Keeper-Klischee

Extravaganz zwischen den Pfosten

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Kreiszeitung Syke

Kreis-Diepholz - Von Daniel WiechertEs gibt unumstößliche Weisheiten, die allen Mini-Kickern bereits mit der Fußball-Muttermilch verabreicht werden. „Torhüter und Linksaußen haben einen an der Klatsche“, besagt ein Klassiker.

Klingt profan und pauschal. Aber manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass zumindest am Keeper-Klischee etwas dran sein muss. Neulich traute ich meinen Augen kaum. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt thront dieser Unerschrockene als einziger der 22 Akteure mit kurzen Ärmeln zwischen den Pfosten. „Ganz schön übertrieben, oder!?“, meint ein graumelierte Herr neben mir. Dem nicht genug: Knallrot leuchten Trikot und Hose, akzentuiert mit schneeweißen Schuhen auf matschigem Untergrund. Das Kanarienvogel-Outfit wird mit neonfarbenen Handschuhen abgerundet. Na gut, Torhüter sind es gewohnt, Einzelgänger zu sein. Jeder Fehler treibt sie ins Abseits, sie trainieren oft außerhalb der Gemeinschaft. Da liegt es wohl nahe, sich auch äußerlich abzugrenzen. Doch genug der Küchenpsychologie. Der besagte bunte Gockel bläst nach jeder Parade seine Backen auf und hält den Sieg fest. Ob‘s nun trotz oder wegen der Extravaganz geklappt hat, ist einerlei. Wie sagte Österreichs Fußball-Held Hans Krankl: „Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär.“

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