Cem Barufe kann‘s als Spielmacher, würde aber lieber häufiger stürmen

Das flexible Eigengewächs

Cem Barufe (li.) kann‘s im Mittelfeld und im Sturm, würde aber lieber stürmen. ·
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Cem Barufe (li.) kann‘s im Mittelfeld und im Sturm, würde aber lieber stürmen. ·

Weyhe - Wenn Dirk Pistol zum Training bittet, darf er sicher sein, dass ein junger Mann meistens voll mitmischt: Cem Barufe. „Der verpasst so gut wie kein Training und gibt dann immer 100 Prozent“, sagt der Trainer des Bremer Fußball-Landesligisten SC Weyhe. In puncto Ballbehandlung kann er dem 19-Jährigen allerdings nicht mehr allzu viel vermitteln, räumt „Pistole“ ein: „Cem ist der technisch Stärkste der Liga.“

Der derart Gelobte wagt allerdings zu widersprechen: „Wenn der Trainer das sagt, ist das zwar schön, aber ich würde das nicht von mir behaupten.“ Zudem weiß der Fachoberschüler um Pistols Einschätzung, dass er ein „klassischer Spielmacher“ sei, „doch ich würde gern häufiger mal im Sturm spielen“. Eine weitere Empfehlung für die Abteilung Attacke gab er am Sonntag im vorletzten Saisonspiel beim SC Schiffdorferdamm ab. Mit Tom Wieting bildete er ein effektives Angreifer-Duo: Erst verwertete er eine Vorlage Wietings zum 1:0, später bediente er den Vorbereiter per Traumpass zu dessen 2:1. Am Ende stand mit dem 2:2 der Verbleib in der Landesliga fest.

„Ich kann Cem eben auf vielen Positionen einsetzen“, sagt Pistol, der mit dieser Aussage den Neid einiger Trainer-Kollegen ernten dürfte. Doch eventuelle Abwerbeversuche sind vergebens – denn Eigengewächs Barufe, den Pistol seit dessen Zeit in der Weyher B-Jugend kennt, bleibt auch kommende Serie bei den Grün-Weißen. Die Gründe liegen für den Kirchweyher auf der Hand: „Seit der Pampers-Liga spiele ich hier Fußball – und als ich wusste, dass die meisten jetzigen Stammkräfte bleiben und noch ein paar gute dazu kommen, habe ich zugesagt. Denn wir bekommen ein gutes Konstrukt und stehen besser da als in dieser Saison, von der wir ja wussten, dass sie mit so vielen jungen Leuten nicht einfach werden würde.“

Somit darf sein „Chef“ weiter mit ihm planen – ob als „Zehner“, im rechten Mittelfeld oder eben in der Spitze. „Cem hat in seinem ersten Herren-Jahr einen wahnsinnigen Sprung nach vorn gemacht – das liegt auch an seinem unglaublichen Ehrgeiz“, unterstreicht Pistol. Vielleicht könnte er läuferisch noch etwas zulegen – „aber das, was er bisher geboten hat, war schon gut. Nicht umsonst hat er bei mir fast jedes Spiel gemacht.“

Stimmt – mit Ausnahme einer zweiwöchigen zerrungsbedingten Verletzungspause und einer Rot-Sperre, über die sich der „Sünder“ heute noch „sehr ärgert“. Es war zwar nichts Brutales, doch der Youngster hatte seinen Gegenspieler festgehalten. „Aber das passiert ihm nicht mehr. Cem ist ohnehin ein ruhiger Vertreter“, stellt sein Coach klar. Nur manchmal äußert der Offensivmann eben seinen Wunsch, wieder stürmen zu dürfen. · ck

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