Vierter Duathlon-Sieg für den Weyher

Fahrenholz wieder nicht zu schlagen

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Los geht’s: Die Klasse Jugend A und die Junioren starten in ihren Duathlon.

Weyhe - Von Felix Schlickmann. Starke Konkurrenz hatte Philipp Fahrenholz im Vorfeld des 9. Weyher Duathlon erwartet – und die bekam er auch. Zumindest zu Beginn setzten Andreas Winterholler (ESV Eintracht Hameln) und Matthias Heinken (TV Norden) den für Hannover 96 startenden Weyher gehörig unter Druck, trieben ihn im Kurzduathlon zur Höchstleistung an. Die Führung schnappte er sich erst auf dem Rad und gab sie trotz eines Krampfes im zweiten Lauf nicht mehr her. In 1:55:03 Stunden gewann er die Kurzdistanz letztlich mit 23 Sekunden Vorsprung auf Heinken.

Dabei setzte das Wetter den Teilnehmern gehörig zu. Im letzten Jahr noch von Sommerwetter verwöhnt, stellte vor allem starker Wind auf der 42 Kilometer langen Radstrecke ein Problem dar. „Wir hatten gefühlt 40 Kilometer Seitenwind“, klagte Fahrenholz: „Das war alles andere als optimal.“ Außerdem setzten immer wieder Schauer ein, die für eine nasse Strecke sorgten. „Schade, dass wir nicht das Wetter aus den letzten Wochen hatten“, meinte Fahrenholz. Dennoch freute sich das Organisationsteam um Thomas Schmelzer über insgesamt 556 Teilnehmer.

Und gerade einer davon machte Fahrenholz auf den ersten zehn Kilometer Laufen so richtig die Hölle heiß: Winterholler hatte beim Wechsel auf das Rad knapp eineinhalb Minuten Vorsprung auf den Vorjahressieger. Trotz der widrigen Bedingungen und der aufgrund einer Baustelle in diesem Jahr leicht umstrukturierten Strecke konnte sich Fahrenholz dann aber auf seine große Stärke verlassen und nahm Winterholler über vier Minuten ab. Auf den abschließenden fünf Kilometern folgte dann der Schock: Ein Krampf. „Ich wusste, dass ich eineinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweiten (nun Heinken, d. Red.) hatte und musste anhalten. Aber selbst der größte Vorsprung ist schnell aufgebraucht, wenn man steht, also bin ich vorsichtig weiter – und habe es zum Glück geschafft“, erklärte der Sieger erleichtert. Es war sein vierter Sieg in Weyhe seit 2012, der dritte in Folge. „Das freut mich riesig“, strahlte der Triathlet. Winterholler legte auch im zweiten Lauf die beste Zeit hin und Dritter.

Titel-Hattrick perfekt: Philipp Fahrenholz (li.) gewann bereits seinen dritten Weyher Duathlon in Folge.

Bei der Siegerehrung der Landesmeister standen dann auch die Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr zweimal auf dem Treppchen. Jan Neubauer wurde Niedersachsenmeister in der Altersklasse M 40, Mario Lawendel wurde Zweiter in der M 35. Einen Stuhrer Gesamtsieg gab es im Staffel-Duathlon: Läuferin Sabrina Timmes und Radfahrer Frank Peters gewannen über die insgesamt 28,5 Kilometer in 1:01:49 Stunden.

Auf der Sprintdistanz triumphierte Christian Siedlitzki (LAV Verden) vor Philipp Blohm (FC St. Pauli). Bei den Frauen feierten Athletinnen des TSG 07 Burg Gretesch einen Doppelsieg: Wiebke Krone gewann vor Kimberly Miller. Auch deutsche Meisterschaften wurden ausgetragen. In der Juniorenklasse (18- und 19-Jährige) sowie den beiden Jugendklassen A (16- und 17-Jährige) und B (14- und 15-Jährige) ermittelten die Teilnehmer ihre jeweiligen Sieger. Organisationschef Schmelzer freute sich darüber besonders: „Für unsere Region ist eine nationale Meisterschaft etwas Besonderes und die Aufwertung unseres Duathlons.“

Fuhr eine starke Zeit auf dem Rad: Lukas Krause.

Aber auch darüber hinaus war Schmelzer war zufrieden mit der Veranstaltung: „Es gibt immer ein paar Schwierigkeiten, wie zum Beispiel die Witterung. Aber auch kurzfristige Probleme, wie ein Defekt am Fahrradständer heute morgen. Durch die Erfahrung, die wir als Team haben, konnten wir solche Sachen aber gut lösen.“ Und das auch noch so schnell, „dass wir immer voll im Zeitplan lagen“. Dafür dankte Schmelzer auch den insgesamt 150 Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf des 9. Weyher Duathlon gesorgt hatten.

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