Rehdens Neuzugang Doppeltorschütze bei 4:1-Pokaltriumph in Oldenburg

Finale! Lindner macht alles klar

Hier hatte Jaroslaw Lindner (links) mal Pech, dass sein Schuss nicht an Oldenburgs Mirko Schuster (r.) vorbei kam. Am Ende durfte sich der neue Außenspieler des BSV Rehden gestern im Pokal-Halbfinale beim VfB Oldenburg trotzdem als Matchwinner feiern lassen.
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Hier hatte Jaroslaw Lindner (links) mal Pech, dass sein Schuss nicht an Oldenburgs Mirko Schuster (r.) vorbei kam. Am Ende durfte sich der neue Außenspieler des BSV Rehden gestern im Pokal-Halbfinale beim VfB Oldenburg trotzdem als Matchwinner feiern lassen.

Oldenburg – Die letzten Nachzügler aus seiner Mannschaft winkte Andreas Golombek gestern rasch vom Feld des Oldenburger Marschwegstadions. „Los, kommt, ich muss noch zu ‘ner Feier“, forderte der Trainer des BSV Rehden seine Fußballer nach dem Abpfiff des Niedersachsenpokal-Halbfinales auf. Zwar hatte er kurz zuvor im Spielerkreis gemahnt: „Wir haben noch gar nichts erreicht“, doch „ein, zwei Bierchen“ erlaubte er seinem Personal nach diesem überzeugenden 4:1 (2:1)-Triumph beim Regionalliga-Rivalen VfB Oldenburg. Dadurch haben die Schwarz-Weißen am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr Heimrecht im Finale gegen den TSV Havelse, ebenfalls Konkurrent in der Regionalliga Nord, allerdings kampflos durch den Verzicht von Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig ins Endspiel gekommen.

„Vielleicht ist es ein Vorteil für uns gegenüber Havelse, dass wir schon ein Wettkampfspiel hinter uns haben“, hoffte Golombek. Seinen „Jungs“ würde er den Cup-Sieg und den damit verbundenen Einzug in die erste DFB-Pokalrunde gegen Bundesligist Mainz 05 richtig gönnen: „Das wäre für alle ein Highlight. Mit so einem Gegner fängt der Fußball erst so richtig an.“

Doch mit Verlaub: Was der teils neu formierte BSV vor den coronabedingt nur 500 zugelassenen Zuschauern beim VfB zeigte, sah über weite Strecken schon nach richtigem und gutem Fußball aus. Golombek durfte sich darin bestätigt sehen, dass er Jaroslaw Lindner und Emre Yesilova für seine Offensive „unbedingt haben wollte“. Fast schon logisch, dass der Fußballlehrer beiden das Vertrauen für die Startelf schenkte – und sie hätten beinahe die frühe Führung besorgt. Der Ex-Lotter Lindner vernaschte auf seiner rechten Seite Oldenburgs Linksverteidiger Nico Knystock, flankte in die Mitte – aber dort verpasste Yesilova den Ball per Kopf um die Breite seines Schopfes (4.). „Emre ist halt nicht der Größte“, lästerte der Vorbereiter, mit seinen 1,75 Metern ebenfalls nicht gerade besonders hoch gewachsen.

So jubelten kurz darauf die „Blauen“: Rehdens neuer Innenverteidiger Robert Obst ließ sich von Marten Schmidt narren, lief ihm hinterher, legte ihn im Strafraum – und den fälligen Elfmeter verwandelte Mirko Schuster humorlos unten links zum 1:0 (6.). „Robert hat schon gesagt, dass er sich da überschätzt und dumm angestellt hat“, schilderte Golombek, stellte aber im selben Atemzug klar: „Davon abgesehen, hat mir heute die gesamte Abwehr gut gefallen. Wir haben fast nichts zugelassen.“

Unter anderem allerdings noch die Direktabnahme von Rafael Brand, der einen Steilpass von Nico Matern aus vollem Lauf mit links knapp am langen Eck vorbei drosch (12.). „Wenn es da 2:0 steht, kannst du hier schnell unter die Räder kommen“, ahnte Lindner. Doch ihm imponierte, „dass wir nach dem Rückstand so ruhig geblieben sind und unsere Chancen gesucht haben“. Gleich die nächste davon leitete wiederum der 32-Jährige ein: Diesmal fand Lindners Rechtsflanke Kapitän Addy-Waku Menga, der den Ball in die Maschen köpfte – 1:1 (15.)! Nun war der BSV drin in der Partie. Rhami Ghandours Freistoß (28.), Mengas Schuss (30.) und der Versuch von Kamer Krasniqi (40.) rauschten zwar allesamt noch knapp drüber, doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte donnerte Yesilova die Kugel aus sechs Metern nach einem Pass Ghandours von der Grundlinie zum 2:1 ins Netz (45.+1).

Zur Pause reagierte Oldenburgs neuer Trainer Dario Fossi, in der Rückserie der Saison 2015/16 selbst Co-Trainer in Rehden, brachte in Jakob Bookjans eine weitere Offensivkraft – und der prüfte gleich Rehdens neuen Schlussmann Lukas Godula (kam vom BV Cloppenburg) aus kurzer Distanz (48.). Auch gegen Brand glänzte Godula (54.) – doch dann sorgte Lindner für vollendete Tatsachen: Erst verwertete der Pole einen Pass des aufgerückten Rechtsverteidigers Marco Kaffenberger zum 3:1 (60.), zwei Minuten später köpfte er einen feinen Chipball Yesilovas (von der Grundlinie über VfB-Schlussmann Pelle Boevink) zum 4:1 ein. Pflichtspiel-Debüt nach Maß für Lindner, oder? „Ach, wenn ich da nicht gestanden hätte, hätten andere die Dinger gemacht“, wiegelte der Doppeltorschütze ab.

Angesichts des schon gut funktionierenden Rehdener Gesamtkonstrukts nicht ausgeschlossen. Golombek war jedenfalls „stolz, dass wir von Woche zu Woche besser werden“. Wenn das keine guten Voraussetzungen für das Niedersachsenpokalfinale am Sonntag in den Waldsportstätten sind!

Aus Oldenburg Berichtet Cord Krüger

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