Reinies als großer Fang für Sulingen / Bassum ausgeglichen besetzt / Damaschun ist Barriens „Bank“ / Maatz ragt heraus

Kirchweyhe Topfavorit der 1. Bezirksklasse

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Es wäre kein Wunder, wenn Jens Nagel mit der SV Kirchweyhe die sofortige Bezirksliga-Rückkehr gelingt.

Kirchweyhe - Von Carsten Drösemeyer. Wohl selten zuvor ging die 1. Tischtennis-Bezirksklasse der Herren derart hochkarätig besetzt an den Start: Während sonst mindestens ein bis zwei Teams eher „Fallobst“ darstellten, weisen in der kommenden Saison sämtliche Mannschaften gehobenes Niveau auf. Dumm nur, dass nach der Serie mindestens vier Kontrahenten den bitteren Gang in die 2. Bezirksklasse antreten müssen. Der Grund: Erstmals sind in der 1. Bezirksklasse satte zwölf Teams vertreten. Während der Achte sich zumindest noch über die Relegation retten kann, geht es ab Platz neun eine Etage tiefer. Bis auf Bezirksliga-Absteiger SV Kirchweyhe und wahrscheinlich dem TuS Sulingen droht somit sämtlichen Kreisvertretern eine knüppelharte Spielzeit.

SV Kirchweyhe: Keine Frage: Eigentlich müsste das glänzend besetzte SVK-Ensemble so durch die 1. Bezirksklasse rauschen. Zumal dank der Hereinnahme von Andre Duddeck (letztes Jahr noch Spitzenspieler des Reserveteams) in Sven Thöle die langjährige Nummer zwei sogar nach unten rücken kann. Da auch Spitzenspieler Jens Nagel, Youngster Malte Bode sowie die Haudegen Ralf Bogelmann, Christian Timmermann und Eckhard Garlich ihr Handwerk überdurchschnittlich gut beherrschen, müsste es für Kirchweyhe in fast jeder Spielzeit zur Meisterschaft langen. Aber nicht in dieser: Der SC Marklohe II dürfte der SVK knapp das Nachsehen geben, so dass Kirchweyhe vermutlich mit dem zweiten Rang Vorlieb nehmen muss. Über die Hintertür der Relegation gelingt dann aber doch noch die Bezirksliga-Rückkehr.

TuS Sulingen: Nach dem Abgang von Leistungsträger Lars Reddehase (Rückkehr zum TuS Lemförde) schien dem TuS zunächst ein nervenaufreibender Kampf gegen den Abstieg zu drohen. Doch weit gefehlt: In Mario Reinies zogen die Sulestädter einen richtig dicken Fisch an Land, der schon in höheren Spielklassen erfolgreich aktiv war. Zwar gilt der Ex-Wagenfelder als recht speziell, doch damit dürfte sich Reinies beim TuS ja pudelwohl fühlen. Und da seine sportlichen Qualitäten ohnehin über jeden Zweifel erhaben sind, darf sich Sulingen auf eine entspannte Saison freuen.

TSV Bassum: Spätestens bei den Lindenstädtern beginnt dann bereits die gefährdete Region. Nur gut für Bassum, dass der TSV auf sechs fast gleichstarke Akteure zurückgreifen kann. Dank der Ausgeglichenheit im Kader und jeder Menge Erfahrung (gerade die Routiniers Andreas Helms, Torsten Meyer und Karl-Heinz Franz haben schon unzählige Schlachten geschlagen) dürfte sich Bassum am Ende im gesicherten Mittelfeld wiederfinden. Zumal der TSV über drei richtig gute Doppel verfügt und im Notfall in Gunnar Wendt auf einen erstklassigen Ersatzmann zurückgreifen kann.

Barenburg, Erichshof und

Heiligenrode III gefährdet

TSV Barrien: Auch Barrien sollte im Normalfall die Klasse halten können. Mit einem bärenstarken Spitzenspieler wie Patrick Damaschun, einer zuverlässigen „Mitte“ (Karsten Meyer und Hendrik Wünderlich) sowie zwei konstant punktenden Doppeln als Trümpfen müsste der TSV dem Abstieg von der Schippe springen. Leicht wird es für den letztjährigen Fünften jedoch nicht.

Nur wenn Abwehrstratege Carsten Drösemeyer an Position zwei sowie im unteren Paarkreuz Routinier Christian Gerlach und Youngster Tim Schumacher ebenfalls häufiger ihr Scherflein beitragen können, bleibt Barrien von Abstiegsgefahr verschont.

TSV Martfeld: Eine ähnliche Situation ergibt sich für den TSV Martfeld. Irgendwie kann man sich das Team um den herausragenden Spitzenspieler Rüdiger Maatz zwar nicht als Abstiegskandidat vorstellen, doch selbst für Martfeld dürfte es eng werden. Dabei weist der TSV bis auf Sven Renken an Position sechs eigentlich keinen Schwachpunkt auf. Im Gegenteil: „Blockwunder“ Guido Bormann sollte im oberen Paarkreuz auf eine nahezu ausgeglichene Bilanz kommen, Andre Ahrens an Position fünf sogar auf eine haushoch positive, und auch die „Mitte“ (Stefan Knirsch und Torsten Ameis) versteht ihr Geschäft. Trotzdem droht Martfeld in der unfassbar gut bestückten 1. Bezirksklasse ein Ritt auf der Rasierklinge – am Ende aber mit einem knappen Happy End.

TuS Barenburg: Dürfte Barenburg wie in der Damen-Konkurrenz nur mit vier Spielern antreten, würde der TuS wohl nie und nimmer in Abstiegsgefahr geraten. Schließlich bürgen Namen wie Ralf Goldmann, Heiner Denker, Ulrich Hoier oder Stephan Timpke seit Jahren für höchste Qualität. Einziger Schönheitsfehler: Im Herren-Bereich benötigt man sechs Akteure. Und im unteren Paarkreuz scheint Barenburg doch etwas schwach auf der Brust zu sein. Bereits Simon Kemmann stößt hier an seine Grenzen, ist jedoch zumindest für einige Zähler gut. „Frischling“ Julian Müller hingegen nicht. Seine Einzelsiege dürften am Ende an einer Hand abzuzählen sein. Nur mit viel Glück und extrem guten Nerven darf der TuS auf ein weiteres Jahr in der 1. Bezirksklasse hoffen.

TSV Heiligenrode III: Nach der überraschenden Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison droht den Heiligenrodern diesmal ein jäher Absturz. Zu schwer wiegt der Verlust von Leistungsträgern wie Marc Fortanz und Marcus Neumann. Gerade Fortanz (schlägt künftig im Reserveteam an Position eins auf) ist für die „Dritte“ nicht gleichwertig zu ersetzen. Zwar kehrte in Ronald Risch ein langjähriger Aktivposten zurück, wird jedoch mit Sicherheit einige Zeit benötigen, um wieder zu früherer Stärke zurückzufinden. Da zudem Miguel Olejnik an Position sechs als Wackelkandidat gilt, würde der Klassenerhalt für Heiligenrode eine noch größere Überraschung darstellen als der letztjährige zweite Platz.

SC Twistringen II: Schon in der vergangenen Spielzeit rettete sich Twistringens Reserve erst über den Umweg der Relegation vor dem Abstieg. Wohlgemerkt noch mit Spitzenspieler Maik Beermann an Bord, der nun aber das Bezirksoberliga-Team verstärkt und so eine kaum zu schließende Lücke hinterlässt.

Selbst mit viel Wohlwollen traut dem SCT wohl niemand ernsthaft den Klassenerhalt zu. Natürlich wird Twistringen diversen Teams alles abverlangen, den Abstieg allerdings trotzdem nicht verhindern können.

TTC Erichshof: Genau wie Aufsteiger TTC Erichshof, der sich ohnehin seit Jahren wie ein Wanderer zwischen den Welten (Spielklassen) vorkommen muss. Für die 2. Bezirksklasse ist der TTC im Regelfall zu stark, für die 1.Bezirksklasse hingegen zumeist nicht stark genug. Selbst mit Rückkehrer Pascal Drews, der im unteren Paarkreuz richtig abräumen dürfte, weist Erichshof einfach zu viele Baustellen im Team auf. Der Abstieg erscheint unvermeidbar.

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