Brinkumerin Anna-Lena Freese startet bei DM

„Finale über 200 Meter wäre toll“

Doppelstart: Die Brinkumerin Anna-Lena Freese hat für die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg über 100 und 200 Meter gemeldet. - Foto: Görlitz
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Doppelstart: Die Brinkumerin Anna-Lena Freese hat für die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg über 100 und 200 Meter gemeldet.

Hannover - Von Gerd Töbelmann. Am Wochenende finden in Nürnberg die Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten statt. Einmal mehr vertritt nur Sprinterin Anna-Lena Freese vom FTSV Jahn Brinkum die Farben des Kreises Diepholz. Der Asendorfer Dreispringer Louis Knüpling hatte gehofft, trotz verfehlter Quali-Weite noch als Nachrücker nominiert zu werden – doch diese Hoffnung hat sich mittlerweile erledigt. Die DM findet ohne den 24-jährigen Studenten statt.

Bitter enttäuscht wirkte Knüpling, der momentan in Hannover in Geografie promoviert und im Landesleistungszentrum trainiert, nicht: „Ich bin nicht frustriert darüber, dass ich nicht zur DM darf, sondern vielmehr darüber, dass ich die Quali-Weite nicht geschafft habe.“ 14 Athleten hatten sich gemeldet, zwölf von ihnen bestreiten nun am Wochenende den Wettkampf.

Der Asendorfer hätte 15,10 Meter springen müssen, schaffte bei seinem besten Wettkampf in diesem Jahr aber nur 14,80 Meter. Dennoch ist die Saison für Knüpling noch nicht beendet. Für Anfang August plant der Student einen Start beim Sportfest in Göttingen, und am 18. August steigt in Sulingen der „Liesel-Westermann-Werfertag“, wo der 24-Jährige im Rahmenprogramm im Dreisprung starten möchte.

Ihren Platz in Nürnberg sicher hat Anna-Lena Freese vom FTSV Jahn Brinkum, die wie Knüpling ebenfalls in Hannover wohnt, arbeitet und trainert. Was jedoch am Ende für die Sprinterin herausspringen wird, ist sehr ungewiss. Und das liegt in erster Linie daran, dass die unmittelbare Vorbereitung auf den nationalen Höhepunkt der Saison supotimal war. Grund: Drei Wochen vor der DM erwischte es die 24-Jährige mit einer schweren Erkältung, sodass sie ihren Start über 100 Meter in Weinheim absagen musste. In dieser Woche stieg Freese wieder ins Training ein. Aber reicht das, um wieder voll belastbar zu sein?

Trainer Björn Sterzel hofft das: „Die Erkältung hat Anna natürlich weit zurückgeworfen. Sowas unmittelbar vor der Meisterschaft zu erwischen, ist natürlich bitter. Mal sehen, wie sie jetzt noch in Form kommt.“ Freese sagt dazu: „Ich habe ab der vergangenen Woche wieder gut trainiert und fühle mich fit.“

Als Aufgalopp gelten die 100 Meter am Samstag, wo Freese mit ihrer Meldezeit von 11,72 Sekunden (gelaufen in Zeven) an Position 22 gelistet ist. „Über die 100 Meter ist die Konkurrenz extrem stark. Da wird es schon schwer, überhaupt ins Halbfinale zu kommen“, sagt Sterzel. Aber darüber macht sich Freese noch keinen Kopf: „Es ist schon toll, dass ich in Nürnberg überhaupt beide Strecken laufen werde.“

„Meldezeiten sind so eine Sache“

Über die doppelt so lange Distanz, auf der Freese in der Vergangenheit ohnehin erfolgreicher war, steht bei der Brinkumerin eine Meldezeit von 23,88 Sekunden (gelaufen in Mannheim) zu Buche. Damit rangiert sie auf Platz elf, ehe es am Sonntag kurz vor 15.00 Uhr ins Halbfinale geht. Eigentlich hatten sich Freese und Sterzel, der in Nürnberg noch drei weitere Sprinterinnen trainert, vorgenommen, den Endlauf der besten acht Starterinnen zu erreichen. Mit der nicht optimalen Vorbereitung steht hinter diesem Vorhaben aber ein dickes Fragezeichen für Freese. Aber auch hier lässt sich die 24-Jährige nicht unter Druck setzen: „Meldezeiten sind so eine Sache. Es kommt auch immer auf die Tagesform an. Wenn ich das Finale erreichen sollte, wäre das schon klasse.“

Nach Nürnberg ist für Freese aber noch nicht Schluss. Am 4. August ist ein Auftritt in Göttingen (100 und/oder 200 m) oder aber Belgien (nur 100 m) geplant. Danach soll am 19. August noch ein Wettkampf in Wolfsburg folgen.

Echte Chancen auf den Titel hat die ehemalige Asendorferin Neele Eckhardt (jetzt LG Göttingen), die sich wohl mit der Chemnitzerin Kristin Gierisch ein Duell um Gold liefern dürfte. Beide liegen in ihrer Meldeweite (Gierisch 14,31/Eckhardt 14,21) ganz dicht zusammen.

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