26-jähriger Hiltruper gewinnt den 17. Barnstorfer „Barku-Cup“

600 Euro und eine schlechte Nachricht für Bückmann

Carlo Bückmann (mit Pokal) setzte sich im Finale gegen Tillmann Erdbories (rechts daneben) durch. Mit auf dem Bild sind noch (v.l.): Turnierleiter Marco Schlicker und die beiden Barku-Geschäftsführer Egon Schumacher und Fredo Harms. - Foto: Töbelmann

Barnstorf - Von Gerd Töbelmann. Punktlandung: Nur wenige Minuten vor dem großen Guss verwandelte Carlo Bückmann gestern nach 1:22 Stunden seinen ersten Matchball zum 6:4, 6:2-Sieg gegen Tillmann Erdbories (Oldenburger TeV) und holte sich vor knapp 100 Zuschauern den Sieg beim 17. Barnstorfer Tennis-Turnier um den „Barku-Cup“. Neben der Siegprämie in Höhe von 600 Euro gab’s für den Spieler des Westfalen-Ligisten 1. TC Hiltrup aber noch eine schlechte Nachricht. „Ich hab’ gerade gesehen, dass meine Münsteraner in der 3. Liga das Fußball-Derby gegen Osnabrück mit 0:1 verloren haben“, schmunzelte Bückmann.

Recht zufrieden zeigte sich Turnierleiter Marco Schlicker mit der Veranstaltung: „Der Regen hat uns größtenteils in Ruhe gelassen. Sportlich stand das Turnier auf gutem Niveau. Wenn man mich lässt, würde ich gern als Organisator die 20 in Barnstorf vollmachen.“

Eine kleine Überraschung gab es im ersten Halbfinale, denn Vierfachsieger und Titelverteidiger Michael Pille scheiterte mit 0:6, 7:5 und 6:10 am späteren Sieger. Hinterher übte Pille scharfe Selbstkritik: „Ich bin doch schon lange dabei und hätte ein neues Schläger-Modell nicht bei diesem Turnier das erste Mal spielen dürfen.“ Bückmann meinte zum Sieg: „Ich habe nach fünf Niederlagen das erste Mal überhaupt gegen Michael gewonnen.“

Im Finale setzte sich die größere Konstanz des Hiltrupers mit dem messerscharfen Rückhand-Slice und der aus dem Unterarm gepeitschten Vorhand durch. Mit jeweils einem Break zum Satzanfang spielte er das Match von oben runter. „Diese beiden Breaks haben mir sehr geholfen, obwohl ich vor der für mich ungewohnt großen Zuschauerkulisse sehr nervös war“, bilanzierte Bückmann. Und Erdbories, der nur ab und an mit seiner wuchtigen, beidhändigen Rückhand glänzen konnte, erklärte: „Mit dem Slice meines Gegners bin ich nicht gut klar gekommen und habe zudem zu viele Doppelfehler gemacht.“

Nicht viel zu holen gab es für den Barrier Florian Dill, der ebenso wie die beiden Ex-Barnstorfer Schlicker und Christoph Bullermann in Runde eins ausschied.

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