Ex-Barrierin Landesmeisterin im Stabhochsprung

Schwenke geht Risiko und gewinnt

Freuten sich über den Hallenlandesmeistertitel im Stabhochsprung: Kim-Michelle Schwenke (r.) und Trainer Leszek Kass.
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Freuten sich über den Hallenlandesmeistertitel im Stabhochsprung: Kim-Michelle Schwenke (r.) und Trainer Leszek Kass.

Barrien - Wer die Leichtathletik im Kreis Diepholz in den vergangenen Jahren verfolgt hat, kennt ganz sicher Kim-Michelle Schwenke. Oft genug war die junge Barrierin die kleinste und jüngste Läuferin im Starterfeld gewesen und dann doch am Ende regelmäßig die schnellste. Aus dem Lauftalent ist eine der national besten Nachwuchsathletinnen im Stabhochsprung geworden. Der Sieg bei den Hallenlandesmeisterschaften im Wettbewerb der U 20 mit Bestleistung von 3,56 Metern könnte der Anfang von einem außerordentlichen Wettkampfjahr werden.

Ganz schön mutig. So dachten viele, die Kim-Michelle Schwenke seinerzeit noch im Trikot des TSV Barrien beziehungsweise der LG Delmenhorst/Diepholz bei ihren Mittelstreckenrennen beobachteten. Regelmäßig drückte die zierliche Läuferin vom Start weg aufs Tempo und sammelte so Start-Ziel-Siege in Serie. Als Neunjährige lief sie über 800 Meter in 2:50 Minuten Kreisrekord. Ihr Talent war offenkundig.

Die Laufkarriere von Kim-Michelle Schwenke ist Vergangenheit. Die mittlerweile 15-Jährige wechselte zunächst zum Bremer LT und damit einhergehend in die Sportkaderklasse der Oberschule in Bremen Horn-Lehe. Seit letztem Jahr startet Schwenke für den SV Werder Bremen, im Herbst erfolgte unter Erfolgstrainer Leszek Kass die Spezialisierung auf Stabhochsprung, nachdem der zwölfte Platz bei der U16-DM in Köln (3,05 m) im Vorjahr schon vielversprechend war.

Ganz schön mutig war auch das, was Kim-Michelle Schwenke in Hannover zeigte. Nachdem sie die Anfangshöhe von 3,15 Metern zweimal gerissen hatte, machte sie mit einem anderen Stab bei 3,25 Metern weiter. So gelassen und souverän, wie das nach außen wirkte, war es dann aber doch nicht. „Ich war da schon ganz schön aufgeregt!“, gestand Schwenke anschließend. Ab 3,35 Metern war sie allein im Wettkampf, die Höhe von 3,56 Metern, in Folge die vierte Besthöhe im vierten Wettkampf, meisterte sie im zweiten Versuch. Nach zwei Fehlversuchen über 3,61 Meter ließ Schwenke eben noch mal die Quali von 3,65 Metern für die Hallen-Jugend-DM auflegen und erkannte: Auch diese Höhe ist machbar. Vielleicht schon am nächsten Wochenende, wenn es im Sportleistungszentrum in Hannover für sie zum zweiten Mal um Landesmeisterehren geht, diesmal in der Altersklasse U 18 und gemeinsam mit ihrer favorisierten Vereinskameradin Stina Seidler.

el

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