Neuzugang Yeboah lauert

Demirkapi, Dalkiran und Uschpol sind Brinkums Felsen in der Brandung

Esin Demirkapi (von links), Hasan Dalkiran und Eugen Uschpol
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Drei Innenverteidiger, drei Linksfüße: Die Brinkumer Esin Demirkapi (von links), Hasan Dalkiran und Eugen Uschpol. „Das ist ein lustiger Zufall“, findet Trainer Mike Gabel.

Die Innenverteidigung des Brinkumer SV gehört zum Besten, was die Bremen-Liga zu bieten hat. Esin Demirkapi, Hasan Dalkiran und Eugen Uschpol sind die Stammspieler der vergangenen Saison, aber auch Neuzugang Michael Yeboah darf sich Hoffnungen auf Einsätze machen.

Brinkum – Auf eines ist beim Brinkumer SV so gut wie immer Verlass: Die Abwehrzentrale steht. Felsenfest. „Wir haben mit die besten Innenverteidiger der Liga“, lobt Trainer Mike Gabel seine Spieler – die diese Aussage kommentieren.

„Wir sind ziemlich gut aufgestellt, auch im Vergleich zu den Konkurrenten. Jeder von uns hat ein recht gesundes Selbstbewusstsein, wir wissen, dass wir gut sind. Aber genau so hat jeder auch seine Schwächen, die dann von anderen ausgeglichen werden“, erzählt Esin Demirkapi.

„Na klar gibt es auch den einen oder anderen Spieler von anderen Mannschaften, der gut ist. Aber wir als Team, denn Fußball ist ja ein Mannschaftssport, sind schon richtig gut. Ich würde es unterschreiben, dass wir die beste Innenverteidigung haben“, bewertet Hasan Dalkiran.

„Ich finde schon, dass wir richtig gut sind, auch spielerisch. Bei uns kann jeder einen ruhigen Pass spielen, keiner hat Angst, den Ball zu verlieren. Wir sind mutig“, findet Eugen Uschpol.

Und damit machen sich auch die Unterschiede zwischen den drei Stammspielern der vergangenen Saison bemerkbar. Demirkapi, der Pragmatiker, „einfach der Boss, das kann man nicht anders sagen“, betont Gabel anerkennend. Dalkiran, der Heißsporn, der „für die Mannschaft ungemein wichtig“ ist, seine „Siegermentalität auslebt“, erklärt der Coach. Und Uschpol, der Draufgänger, „er ist immer mutig und will auch das Offensivspiel ankurbeln“, lobt Gabel. „Sie sind alle verschieden, und das ist eine gute Geschichte“, sagt der 39-Jährige: „So können wir immer einen Mix aus zwei unterschiedlichen Sachen machen.“

Alle haben Ansprüche – doch die Mannschaft steht über allem

In der – bis zum Abbruch – höchst erfolgreichen Saison setzte der Trainer von Beginn an immer auf Uschpol. „Er ist sehr schnell und körperlich stark, ein kerniger Typ“, zählt Gabel die Vorzüge des 23-Jährigen auf – der auch in der neuen Spielzeit wieder häufig auf dem Platz stehen möchte. „Ich will jede Sekunde spielen“, betont Uschpol: „Aber ich finde, jeder von uns hat es verdient, jedem sei es gegönnt, zu spielen.“

An seiner Seite wechselten sich zuletzt Demirkapi (Gabel: „Esin hat viel Erfahrung, kann ein Spiel lesen und ist immer für die Mannschaft da“) und Dalkiran („Haso ist ein ganz, ganz starker Zweikämpfer und extrem kopfballstark“) ab. Ersterer hatte unter anderem mit kleineren Verletzungen zu kämpfen, Letzterer war gleich zu Saisonbeginn 2020 gesperrt. Die beiden Routiniers preschen mit ihren Ansprüchen nicht so sehr hervor. „Die Saison wird hoffentlich lang sein, es gibt viele englische Wochen. Von daher wird jeder gebraucht werden“, glaubt Demirkapi (28): „Wer Leistung bringt, wer der Mannschaft am besten hilft, der wird auch spielen.“ Dalkiran (26) stößt ins gleich Horn. „Am wichtigsten ist der Erfolg des Teams“, unterstreicht er: „Jeder muss 100 Prozent geben, und das mache ich auch, wenn ich nicht spiele.“

Dalkiran glaubt an Yeboah: „Er kann noch besser werden“

Der Wert des gestandenen Trios ist ohnehin nicht auf die Leistungen auf dem Platz zu begrenzen. Denn es geht auch darum, jungen Spielern zu helfen, beispielsweise Michael Yeboah. „Er bringt mit seinen 19 Jahren viel mit“, lobt Dalkiran: „Ich denke, er könnte ähnlich gut werden, wenn nicht sogar besser.“

Auch Gabel schwärmt vom Neuzugang. „Michael hat bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, betont er – und erklärt den Konkurrenzkampf damit für eröffnet. Es sei „gar nicht so unwahrscheinlich“, dass in der neuen Saison mal nur der Pragmatiker, der Heißsporn oder der Draufgänger in der Startformation stehen wird. Denn jetzt klopft auch noch der Youngster an.

Die Linksfuß-Kuriosität

Neben seiner Klasse hat das Brinkumer Trio Demirkapi/Dalkiran/Uschpol noch etwas gemeinsam – und sorgt damit für eine kleine Kuriosität. Denn alle drei Innenverteidiger sind Linksfüße. „Das ist ein lustiger Zufall“, meint Mike Gabel schmunzelnd. Mehr aber auch nicht, betont der BSV-Trainer: „Viele haben das ,Problem‘, mit zwei Rechtsfüßen innen spielen zu müssen, wir haben es andersherum. Für mich ist das aber total überbewertet.“ Bei seiner Aufstellung berücksichtigt Gabel diese Tatsache „überhaupt nicht, das hat keine Bedeutung. Es geht darum, ob ein Spieler das spielen kann, was ich vorgebe oder nicht.“ Uschpol, der immer den linken Part spielt, wenn er auf dem Platz steht, sieht es ähnlich pragmatisch: „Dann wird mir halt der Aufbau überlassen, oder Esin dribbelt in die Mitte.“ Demirkapi „muss“ als einziger immer auf der rechten Seite spielen, hat sich aber inzwischen damit abgefunden: „Es war am Anfang eine kleine Umgewöhnung, aber wir haben uns da gut eingespielt. Darum spiele ich mittlerweile sogar lieber rechts.“ Läuft er an der Seite von Demirkapi auf, spielt Dalkiran links, als Uschpol-Partner übernimmt er den rechten Part. Doch der Routinier betont: „Das ist mir völlig egal – Hauptsache, die Null steht.“

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