Film „Die Mannschaft“ dient als Motivationskick für kommende Aufgaben

Brinkumer stimmen sich im Kino auf die „Jagd“ ein

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Schnell, trickreich und mit Zug zum Tor. Kai Tönsmeyer (links) könnte der Spielertyp sein, der den Türkspor-Beton knackt. Falls den Brinkumern ein schnelles Tor gelingt, sollte es ein glatter Gang für das Offermann-Team werden.

Brinkum - Motivation und Zerstreuung zugleich: Die Fußballer des Bremen-Ligisten Brinkumer SV haben sich am Mittwochabend „Die Mannschaft“ angeschaut. Auch wenn der Kinobesuch seit langem geplant gewesen war, kam er zum richtigen Zeitpunkt. Zum einen sei es laut Trainer Dennis Offermann ein schöner Rahmen gewesen, „um nochmal die WM-Atmosphäre des Sommers zu genießen“. Zum anderen sei es als „Einstimmung auf die kommenden Aufgaben“ gedacht gewesen.

Vier Spiele haben die Brinkumer bis zur Winterpause noch vor der Brust, das erste am Sonntag um 14.30 Uhr beim SV Türkspor. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den SV Werder Bremen III am vergangenen Wochenende, die die Brinkumer den inoffiziellen Herbstmeistertitel gekostet hatte, scheint die kommende Begegnung wie gerufen, um durch einen deutlichen Sieg Selbstvertrauen für die kommenden Partien zu tanken.

Denn „die Niederlage stört“, sagt Brinkums Trainer Offermann. Aber sie versaue trotzdem nicht eine erfolgreiche Hinserie. Schließlich haben die Brinkumer in 15 Spielen nur zweimal verloren: Kurioserweise im ersten Spiel (0:4 gegen den Bremer SV) und nun eben in der letzten Hinrundenpartie. Und eben diese Begegnung hat Offermann ziemlich aufgewühlt. „Ich habe in der Nacht wenig geschlafen“, gibt er zu: „Aber mit etwas Abstand muss ich sagen, dass wir jetzt nicht groß zu grübeln anfangen sollten, nur weil wir nach 13 Siegen ein Spiel verloren haben.“

Es sei einfach nicht der Tag der Brinkumer gewesen, erklärt der 34-Jährige: „Wenn es nicht nur bei ein oder zwei, sondern bei 13 Spielern nicht läuft, klappt es eben nicht.“ Die Pleite habe aber auch etwas Gutes: „Das wochenlange Mahnen ist Realität. Wir müssen immer 150 Prozent geben.“ Eine andere Erkenntnis: Es fehlt noch etwas zum amtierenden Meister Bremer SV, der durch Brinkums Ausrutscher wieder an der Spitze steht. „Der BSV hat uns eine Sache voraus: Sie gewinnen ihre schlechten Spiele.“

Nun die Chance zur Korrektur gegen einen Gegner, der mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat. Zuletzt ging Türkspor 0:9 gegen den OSC Bremerhaven unter, davor hieß es gar 0:12 beim Bremer SV. „Sie werden sicherlich gewillt sein, es nach den zwei Klatschen besser zu machen“, meint Offermann: „Aber natürlich müssen wir das vergangenen Wochenende korrigieren. Wir wollen weiter als Jäger dranbleiben.“

Dafür müssen sie den Türkspor-Abwehrriegel knacken. „Wenn du immer in Bewegung bist, ergeben sich automatisch Lösungen – in Form von Anspielstationen“, erklärt der BSV-Trainer. Das klappte beim 4:0-Sieg im Hinspiel. Allerdings fiel das erste BSV-Tor erst in der 79. Minute. Daher überrascht es nicht, dass Offermann sich jetzt „ein möglichst frühes Tor“ wünscht. Für diesen Brustlöser kommen Jürgen Heijenga (Riss des Wadenbeinköpfchens), Inouss Toure-Boure (Oberschenkelverletzung) und Okan Uca nicht in Frage. Auch Hendrik Stannius wird den Brinkumern in den nächsten zwei Monaten fehlen. Er geht für ein Praktikum nach Hongkong.

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