Handball-Kreispokal-Endspiel steigt in Hoya / HSG Mittelweser hochmotiviert

Eystrup greift nach Double

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Die Handballer des TSV Eystrup blieben in 20 Partien der Regionsliga ungeschlagen und sicherten sich souverän die Meisterschaft. Über die Rückkehr in die Kreisoberliga freuen sich (stehend von links): Trainer Michael Ender, Kapitän Henning Kurowski, Moritz Senning, Wolfgang Kurowski, Christian Kahl, Knut Petersen, Frank Precht sowie vorn von links: Volker Andresen, Carsten Albers, Lars Kaup, Andreas Brodt und Jan-Niklas Bösche. Es fehlen Felix Schneermann und Christian Hanuscheck.

Hoya - Es dürfte voll werden in der Sporthalle in Hoya, wenn sich am Sonnabend um 18 Uhr im Handball-Kreispokal-Finale der Männer die HSG Mittelweser und der TSV Eystrup gegenüberstehen. Ende April sahen 472 Zuschauer das brisante Nachbarschaftsduell, das Regionsliga-Meister TSV Eystrup mit 30:29 gewann.

Die Eystruper, die sich ungeschlagen mit 39:1 Punkten und einem Torverhältnis von 698:512 den Titel in der Regionsliga (Region Mitte Niedersachsen) vor der HSG Mittelweser (32:8 – 633:495) gesichert hatten, wollen im Endspiel ihre guten Leistungen bestätigen. „Wir wollen das Double schaffen“, unterstreicht Eystrups Trainer Michael Ender. Er freut sich über die Rückkehr in die Kreisoberliga: „Wir nehmen das Aufstiegsrecht wahr. Wer ungeschlagen Meister wird, der muss auch aufsteigen.“ Der 38-Jährige weiß aus der Vergangenheit allerdings, dass es eine Klasse höher für seine Truppe schwerer wird. Aber er vertraut seiner eingespielten Mannschaft mit den Leistungsträgern Henning und Wolfgang Kurowski sowie Regisseur Volker Andresen und dem starken Rechtsaußen Andreas Brodt. Rückraumshooter Henning Kurowski erzielte in 20 Begegnungen satte 192 Tore.

Beide Mannschaften kennen sich aus dem Effeff, daher dürfte es taktische Überraschungen kaum geben. Michael Ender traut seiner Mannschaft die Cupverteidigung zu: „Wir haben viel Selbstvertrauen, sind eingespielt und auch konditionell gut drauf.“

Die HSG Mittelweser verlor beide Punktspiele knapp (35:36 auswärts, 29:30 daheim), will es im dritten Vergleich besser machen. „Wir sind hochmotiviert, haben zweimal Lehrgeld gezahlt. Einen Titel möchten wir schon mitnehmen“, sagt Mittelwesers Markus Wallat, der zusammen mit Carsten Müller ein Trainer-Team bildet. Er baut vor allem auf Mittelmann Daniel Marcik und Linkshänder René Bauer, der gern die Eins-gegen-Eins-Situation sucht. Und beim Gegenstoß spielen die Flügelangreifer Martin Wohlers (Rechtsaußen) und Björn Stolterfoth ihre Schnelligkeit aus. Aufpassen will der Vizemeister besonders auf den quirligen Volker Andresen. Wallat sieht sein Team zunächst einmal in der Abwehr gefordert: „Wir müssen den Spielaufbau der Eystruper unterbinden.“

Personell hat der Meister bis auf Rückraumakteur Christian Hanuscheck (duales Studium in Karlsruhe) alle Mann an Bord. Bleibt abzuwarten, wie die Eystruper mit dem Ball klargekommen. Sie sind es gewohnt, ohne „Backe“ (Haftmittel) zu spielen. In der Sporthalle in Hoya ist allerdings Harz erlaubt – sicherlich ein kleiner Vorteil für die HSG Mittelweser. · mbo

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