Mehmet Koc – im Sturmzentrum von allen gesucht / „Ich bin eigentlich kein Knipser“

Findet „Memo“

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Den Ball verliert Sulinges Stürmer Mehmet Koc (links) nur ganz selten aus den Augen. ·

Sulingen - Von Arne FlüggeNach der schweren Verletzung seines Sturmpartners Thorolf Meyer im Oktober muss sich Mehmet Koc auf dem Fußball-Platz manchmal vorkommen, wie der kleine Clownfisch Nemo im Pazifischen Ozean: Alle sind auf der Suche nach ihm. Schließlich ist der 31-Jährige von Fußball-Landesligist TuS Sulingen, Spitzname „Memo“, mittlerweile der Top-Torjäger der Sulinger – und Alleinunterhalter im Sturmzentrum.

Mit drei Toren, zwei Torvorlagen und einem herausgeholten Elfmeter war Koc am Sonntag beim verrückten 7:4-Auswärtssieg gegen Fortuna Sachsenross der Mann des Tages. „Überragend“, lobt Thorolf „Toto“ Meyer, jetzt nur noch Co-Trainer, seinen Kumpel: „Wie Memo die Bälle mit seiner super Technik verarbeitet, auch immer wieder andere einsetzt – das ist klasse. Und Tore schießt er jetzt auch eine Menge . . .“

Dabei sieht sich Koc nicht als Goalgetter: „Toto war ein richtiger Knipser. Ich bin es eigentlich nicht. Ich sehe mich eigentlich als Vorbereiter.“ Spiele wie jetzt in Hannover – mit seinem ersten Dreierpack der Saison – tun ihm natürlich gut: „Dann gibt es aber auch wieder Tage, an denen ich alles versemmele.“

Doch seit Thorolf Meyer ausfällt, muss Koc nun beides sein: Vorbereiter und Vollstrecker. „Denn ein richtiger Knipser wie Toto“, sagt Koc, „der fehlt uns.“ Nun ja, bisher 17 Saisontore sind auch keine so schlechte Quote . . .

Die Verantwortung übernimmt der erfahrene Spieler gern. Auch weil er weiß, dass die Mannschaft ihm schon mal ein Grottenspiel verzeiht. Bei der leblosen 0:1-Heimpleite gegen den HSC Hannover beispielsweise „ist mir gar nichts gelungen. Ich war total sauer auf mich selbst. Obwohl die Jungs gesagt haben, ich soll das abhaken“, berichtet Koc: „Schon die ganze Rückrunde war ich mit mir nicht zufrieden. Vielleicht war die Winterpause zu lang.“

Umso schöner sei es nun gewesen, gegen Sachsenross ein Spiel abzuliefern, „in dem ich alles raushauen und der Mannschaft etwas zurückgeben konnte. Das war ein schönes Gefühl.“

Und daher werden sie Koc auch verzeihen, wenn er heute Abend beim Training wieder einmal nicht pünktlich ist, weil seine Kinder ihn daheim nicht loslassen wollen. „Er kommt fast immer zu spät“, grinst „Toto“ Meyer. „Memo“ verspricht Besserung: „Ich wäre auch gern mal pünktlich da . . .“

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