Adventskalender

Die Quasts und ihr Pferde-Gen

Hilke Quast (l.), Gustav-Axel Quast (r.) und Philipp, Lina Marie, Friedrich und Felix (v.l.)
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Für den Lokalsport-Adventskalender öffnen Hilke Quast (l.), Gustav-Axel Quast (r.) und Philipp, Lina Marie, Friedrich und Felix (v.l.) die Stalltüren. Mit ihren Pferden und Ponys verbringt die sportliche Familie, die für den RV Heiligenfelde startet, viel Zeit.

Hilke, Gustav-Axel, Friedrich, Philipp, Felix und Lina Marie Quast leben für den Reitsport. Sechsköpfige Familie aus Uenzen ist total Pferde-begeistert.

Bruchhausen-Vilsen – Eine Tür für den „Adventskalender“ im Lokalsport der Kreiszeitung Syke zu finden, war kein Problem. Sie gibt es auf dem Fachwerkhof der Familie Quast in Bruchhausen-Vilsen mehr als genug. Dafür sorgen schon allein die 14 Pferde und Ponys, die auf dem Hof im Ortsteil Uenzen ebenfalls ihr Zuhause haben. Schwieriger war es da schon mit einem Termin...

Reitturnier, Kaderlehrgang, Arbeit, Schule, Training – irgendetwas ist immer bei Hilke und Gustav-Axel Quast und den vier Kindern Friedrich (15), Philipp (13), Felix (13) und Lina Marie (8). Geklappt hat es dann doch, weil die Familie gut organisiert und sehr flexibel ist. Das braucht es auch.

Pferde „seit ich denken kann“

Friedrich Quast gehört dem Bundesnachwuchskader (NK1) Pony-Vielseitigkeit an. Der 15-Jährige startet national und international sowie bei Meisterschaften. Philipp Quast hat gerade bei der Jugend-Challenge in Verden die Sichtung für das Bundesnachwuchschampionat der Pony-Springreiter gewonnen. Der 13-Jährige ist Mitglied in den Fördergruppen Pony und Children des Pferdesportverbandes Hannover. Sein Zwillingsbruder Felix Quast eifert ihm nach. Und auch die achtjährige Lina Marie Quast hat sich vom Ehrgeiz ihrer Brüder anstecken lassen.

Das Pferde-Gen sitzt tief in der Familie, deren sportliche Heimat inzwischen der RV Heiligenfelde ist. „Wir hatten, seit ich denken kann, Pferde“, erzählt Hilke Quast: „Mein Vater war Nienburger Kreismeister im Voltigieren und hat Jagden organisiert.“ Mit fünf Jahren habe sie auf einem Pony angefangen, später Turniere und Jagden geritten und viele junge Pferde ausgebildet bis zur mittelschweren Klasse. „Ich bin ein richtiges Pferdemädchen“, sagt die 51-Jährige schmunzelnd.

Auch bei Gustav-Axel Quast, der im Lipperland in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen ist, gab es immer Pferde. Vater und Großvater waren ebenfalls Jagdreiter in der Lipperland Meute und dem Rheinisch-Westfälischen Schleppjagdverein. Neben Jagden hat der 55-Jährige internationale Vielseitigkeitsprüfungen bis Zwei-Sterne-Niveau geritten. Kennengelernt haben sich Hilke und Gustav-Axel Quast – wen wundert’s? – auf einer Schleppjagd.

Die vielen Turnierschleifen zeugen von sportlichen Erfolgen sowie von verschiedenen Stationen im Leben der Familie Quast. Die Zwillinge Felix (links) und Philipp sind in den USA geboren.

Ihren vier Kindern haben die beiden nicht nur die Begeisterung für Pferde mitgegeben, sondern auch für das Reiten im Gelände über feste Hindernisse. Die vielseitige Ausbildung in Dressur, Springen und Gelände genießt bei Familie Quast einen hohen Stellenwert. Trainiert wird bei Hilmar Meyer, Marvin Drenkhahn und Ina Thalmann. „Wir können die Kinder unterstützen, aber letztendlich müssen sie selbst wollen“, erklärt Hilke Quast. Talent allein reiche nicht. Es brauche Gefühl fürs Pferd, mentale Stärke und Disziplin: „Das Pferd auf seiner Seite zu haben, ist neben den anderen Faktoren das Wichtigste.“ Da müssten eigene Bedürfnisse schon mal zurückstehen.

Bei vier reitenden Kindern muss alles gut geplant sein. Die Termine hat Hilke Quast im Blick. Die ehemalige Chefsekretärin ist das Organisieren gewohnt. „Ich brauche das so“, sagt die 51-Jährige und lacht. Immer aktiv zu sein, liege bei ihr in den Genen – genauso wie bei den Kindern. Jeden Tag nach der Schule sitzen Friedrich, Philipp, Felix und Lina Marie im Sattel mehrerer Pferde oder Ponys. Neben dem Reitsport haben sie feste Aufgaben im Stall. Zusätzlich spielen die Vier auch noch Fußball.

Wiesbaden, USA, Schweiz – und nun der Hof in Uenzen

Oft zu Turnieren unterwegs zu sein, auch über weite Strecken und mehrere Tage, bereitet den Pferdesportlern aus Uenzen kein Kopfzerbrechen. „Das sind wir gewohnt“, sagt Hilke Quast. Berufsbedingt – Gustav-Axel Quast arbeitet in Führungspositionen eines großen Schweizer Konzerns – haben sie schon in Wiesbaden, den USA und der Schweiz gelebt. Natürlich nie ohne Pferde oder Ponys.

Seit 2016 wohnt Familie Quast im Kreis Diepholz. „Wir haben in Norddeutschland ein Objekt gesucht, wo wir mit Kindern und Pferden gut leben können“, erklärt Gustav-Axel Quast. Der Hof in Uenzen habe sich relativ schnell als geeignet herauskristallisiert. „Wir leben hier, wie wir es uns erträumt haben“, ergänzt Hilke Quast.

Wohin der Weg Friedrich, Philipp, Felix und Lina Marie im Pferdesport führen werde, lasse sich nicht vorhersagen. Die Quast-Kinder gehen ganz locker an die Sache heran und meinen: „Wir machen es, weil wir einfach Spaß daran haben. Daraus ergibt sich dann alles andere.“

Von Sonja Rohlfing

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