Viertelfinale Bezirkspokal: Bezirksligist scheidet nach 4:5 im Elfmeterschießen aus

Ein Fehlschuss zu viel für FC Sulingen

Enttäuschung: Sulingens Lars Mesloh (re.) vergab gestern in der ersten Halbzeit zweimal die Vorentscheidung. Foto: töb

Sulingen - Von Gerd Töbelmann. Tobias Plümer schaute in den wolkenlosen Himmel, nahm einen Schluck aus der Wasserflasche und schüttelte dann nur mit dem Kopf. Der Torwart des FC Sulingen hatte gestern alles getan, um im Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals gegen den Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide für einen Coup zu sorgen: In 90 Minuten ohne Fehler und dann im Elferschießen einen Strafstoß verwandelt und einen gehalten. Und doch stand am Ende eine 4:5 (1:0/1:1)-Niederlage.

„Das ist echt bitter. Krähenwinkel schießt sechsmal aufs Tor und kommt weiter.“ Nun: Sechs Torschüsse sind ja gar nicht mal so wenig. Plümer schickte hinterher: „Da sind die fünf Elfmeter schon mit drin . . .“

Klar, die Sulinger waren nach dem Abpfiff enttäuscht, wären nach 20 Jahren mal wieder gern in ein Halbfinale eingezogen. Aber allzu groß war der Frust bei Trainer Stefan Rosenthal dann doch nicht: „Die Jungs haben wirklich alles gegeben. In der regulären Spielzeit haben wir gegen einen Landesligisten immerhin ein 1:1 geholt.“

Vielleicht wäre eine Überraschung drin gewesen, wenn der FC vor 350 Zuschauern seine Überlegenheit zu einem größeren Vorsprung genutzt hätte. So aber langte es nur zu einem 1:0 durch Marian Pingel, der in der 15. Minute aus 18 Metern per Vollspann traf, wobei Gäste-Keeper Andre Pigors nicht unschuldig war. Danach hätte Lars Mesloh zum Helden werden können, doch der „Lange“ vergab in der 26. und vor allem 40. Minute zwei Großchancen. „Wir hätten mindestens ein 2:0 verdient gehabt“, fand auch Rosenthal.

In der zweiten Halbzeit nahmen die Gäste das Heft mehr und mehr in die Hand. „Wir konnten uns spielerisch kaum noch befreien“, sagte Sulingens Coach Frank Fischer. Und sein gleichberechtigter Kollege Rosenthal fügte noch hinzu: „Am Ende haben uns die Körner gefehlt.“ Krähenwinkels Coach Bernd Krajewski war natürlich froh übers Weiterkommen: „Das stimmt, aber in der ersten Halbzeit waren wir nicht mutig genug. Da hat uns Sulingen etwas den Schneid abgekauft. In der Liga müssen wir uns jetzt mehr als Team präsentieren.“

Nach dem Wechsel war Krähenwinkel klar überlegen und kam in der 80. Minute durch Felipe-Marcel Böttcher (Rechtsschuss von halblinks ins rechte Eck) zum verdienten 1:1.

Und gut zehn Minuten später fing die Elfer-Lotterie an. Sulingens Co-Trainer Markus Norrenbrock verkündete die fünf FC-Schützen. Wie immer dabei: Tobias Plümer. Der Keeper verwandelte auch sicher zum 2:2. Gleich danach hielt er den Strafstoß von Oliver-Otto Pfeuffer. Sulingen schien auf der Siegerstraße. Ein Trugschluss, denn Mesloh vergab. Wie schon am Donnerstag beim Training. „Da hat er auch verschossen“, wusste Rosenthal zu berichten.

Danach ging es ausgeglichen weiter: Bennet Lüdecke und Marian Pingel hielten die Chancen der Gastgeber am Leben. Beim Stande von 4:5 trat dann der erst in der 80. Minute eingewechselte Jonas Finke an. Der 21-jährige Youngster schoss in die von ihm aus gesehen rechte Ecke, Pigors ahnte das, wehrte den Ball ab und ließ sich wenig später von seinen Kollegen feiern. Die Sulinger standen etwas bedröppelt da, doch Rosenthal meinte: „Das stecken wir weg und geben in der Bezirksliga weiter Gas.“

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