28-Jähriger traut TuS Ferndorf einiges zu / „Die HSG Barnstorf/Diepholz hat Saisonstart verschlafen“

Feldmann: „Wir sind sehr spielstark“

Stößt immer wieder in die Abwehrlücken hinein: Michael Feldmann (beim Wurf), Spielmacher beim Handball-Drittligisten TuS Ferndorf. Morgen Abend kommt’s zum Wiedersehen mit der HSG Barnstorf/Diepholz.

Barnstorf - Von Matthias Borchardt· Zwei Jahre lang streifte Michael Feldmann in der Handball-Regionalliga Nord das Trikot der HSG Barnstorf/Diepholz über, machte vor allem in seiner zweiten Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. So trug der Regisseur in der Serie 2008/2009 mit 216/85 Toren maßgeblich zur Vizemeisterschaft bei. Anschließend zog es den 28-Jährigen – auch aus beruflichen Gründen – zurück zum TuS Ferndorf. Rückblickend sagt er: „Ich habe mich bei der HSG Barnstorf/Diepholz immer wohl gefühlt.“

Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz, hätte den Leistungsträger gern behalten, hat aber nach wie vor Kontakt zum Akteur mit der Nummer 13. „Michael ist wirklich ein ganz starker Mittelmann“, lobt der 59-Jährige den Kopf des Meisterschaftsanwärters. Seine Klasse beweist er jetzt auch als Kapitän beim TuS Ferndorf. Beruflich absolviert der angehende Lehrer mit den Fächern Sport und Deutsch an einer Schule in Kreuztal sein Referendariat. Vor dem morgigen Heimspiel zwischen dem TuS Ferndorf und der HSG Barnstorf/Diep holz nahm der gebürtige Attendorner Michael Feldmann zu aktuellen Themen im Interview Stellung.

?Der TuS Ferndorf steht nach elf Spieltagen an der Spitze der Dritten Liga West. Nennen Sie einmal die Stärken Ihrer Mannschaft?

!Ich glaube, dass wir eine sehr spielstarke Mannschaft sind, die flexibel und variabel im Angriff agieren kann. Deswegen – und auch durch unser Tempospiel – haben wir in den vergangenen Jahren immer die meisten Tore der Liga erzielt. Außerdem haben wir in dieser Saison das Abwehrspiel und auch das Zusammenspiel mit den Torleuten extrem verbessert.

?Was trauen Sie Ihrer Mannschaft bis zum Schluss zu – ist der Aufstieg in die Zweite Liga das Ziel?

!Grundsätzlich kann man in dieser Saison keinen Tabellenplatz als Ziel ausgeben außer dem neunten, der dann ja zum Klassenverbleib führt. So ist das bei uns grundsätzlich auch, und wir liegen im Hinblick darauf über dem Soll. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch unseren Entwicklungsprozess und unsere Leistung von Spiel zu Spiel.

Wenn wir das abrufen können, was wir uns vornehmen, das Spiel spielen, das wir spielen wollen, es aber im Endeffekt doch drei oder vier Mannschaften gibt, die besser sind als wir, erkennen wir das an und sind mit einem Platz im oberen Bereich der Tabelle zufrieden.

?Am Sonnabend empfängt der TuS Ferndorf, der seine bisherigen fünf Heimspiele gewonnen hat, vor über 1 000 Zuschauern die HSG Barnstorf/Diepholz. Haben die Gäste eine Chance gegen den Tabellenführer?

!Spätestens zu diesem Zeitpunkt der Saison sollte jeder erkannt haben, dass man überhaupt keine Voraussagen treffen kann. Das gilt vor allem auch für das Spiel am Samstag. Trotz der eindeutigen Tabellensituation sehe ich bei dem Spiel keinen Favoriten, was damit zu tun hat, dass wir im Moment personell auf dem Zahnfleisch gehen, uns durch Verletzungen und Sperren wichtige Spieler fehlen. Als Beispiel seien nur Carsten Lange (bester Feldtorschütze der vergangenen Saison, d. Red.) und Christian Rommelfanger (bester Torschütze dieser Saison bis zu seiner Verletzung – Bänderriss im Sprunggelenk) genannt.

?Was sagen Sie zum bisherigen Abschneiden Ihres Ex-Vereins, und haben Sie noch Kontakt zu einigen Akteuren?

!Kontakt besteht auf jeden Fall, allerdings weniger zu den Spielern als zum Trainer. Das liegt einfach daran, dass die HSG immer auf den Gegner trifft, der in der Vorwoche gegen uns gespielt hat. Aus diesem Grund erkundigt sich Heiner Thiemann wöchentlich telefonisch bei mir.

?Auf welche Spieler muss der TuS Ferndorf besonders aufpassen?

!Dass Denis Maksimovich und Jan Mohrmann gefährlich sind, das ist uns schon bekannt.

?Glauben Sie, dass die HSG Barnstorf/Diepholz noch den rettenden neunten Platz schaffen kann? Und wenn ja, warum?

!Die Frage kann ich nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Fakt ist, dass die HSG – auch durch das Verletzungspech – den Saisonstart verschlafen hat und in der Tabelle ein wenig hinterherhinkt. Die Mannschaft hat allerdings größeres Potenzial, als es der 13. Tabellenplatz aussagt. Trotzdem ist eine Aufholjagd bei der Ausgeglichenheit der Liga kein Selbstläufer, so dass es für die HSG ein ganz schwieriger Weg wird, auch weil sich momentan in den vakanten Tabellenregionen Mannschaften befinden, die mit Sicherheit ihre Punkte noch holen werden.

?Sollten die Verantwortlichen der HSG Barnstorf/Diepholz die Mannschaft noch für die Rückrunde verstärken?

!Das ist wirklich nicht meine Baustelle. Das müssen andere entscheiden.

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