Ex-Nationalspieler und -Europacupsieger Florian Pößl verstärkt Bundesligist Diepholz

Jensen angelt sich Squash-Prominenz

+
Seine 46 Jahre sieht man ihm nicht an: Florian Pößl (links) verstärkt ab der neuen Saison den Squash-Bundesligisten 1. SC Diepholz.

Kreis-Diepholz - Von Cord Krüger. DiepholzKreis-Diepholz - Von Cord Krüger. Das ging ja schnell! Nur gut eine Woche, nachdem der 1. SC Diepholz den Weggang seines Leistungsträgers Norman Junge vermelden musste, hat der Squash-Bundesligist bereits adäquaten Ersatz gefunden. Florian Pößl unterschrieb jetzt für die kommende Spielzeit bei den Kreisstädtern.

Der deutsche Meister im Einzel von 1998 ist zwar schon 46 Jahre alt, genießt in der europäischen Squash-Szene aber noch immer einen exzellenten Ruf. Mit dem OSC Ingolstadt gewann Pößl drei Mal die Deutsche Meisterschaft und zweimal den Europapokal der Landesmeister. Mit der deutschen Nationalmannschaft, in deren Kader er jahrelang stand, feierte er die Vize-Europameisterschaft. In der Bundesliga spielte er zuletzt für Hanse Squash Hamburg. „Florian hatte in seiner Karriere nie große Verletzungen zu beklagen“, freut sich der Diepholzer Teamchef Dennis Jensen über den robusten Routinier: „Darüber hinaus bringt er menschlich sowie sportlich alles mit, um den 1. SC Diepholz zu verstärken. Er ist immer noch topfit.“

Jensen selbst hingegen musste nach dem Auftakttraining am Mittwochabend im Diepholzer „Sauna- und Sportparadies“ ordentlich durchpusten: „Das hat schon geschlaucht. Dabei ist es zurzeit gar nicht so warm“, räumte der 39-Jährige ein. Doch er freut sich auf die neue Liga. Auch wegen Pößl.

Der Neuzugang arbeitet und lebt als Squashtrainer in der Nähe von Zürich. „Wir müssen enormen Aufwand betreiben, um als kleines Diepholz in der Bundesliga vertreten zu sein“, verdeutlicht Jensen auch anhand dieses Beispiels. Der Wahlschweizer wird nicht stetig zum Einsatz kommen, „aber wir haben es organisatorisch so aufgebaut, dass er uns zu den wichtigen Spielen zur Verfügung steht“, schildert Jensen. So wird Pößl mit dem Eurocity direkt aus Zürich nach Diepholz reisen oder mit dem Flugzeug nach Düsseldorf oder Hamburg fliegen – je nachdem, was der Spielplan für die Diepholzer bereit hält.

Der 1. SCD muss neben den sportlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen eben auch ein hohes Maß an Planung betreiben, um in der Eliteklasse Deutschlands eine Rolle zu spielen. Umso mehr freut sich Jensen über den Deal, sagt aber auch: „Wir werden nächste Saison eher verstärkt auf Routine setzen, selbst wenn wir mit dem 19-jährigen Spanier Iker Pajares Bernabeu ein Riesentalent in unseren Reihen haben.“

Doch die Diepholzer planen ebenso für die Zukunft. So besteht mit dem SC Hasbergen aus dem Landkreis Osnabrück eine Kooperation, die eine Ausbildung der Jugendlichen auf höchstem Niveau zum Inhalt hat. Hiervon verspricht sich Jensen schon in den nächsten Jahren die eine oder andere Verstärkung fürs Bundesligateam.

Unterdessen treiben die Diepholzer ihre Personalplanungen weiter voran. „Wir wollen und werden noch etwas machen, um gut aufgestellt in die neue Saison zu gehen“, verrät Jensen.

Das könnte Sie auch interessieren

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Erntefest im Kindergarten Scholen

Erntefest im Kindergarten Scholen

Meistgelesene Artikel

Ziele verfehlt: Brinkmann muss in Brinkum gehen

Ziele verfehlt: Brinkmann muss in Brinkum gehen

Oliver Sebrantke und Jan Neubauer finishen beim Ironman auf Hawaii

Oliver Sebrantke und Jan Neubauer finishen beim Ironman auf Hawaii

Einstand von Brinkums Coach Dennis Offermann endet mit 2:2 gegen Oberneuland

Einstand von Brinkums Coach Dennis Offermann endet mit 2:2 gegen Oberneuland

Luftpistolen-Schützen SV Bassum: Samojlenko verpasst den großen Coup

Luftpistolen-Schützen SV Bassum: Samojlenko verpasst den großen Coup

Kommentare