Startnummer 5: Florian Hartje

Florian Hartje

Seit 17 Jahren Mannschaftsführer, zudem Trainer, Sportwart und Staffelleiter: Florian Hartje lebt den Tennis-Sport. J Foto: wes

Syke. In der Saisonvorbereitung vor einem Jahr hat Florian Hartje so richtig geschuftet. Er meldete sich im Fitnessstudio an, arbeitete hart an seiner Kondition, am Muskelaufbau und trainierte dazu noch dreimal pro Woche auf dem Tennisplatz.

„Ich wollte es nochmal wissen“, sagt Hartje. Nochmal eine Saison richtig angreifen, nochmal sehen, was geht. Mit 32 Jahren zählt Hartje schon zu den älteren im Herrenbereich, „meine Gegner sind meist zwischen 16 und 25 Jahre alt.“ Aber auch im Tennis ist Alter relativ. Große Erfahrung, gute Antizipation und eben Fitness sind entscheidend. Und die Schufterei zahlte sich aus. Hartje blieb mit dem Barrier TC im Winter wie danach im Sommer im Einzel ungeschlagen.

„Das ist mir zum ersten Mal gelungen“, freut sich Hartje. Je 5:0 in der Bilanz und Rang zwei in der Nordwestliga – das nennt man einen Lauf.

Für die neue Saison haben sich die ersten Herren des Barrier TC sogar noch weiter verstärkt. Mit Till Heilshorn, Markus Andresen und Florian Zeichner ist das Ziel in der Nordwestliga mit „zwischen Rang eins bis drei“ sicher nicht zu ambitioniert gesetzt. Hartje, der seit 17 Jahren als Mannschaftsführer aktiv ist, will auch in der nächsten Serie bei den Punktspielen dabei sein. Doch er dämpft dabei leicht die Hoffnung, seinen Lauf wiederholen zu können. Denn kürzlich ist er Vater einer Tochter geworden, was bei aller Freude darüber einen eher hinderlichen Nebeneffekt hatte. „Ich bin wohl co-schwanger geworden“, sagt Hartje augenzwinkernd. Nichts also mit Fitnessstudio-Body, jetzt muss es wohl vor allem die Erfahrung reißen.

Aber auch ohne Waschbrettbauch ist seine sportliche Wettkampflust ungebrochen. Und das liegt auch daran, dass in der neuen Mannschaft erstmals viele Spieler auf einem Niveau spielen. Und mehr noch daran, dass es auch menschlich in der neuen Truppe einfach passe. Nicht ganz unwichtig, wenn man sich neben Job und Familie die Wochenenden um die Ohren schlägt.

Aber in seiner Freizeit hat sich Hartje ohnehin von jeher stark engagiert. Neben dem eigenen Training gibt er noch Training, ist seit vier Jahren Sportwart beim Barrier TC, dazu seit einem Jahr Staffelleiter im Verband, der sich um die Punktspieltage kümmert, und seit kurzem sitzt Hartje auch noch im Beirat des Fördervereins. „Das Organisieren im Hintergrund gefällt mir“, sagt er, „und dabei kann ich sehr gut von der Schule abschalten.“ Hauptberuflich ist der 32-Jährige Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik. Nur eben momentan nicht, da ist Elternzeit angesagt. Und obwohl das Töchterchen bereits von Freunden einen Tennisschläger zur Geburt geschenkt bekam, will Hartje lieber nichts überstürzen mit dem Nachwuchs. „Wir werden sie zu nichts drängen, aber wenn sie Spaß an irgendeinem Sport hätte, wäre es natürlich schön.“

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