Diepholz tritt bei Wetschen an

Vater gegen Nachwuchs: Familienduell im Derby

Wetschens Mittelfeldmann Marcel Heyer könnte am Samstag seinen Vater Frank, seines Zeichens Trainer der SG Diepholz, ärgern – wenn er gegen die Kreisstädter einen Heimsieg landet. - Foto: Borchardt
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Wetschens Mittelfeldmann Marcel Heyer könnte am Samstag seinen Vater Frank, seines Zeichens Trainer der SG Diepholz, ärgern – wenn er gegen die Kreisstädter einen Heimsieg landet.

Wetschen - Von Cord Krüger. So richtig weg war Frank Heyer vom TSV Wetschen nie – trotz seines Ausstiegs im Dezember, kurz vor der Winterpause des damaligen Landesligisten. Doch seine Söhne Marcel und Lukas kämpften weiter für den TSV, und „auch der Kontakt zu vielen anderen ist geblieben. Wir wohnen ja nur 100 Meter vom Sportplatz“, erklärt der Trainer der SG Diepholz, der nun mit seinem neuen Club am Samstag um 16.00 Uhr beim in die Bezirksliga abgestiegenen Ex-Team antritt.

Filius Lukas ist zwar studienbedingt nach Frankfurt gezogen, doch Marcel blieb Wetschen treu. Klar, dass dieses Derby und Familienduell, zu Hause ein Thema ist. „Wir kabbeln uns ein bisschen“, verrät der 47-Jährige grinsend. „Aber am Ende ist und bleibt es nur ein Spiel.“

Da muss ihm Thomas Otte als sein Nachfolger und Vorgänger auf der TSV-Bank widersprechen: „So ein Nachbarschaftsduell gegen Diepholz bleibt für uns etwas Besonderers, da muss ich niemanden extra motieren“, verspricht der Wetscher Coach.

Die Kreisstädter haben etwas mehr Rückenwind – nach zuletzt zwei Siegen. Doch auch Wetschen siegte zuletzt in Heiligenfelde. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass beide Seiten einen mäßigen Saisonstart hinlegten. „Aber jetzt kommen nach und nach unsere Leistungsträger zurück – das verleiht uns zusätzliche Stabilität“, sagt Heyer. „So hatte ich Diepholz auch eingeschätzt“, bestätigt Otte: „Wenn sie wieder vollzählig sind, kommen auch die Erfolge zurück.“ Und vorn knipst für die SG munter Christian Bußmann – wie zuletzt beim 2:0-Sieg gegen Mühlenfeld.

Doch genau dort liegt das Problem – denn der Stürmer droht am Samstag auszufallen: „Die Mühlenfelder haben ihn ganz schön in die Mangel genommen“, berichtet Heyer von einer Art „Ganzkörperprellung“, wie sie einst Kult-Trainer Jürgen Klopp bei Dortmunds Sven Bender diagnostizierte: „Der Knöchel hat genauso etwas abbekommen wie die Schulter. Wir müssen abwarten.“

„Mir wäre es lieber, wenn er spielt“

Otte gibt auf derlei Eventualitäten wenig: „Mir wäre es lieber, wenn er spielt. Dann wüsssten wir wenigstens, woran wir sind.“ Zwar muss er weiter auf seinen rotgesperrten Innenverteidiger Phil Schwierking verzichten, „aber das hat die Mannschaft schon beim 5:1 in Heiligenfelde gut gelöst“. Er warnt seine Abwehr nicht nur vor Bußmann, sondern von Finn Niklas Kuhn und Daniel Lembcke: „Das sind brandgefährliche Leute über außen.“ Er hofft, dass „wir jetzt auch zu Hause mal wieder ein gutes Spiel zeigen und unsere Zuschauer belohnen.“ Eines verspricht er jetzt schon: „Wir werden ein schönes, spannendes Dery sehen.“

Es fehlen (Wetschen): Phil Schwierking (Rotsperre), Kim Siebert (Urlaub).

Es fehlen (Diepholz): Arne Wiechering, Daniel Wieczorek (beide Kreuzbandriss), Jakub Dalba, Johann Kschuev (beide im Aufbautraining), Christian Bußmann (angeschlagen/fraglich).

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