Brinkumer SV erwartet das Top-Team Bremer SV

Fast in Bestbesetzung bei Pokal-Knüller

Brinkums Kevin Gibek hat seine Blessur auskuriert und könnte heute Abend gegen den Bremer SV auflaufen. - Foto: Krüger

Brinkum - Selbst nach nun schon 15 Monaten auf der Kommandobrücke des Brinkumer SV gibt es für Kristian Arambasic noch etwas Neues. „Diesmal stehen mir 19 Spieler zur Verfügung – nach einigen langen Verletzungen sind noch nicht alle hundertprozentig fit, aber immerhin. Ich glaube, so etwas hatte ich noch nie, seitdem ich hier bin“, sagt der Trainer der Blau-Weißen, der Donnerstag um 19.15 Uhr auf dem eigenen Kunstrasenplatz den Bremer SV zum Achtelfinale des Bremer Landespokals empfängt.

Alle seine Männer sind gegen den Bremen-Liga-Kontrahenten, Abo-Pokalsieger und Primus der höchsten Klasse im kleinsten Bundesland natürlich bis die Haarspitzen motiviert. „Aber es sind eben 19 Mann – das heißt, ich muss sogar einem sagen, dass er nicht dabei sein kann“, umschreibt Arambasic dieses „Luxusproblem“.

Im Gegensatz zum jüngsten Punktspiel beim heutigen Gegner vor knapp zwei Wochen, das das Team von Trainer Klaus Gelsdorf mit 2:0 gewann, kehren Kevin Kibek nach überstandener Bänderblessur, Dynar Kücük nach abgeheiltem Zehenbruch und Lars Tyca zurück, der seine Schambeinentzündung hinter sich hat. Auch die zuletzt angeschlagenen Dimitri Khoroshun und Rojhat Kaya sind wieder dabei. Nur der weiter an einer Schambeinentzündung laborierende Marcel Dörgeloh sowie die Urlauber Yannick Böhling und Jannik Bender fehlen; den Ausfall von Kapitän Bender bezeichnet sein Trainer als „besonders bitter“.

Dennoch und trotz der Tatsache, dass der große BSV „einen Super-Kader mit 25, 26 gleichwertig starken Spielern hat“, will der A-Lizenz-Inhaber alles versuchen, den Coup zu landen. „Ich muss meinen Jungs eben klar machen, dass wir zwar nicht fünf von sechs Spielen gegen diese Mannschaft, wohl aber eines von sechs Spielen gewinnen können.“

Zugute dürfte den Gastgebern kommen, dass es auf dem Kunstrasenplatz ums Weiterkommen geht. Dieses Geläuf ist dem Team von Klaus Gelsdorf zwar ebenfalls nicht unbekannt, „aber wir trainieren immer dort und haben in den Spielen selten verloren“, lässt Arambasic auch eine Portion Aberglaube durchschimmern. Zudem hofft er auf viele Unterstützer. „Ich denke, es gibt einige, die uns die Daumen drücken und hoffen, dass es nach drei Pokalsiegen des Bremer SV hintereinander nun mal einen anderen Gewinner gibt.“

Vor jenem Lauf durfte der heute 39-Jährige selbst diesen Pott in die Höhe stemmen – als Coach der SG Aumund-Vegesack, die damals den FC Oberneuland besiegte, ihm dadurch die 100.000 Euro Antrittsgeld für den DFB-Pokal entriss und ihn somit endgültig in die Insolvenz trieb. In der ersten Runde des DFB-Pokals bekamen es die Vegesacker dann mit 1899 Hoffenheim zu tun. 

Arambasics damalige Kabinen-Ansprache, ausgestrahlt in der Sportschau und Klick-Hit im Internet, treibt manchen Fußball-Fans noch heute eine Gänsehaut über den Nacken. „Aber darauf werde ich nicht mehr angesprochen, es ist lange her“, versichert der Pädagoge. „Ohnehin gab es auch schon bessere Worte von mir, die die Mannschaft mehr motiviert haben.“ Mal sehen, welche Worte er heute Abend findet.

ck

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