Erst 3:0 im Pokal, aber dann ein knappes 2:3 in der Bundesliga gegen Grenzau

Dem Werder-Pflichtsieg folgt die Ernüchterung

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Werders Neuzugang Hunor Szöcs kam im Pokal zum Einsatz und gewann beim 3:0 in Weinheim auch sein Einzel.

Bremen - Durchwachsenes Wochenende für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen: Während sich die Hanseaten durch einen sicheres 3:0 beim Zweitligisten TTC Weinheim für das Pokalviertelfinale – das sogenannte Final 8 in Stuttgart – qualifizierten, unterlag Bremen in der Bundesliga nach hartem Kampf hauchdünn mit 2:3 in Grenzau. Für Werder bereits die zweite Saisonniederlage in Folge.

TTC Weinheim - SV Werder Bremen 0:3: „Damit haben wir ein großes Ziel erreicht. Nachdem wir letztes Jahr das Final 8 verpasst haben, wollten wir auf keinen Fall wieder vorzeitig scheitern“, atmete Bremens Coach nach dem lockeren 3:0-Erfolg tief durch. Wirklich in Gefahr geriet der Sieg auch zu keiner Zeit. Souverän brachte Spitzenspieler Bastian Steger die Gäste in Front, ehe es zum einzigen umkämpften Match des Tages kam. Trotz einer 2:0-Satzführung musste Bremens Nummer zwei Adrian Crisan am Ende noch mächtig bibbern, ehe er Jörg Schlichter mit 12:10 im Entscheidungssatz niedergerungen hatte. Spätestens jetzt war die Messe gelesen. Zumal Hunor Szöcs bei seinem Debüt im Werder-Dress ebenfalls nichts anbrennen ließ und gegen Björn Baum in vier Sätzen den Schlusspunkt zum 3:0 setzte. „Eine runde Sache. Jetzt freuen wir uns auf Stuttgart“, strahlte Tamas.

TTC Zugbrücke Grenzau - SV Werder Bremen 3:2: Weniger Grund zur Freude hatte Tamas dann zwei Tage später. Nicht etwa weil sein Team eine grottenschlechte Leistung abgeliefert hatte – vielmehr haderte Bremens Coach mit dem fehlenden Quäntchen Glück: „Eine wirklich unglückliche Niederlage. Wir waren bis zum Schluss dran.“ Und teilweise sogar aussichtsreich in Führung. Nach einer klaren Viersatzniederlage von Adrian Crisan gegen Weltklasse-Akteur Andrej Gacina drehten die Grün-Weißen nämlich blitzschnell den Spieß um. Erst düpierte Bastian Steger Grenzaus Japaner Masaki Yoshida, dann behielt Constantin Cioti gegen Jonathan Groth die Oberhand. Werder lag somit in Führung und benötigte nur noch ein Pünktchen, um den wertvollen Auswärtssieg perfekt zu machen. Doch der benötigte dritte Zähler wollte einfach nicht fallen. Weder im hochklassigem Spitzeneinzel zwischen Gacina und Steger – noch im Abschlusseinzel. Obwohl Crisan gegen Yoshida nach gewonnenem ersten Satz im zweiten Durchgängen bereits mit 7:2 führte, unterlag der Rumäne am Ende in vier Sätzen. „Yoshida hat sich in einen regelrechten Rausch gespielt. Das war fast schon Harakiri. Er hat mit beiden Seiten einfach voll draufgehauen und alles getroffen“, seufzte Tamas. Als Weltuntergang wollte Bremens Trainer die Niederlage allerdings auch nicht bezeichnen: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben ja alles gegeben. Außerdem ist unser Start mit 4:4-Zählern ja immer noch in Ordnung. Nun tanken wir in der Europameisterschaftspause frische Kräfte und greifen dann in zwei Wochen wieder voll an.“

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