Derby unter Freunden

Kommentar: Faire 17 statt falsche Neun

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Cord Krüger

Kreis-Diepholz - Von Cord Krüger. Was waren das noch für Derbys: Marhorst gegen Mörsen, Mörsen gegen Twistringen – das Ganze gar auf Bezirksebene mit Schwarzweiß-Fotos in der Zeitung tags darauf.

Mit Kumpels oder Cousins, die plötzlich Kontrahenten waren und 90 Minuten lang versuchten, sich gegenseitig das Licht auszuknipsen. Mit Rentnern, die den Linienrichter (so hieß der Schiri-Assistent damals) mit – immerhin nur leeren – Bierflaschen bewarfen, um ihn dezent aufs Abseits hinzuweisen. Heute, 20 Jahre später, hat der demografische Wandel die Brisanz aus dem Amateurfußball genommen, weil Nachbarvereine wegen des Nachwuchsmangels enger zusammenrücken. Jüngstes Beispiel: TSG Seckenhausen-Fahrenhorst gegen TV Stuhr, Gemeindeduell in der Bezirksliga. Im Jugendbereich bilden beide eine Spielgemeinschaft. Statt Gift und Galle also Grüßen und Gönnen. Gleich zu Beginn in Person von Fynn Rusche: Nach fünf Minuten entschied Schiri Frank Waldhecker auf Ecke für den Stuhrer, fragte aber lieber noch mal nach: „17er, warst du dran?“ Antwort vom Mann mit der Rückennummer 17: „Ja.“ Also: Abstoß und Applaus.

Nächstes Geschenk: ein Seckenhauser Eigentor zur TVS-Führung. Dass der Platzsprecher dies per Mikrofon noch exakt durchsagte – im Gegensatz zu vergleichbaren Fällen auf anderen Sportplätzen – störte einen Zuschauer dann aber doch: „Bei dieser Ansage hätte man noch was optimieren können.“

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