Tsuboi zeigt Nerven

Tischtennis-Bundesligist Werder Bremen verpasst ersten Pokalsieg der Geschichte

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Nach einer 4:1-Führung im fünften Satz verpasste Werders Gustavo Tsuboi gegen Simon Gauzy die Vorentscheidung – der Anfang vom Ende des Pokaltraums.

Ulm – Wirklich schade: Obwohl Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen beim „Final Four“ in Ulm eine absolute Galavorstellung ablieferte, blieben die Hanseaten am Ende „nur“ zweiter Sieger.

Nach einem 3:1-Halbfinaltriumph über den ASV Grünwettersbach scheiterten die Grün-Weißen im Pokalfinale mit 1:3 am Ligaprimus TTF Ochsenhausen und verpassten so denkbar unglücklich den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

SV Werder Bremen - ASV Grünwettersbach 3:1: „So hatte ich mir das vorgestellt“, strahlte SVW-Coach Cristian Tamas nach dem doch etwas überraschenden Erfolg: „Wir waren eine Klasse besser als zuletzt in der Liga.“ Stimmt. Nach der jüngsten 0:3-Generalprobe vor zwei Wochen gingen die Werderaner eigentlich als Außenseiter in das Duell, wuchsen dann aber regelrecht über sich hinaus. 

Allen voran Bremens Spitzenspieler Bastian Steger, der im Auftakteinzel trotz eines 6:8-Rückstands im Entscheidungssatz noch mit 12:10 über Qiu triumphierte. Und es kam noch besser für den SVW: Ähnlich nervenstark wie zuvor Steger bewahrte auch Gustavo Tsuboi kühlen Kopf und rettete sich gegen Ricardo Walther mit 11:8 im fünften Satz ins Ziel.

Alles war also für Bremens Nummer drei Hunor Szöcs angerichtet, doch der junge Rumäne musste trotz einer 9:7-Führung im fünften Durchgang noch gegen Bojan Tokic passen. Aber Werder hatte ja noch Steger in der Hinterhand. Gewohnt abgebrüht ließ Bremens Spitzenspieler in drei Sätzen Walther ins Leere laufen und löste so das Finalticket.

TTF Ochsenhausen - SV Werder Bremen 3:1: Und selbst hier hielt der SVW erstaunlich gut mit. Zwar musste Szöcs gegen Hugo Calderano passen, doch postwendend glich Steger zum 1:1 aus. Wenig später wären die Bremer fast in Führung gegangen, aber nach einer 4:1-Führung im Entscheidungssatz verpasste Tsuboi gegen den am Boden liegenden Simon Gauzy die vermeintliche Vorentscheidung und gab anschließend konsterniert auch die nächsten neun Punkte ab. 

Für Werder der Anfang vom Ende: Steger versuchte zwar noch einmal alles, doch seine chancenlose Dreisatzpleite gegen Calderano besiegelte das SVW-Schicksal.

drö

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