:0

„Air“ Klare beendet Vilsens Serie

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Die obligatorische Bierdusche für Matchwinner Niklas Klare.

Twistringen - Von Daniel Wiechert. Marten Köhler und Marcel Schröder saßen noch Minuten nach dem Abpfiff des Kreispokalendspiels regungslos auf dem Twistringer Rasen – die Vilser starrten ins Leere, während im Hintergrund Sulingens Spielertrainer Tim Bösche gemeinsam mit Matchwinner Niklas Klare einen großen Schluck aus dem XXL-Siegerglas nahm.

„Heute reißen wir alles ab“, kündigte Bösche nach dem 1:0 (1:0)-Pokalerfolg seines TuS Sulingen II gegen den Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen an. „Eigentlich war es ein typischen 0:0-Spiel“, sagte der TuS-Trainer mit Gerstensaft geölten Stimmbändern: „Nach der Führung haben wir uns etwas den Schneid abkaufen lassen. Ich weiß nicht, ob da bei dem einen oder anderen Spieler schon mögliche Pokalfeierlichkeiten im Hinterkopf waren.“

Tatsächlich war es mehr als mühsam, bis der Erfolg festgestanden hatte, der den dritten Vilser Pokalsieg in Folge verhinderte. Knapp 600 Fans und Spieler der anderen Pokalendspiel-Teilnehmer trauten ihren Augen kaum ob der spielerische Magerkost beider Teams. Die erste gefährliche Torraumszene gab es in der 14. Minute, als Sascha Husmann mit einem Pass in die Nahtstelle die Vilser Abwehrreihe schachmatt stellte, doch Pascal Löhmann bekam freistehend vor Dennis Kastendieck keine Power in den Schuss.

Zehn Minuten später dann die Schlüsselszene der Partie: Zunächst scheiterte Vilsens Nico Schröder an Bösche, der direkte Gegenzug brachte das Tor des Tages. Löhmann flankte von links, Klare legte sich wagemutig in die Luft und verwandelte per Flugkopfball. Danach passierte kaum noch etwas, die größte Chance auf den Ausgleich hatte noch Christian Mewes, der nach einem Freistoß aus dem Halbfeld allerdings haarscharf an der Kugel vorbeiflog (31.). So riss die SV-Serie von 16 Kreispokalspiel-Siegen in Folge.

Einen Vorwurf wollte Vilsens Coach Jörn Meyer seinen Spielern nach der 0:1-Pleite nicht machen. „Es war eine lange Saison, so dass der Fitnesszustand bei vielen mehr als grenzwertig war. Dass zum Beispiel ein Jan-Hendrik Schwirz Wadenkrämpfe bekommt, habe ich noch nie gesehen.“

Vielmehr ärgerte sich Meyer über das Personal beim Gegner. „Das macht den TuS für mich nicht sympathischer. Es grenzt an Wettbewerbsverzerrung.“ Auch für Vilsens Nils Hirsch hatte es einen „faden Beigeschmack, dass kaum Spieler aus dem wirklichen 1. Kreisklassen-Team gespielt haben“. Sulingens Bösche war es egal: „Jede Mannschaft würde es so machen. Till war der einzige aus dem ersten Herren-Team, die anderen haben schon die ganze Rückrunde bei uns gespielt“, so der TuS-Spielertrainer.

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