Falck Man of the Match

TTBL: Werder Bremen stürmt nach 3:1-Erfolg über Bad Königshofen an die Spitze

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Zog sämtliche Register seines Könnens: Bremens Schwede Mattias Falck war beim 3:1-Erfolg der Matchwinner.

Bremen - Von Carsten Drösemeyer. Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen ist mit dem vierten Sieg in Folge an die Tabellenspitze gestürmt: Mit 3:1 triumphierten die Hanseaten am Dienstagabend vor 190 Zuschauern über den zuvor ebenfalls noch ungeschlagenen TSV Bad Königshofen und lösten so das Team des Ex-Werderaners Bastian Steger als Klassenprimus ab. Chapeau!

Auch der sonst eher zurückhaltende SVW-Teammanager Sascha Greber wirkte für seine Verhältnisse regelrecht aus dem Häuschen: „Das war eine echt beeindruckende Leistung. Diese Saison haben wir eine richtig gute Truppe zusammen.“

In der Tat mausert sich der Deutsche Meister des Jahres 2013 immer mehr zu einem ernsthaften Playoff-Anwärter. Insbesondere bei den beiden Neuzugängen Mattias Falck und Kirill Gerassimenko scheint es sich um echte Glücksgriffe zu handeln. So brachte Vize-Weltmeister Falck die Bremer durch einen abgezockten Viersatzerfolg gegen Filip Zeljko in Front und avancierte später endgültig zum „Man of the Match“. Doch der Reihe nach: Zunächst glich Steger an seiner alten Wirkungsstätte, an der er vom Publikum ausgesprochen herzlich begrüßt wurde, durch ein klares 3:0 über Hunor Szöcs zum 1:1 aus.

Okay, damit war auch zu rechnen gewesen – weniger hingegen mit der folgenden Gala von Gerassimenko. Gegen den bärenstarken Japaner Mizuki Oikawa wuchs der junge Kasache förmlich über sich hinaus und eroberte für die Grün-Weißen in drei Sätzen die Führung zurück. „Kirill hat eine absolute Weltklasseleistung geboten“, schwärmte Greber: „Nicht umsonst steht er in der Liga jetzt 4:0. Kirill ist in blendender Verfassung.“

Und nicht nur Bremens Nummer drei drehte am ganz großen Rad – Falck setzte anschließend sogar noch einen drauf. Im ersten Durchgang lag der Schwede gegen Steger schon mit 1:7 und 5:9 zurück, um doch mit 12:10 die Oberhand zu behalten. Den zweiten Satz entschied Falck gar deutlich mit 11:6 für sich und schien klar auf der Siegerstraße zu liegen. Aber das Kämpferherz von Steger sollte nach fünf erfolgreichen Jahren im Werder-Dress noch bestens bekannt sein. Der deutsche Nationalspieler schüttelte sich kurz und erfightete dann im dritten Durchgang beim Stand von 10:3 sieben Satzbälle.

Die Schwedens Nummer eins jedoch unfassbar nervenstark alle abwehrte. Den letzten sogar mit Hilfe von Steger, der bei einem angeblichen Kantenball den Schiedsrichter zu seinen Ungunsten überstimmte. Völlig verdient honorierten die Zuschauer diese faire Gäste mit donnerndem Applaus, der wenig später zu einem Orkan anschwoll. Denn: Auch die nächsten beiden Punkte schnappte sich Falck und meißelte so den Bremer 3:1-Gesamtsieg in Stein.

Sehr zur Freude von Greber, der seinen Matchwinner überschwänglich lobte: „Mattias ist jetzt endgültig bei uns angekommen. Was für ein cooler Typ. Er spielt beim 3:10 genau wie beim 0:0. Wahnsinn.“

Riesenfreude also bei den Norddeutschen – Katzenjammer dagegen bei Steger, der seine erste Saisonniederlage kaum glauben konnte: „Ich fasse es nicht. Eine 10:3-Führung habe ich noch nie verspielt. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.“

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