Startnummer 16: Evke Hollwedel

Evke Hollwedel

Volle Konzentzration ist auf unebenen, engen und steilen Kursen durchs Gelände gefragt. Radcrosserin Evke Hollwedel bringt eine beeindruckend gute Technik für ihr Mountainbike mit.

Wie viele Siege und Treppchenplätze das Nachwuchs-Ass des RSV Bruchhausen-Vilsen schon eingefahren hat, „weiß ich nicht. Es ist auch nicht so wichtig.“ Ihr Zimmer jedenfalls ist vollgepackt mit Pokalen und Medaillen, in der Serie 2015/16 kamen noch Trophäen für sechs erste Plätze, einmal Silber und einmal Bronze im Weser-Ems-Cup dazu. Das bedeutete den Gesamtsieg dieses Cyclocross-Wettbewerbs in ihrer Altersklasse – bei den Mädchen und Jungen zusammen wohlgemerkt. Mehr bedeutet Evke Hollwedel aber ihr zweiter Platz im Gesamt-Klassement des NRW-Cups im Mountainbike. „Da hat man mehr Konkurrenz, das ist schon spannender.“ Auch in der „Challenge 4 MTB“ hätte es für sie kaum besser laufen können. Fünf Siege in sechs Wertungsläufen sprechen für sich. „Das Jahr ist gut gelaufen“, meint das Mädchen mit der starken Technik im Sattel ihres Karbon-Rads: „Bestimmt lag es auch daran, dass ich mit Papa, Mama und meiner Schwester im Sommer in Schweden gut trainieren konnte.“

Ihre Eltern, Jochen und Melanie Hollwedel, haben sich in der Mountainbike-Szene schon vor fast 20 Jahren einen Namen gemacht. Da schien es fast logisch, welche Sportart Evke und ihre kleine Schwester Siri da wählen mussten. „Das stimmt aber so nicht“, relativiert Melanie Hollwedel: „Evke spielt ja noch Fußball.“

Und das ebenfalls gut, sonst hätte sie es nicht in die Mädchen-Kreisauswahl geschafft. Aktuell steht sie bei der U15 des SV Heiligenfelde im Tor – unter lauter Jungen. Evke Hollwedel kennt das ja von ihren Cross-Rennen. „Kein Problem. Einige Jungs sind im Fußball besser, andere aber auch nicht.“

Allerdings kann es bei zwei solchen Hobbies auch mal zu zeitlichen Engpässen kommen. Doch die Heiligenfelderin achtet genau darauf, dass sie keine Sportart vernachlässigt. „Wenn ich schon mal zwei Spiele nicht dabei sein konnte, weil wir auf einem Radrennen waren, sage ich den nächsten Wettbewerb ab. So viele Torhüter haben wir ja auch nicht…“

Ihr Vater und Trainer Jochen akzeptiert das, obwohl er die Tochter lieber auf dem Rad sähe. „Ich bin froh, dass er mich trainiert“, gesteht die Gymnasiastin: „Er ist immer für uns da und kümmert sich auch um die Technik am Rad.“ Mehrfach pro Woche ist der Papa mit den Töchtern unterwegs. „Am liebsten fahre ich im Wald“, schildert Evke Hollwedel, „denn da muss man ganz schön aufpassen und reaktionsschnell sein – sonst landet man vor dem Baum!“ Ob feuchter oder trockener Untergrund, ist ihr eigentlich egal. „Im Matsch kann es schon Spaß machen, nur gleich nach dem Rennen ist das nicht so toll, weil man schneller auskühlt.“ Auf trockenem Boden sieht sie hingegen bei sich noch Luft nach oben: „Vor allem im tiefen Sand könnte ich noch besser werden“, räumt die mit 1,60 Metern recht zierliche Fahrerin ein.

Weil sie aber weiter hart an sich arbeitet, blickt sie den kommenden Monaten entspannt entgegen: „Ich hoffe, dass es weiter so läuft. Ein Jahr kann ich ja in dieser Klasse noch fahren.“ Darüber hinaus freut sie sich, dass sie im RSV Bruchhausen-Vilsen nun nicht mehr das Nesthäkchen ist: „Jetzt fährt ja auch Siri“, erinnert die Schülerin an ihre neunjährige Schwester. Mit ihr reisen natürlich auch Vater Jochen und Mutter Melanie mit zu den verschiedenen Strecken im Nordwesten. Meistens ist dann Evkes Idol ebenfalls am Start – wenn auch ein paar Altersklassen höher: „Die Manja Pleuß ist echt cool“, sagt die 13-Jährige über ihre schon international erfolgreiche Vereinskollegin.

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