Falcks Sieg gegen Boll wertlos

Tischtennis: Werder scheidet im Pokal-Achtelfinale gegen Düsseldorf mit 2:3 aus

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Pokal-Aus: Hunor Szöcs gewann für Werder zwar sein Einzel, aber das entscheidende Doppel gegen Düsseldorf ging glatt in drei Sätzen verloren.

Bremen – Bitteres Pokalaus für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: Obwohl die Hanseaten gegen Rekordmeister Borussia Düsseldorf dicht vor einer Sensation standen, mussten sie nach über drei Stunden mit 2:3 passen und schieden im Achtelfinale aus.

Entsprechend geknickt wirkte SVW-Coach Cristian Tamas nach der Berg und Talfahrt: „Wir haben uns leider nicht für die tolle Leistung belohnt. Dabei war die Chance durchaus da.“ In der Tat wäre der Coup möglich gewesen. 

Aber gegen ein Spitzenteam wie das Starensemble aus Düsseldorf muss man einfach jede Chance nutzen. Und genau das taten die Hausherren nicht. Gerade im Auftakteinzel ließ Bremens neue Nummer eins Mattias Falck eine ganz fette Möglichkeit liegen. Mit 2:0-Sätzen und 9:6 im dritten Durchgang lag der Vize-Weltmeister gegen Anton Källberg in Front, um am Ende doch noch mit 2:3 zu scheitern. „Wenn Mattias da den Sack zumacht, schmeißen wir Düsseldorf aus dem Pokal. Das Spiel hätte kommen müssen“, ächzte Tamas.

Doch obwohl die Grün-Weißen kurz darauf den nächsten Nackenschlag hinnehmen mussten, da Kirill Gerassimenko klar an der deutschen Ikone Timo Boll scheiterte, bewies Werder Moral. Trotz eines ganz schwachen Starts biss sich Hunor Szöcs gegen den Ex-Bremer Omar Assar regelrecht ins Match hinein, zwang den Ägypter in fünf Sätzen in die Knie und verhinderte so den frühen Knockout.

Der allerdings nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien, da nun im Spitzeneinzel Boll auf Falck wartete. Eine schier unlösbare Aufgabe für den Schweden, dachte man. Doch Pustekuchen. Mit einer absoluten Tischtennis-Gala fegte Falck den Rekord-Europameister vom Tisch und erzwang zur allgemeinen Verblüffung das Abschlussdoppel.

Urplötzlich lag eine dicke Pokal-Überraschung in der Luft. Schließlich hatte das SVW-Doppel Gerassimenko/Szöcs seine letzten beiden Partien gewonnen. Warum also nicht auch gegen das Düsseldorfer Duo Källberg/Assar? Ganz einfach. Weil das Gäste-Gespann in drei Sätzen so gut wie keinen Fehler produzierte und glatt mit 11:7, 11:6, 11:9 triumphierte. 

„In der Form sind Källberg/Assar nicht zu schlagen“, applaudierte Tamas: „Da war rein gar nichts zu machen.“ Vorher hingegen schon, weshalb Bremens Trainer dem verpassten Coup leicht hinterher trauerte: „Diesmal hatten wir Düsseldorf wirklich am Rande der Niederlage. Schade, die Jungs haben eine bärenstarke Vorstellung abgeliefert und stehen trotzdem mit leeren Händen da.“

Einziger Trost: Ab sofort kann sich der SVW voll auf die Bundesliga konzentrieren und schon am Dienstag mit einem Sieg gegen Bad Königshofen (mit dem Ex-Werderaner Bastian Steger) einen großen Schritt in Richtung Playoffs machen.

drö

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