HSG Barnstorf/Diepholz tritt bei Spitzenreiter an

Erst das „Highlight“ – dann Klarheit in der Trainerfrage

Dag Rieken freut sich auf das Auswärtsspiel bei Tabellenführer Habenhausen – und danach will der Barnstorfer Coach intensiv darüber nachdenken, wie seine Zukunft aussieht.

Barnstorf - Mit einem ganz dicken Brett verabschieden sich die Oberliga-Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz in die Osterpause. „Das wird ein Highlight-Spiel“, sagt Trainer Dag Rieken über die Partie bei Spitzenreiter ATSV Habenhausen am Sonntag (17 Uhr).

Die spielfreie Zeit will der 47-Jährige anschließend nutzen, um seine Zukunft zu klären. Verlängern bei der HSG oder nicht? „Das ist die Frage, die ich beantworten muss“, sagt Rieken.

Doch zunächst zum Spiel. Die Chancen, den Habenhausern um den Ex-Barnstorfer Ulf Grädtke ähnlich gut Paroli bieten zu können wie im Hinspiel (22:23), stehen nicht sonderlich gut. „Wir können leider wieder nur mit einem ganz kleinen Kader auflaufen“, seufzt Rieken. 

Kamil Chylinski, der zuletzt beim 23:21 gegen Fredenbeck II nur einen Kurzeinsatz hatte, plagt sich mit Problemen am linken Sprungelenk herum und wird am Sonntag sicher ausfallen. Genau wie Raul Ferent, den es (in der Partie zuvor in Bissendorf) ebenfalls am Fuß erwischt hatte. Und Tomas Lenkevicius. Der Oberschenkel des Litauers ist zwar wieder okay, dafür hat er nun eine Rippenprellung. Lukas Brenning fehlt zudem aus beruflichen Gründen. Bei Andrius Gervé (nach Knorpelschaden) und Bastian Carsten-Frerichs (nach Bronchitis) wird es allenfalls für Kurzeinsätze reichen.

Trotz der schlechten Personallage will Rieken aber nicht schon vorher das Handtuch werfen, stattdessen betont er: „Wir sind immer in der Lage, auch Mannschaften von ganz oben zu ärgern. Wir werden das auch in Habenhausen versuchen, obwohl wir klarer Außenseiter sind. Wir wollen das Maximum herausholen.“ Der Gegner nötigt dem Barnstorfer Coach höchsten Respekt ab: „Habenhausen hat auch nicht so einen großen Kader. Beeindruckend, wie sie durch die Saison kommen. Sie stehen absolut zu Recht da oben und werden wohl auch Meister.“ Bei fünf Minuspunkten weniger als Verfolger SG HC Bremen/Hastedt ist das keine gewagte Prognose.

Nach dem Abpfiff in Bremen beginnt dann für Rieken die nächste wichtige Phase. Er muss überlegen, ob er mit der HSG ins dritte Jahr geht oder nicht. „Ich habe mir noch ein bisschen Bedenkzeit erbeten. Es wird aber nicht mehr allzu lange dauern“, verspricht Rieken: „Der Verein will ja auch planen können.“ Mannschaft und Clubführung hätten ihm bereits mitgeteilt, dass er doch bitte weitermachen möge. 

„Ein wichtiges Signal“, findet der Coach. Er habe zwar andere Anfragen, sich damit aber bisher nicht beschäftigt, sagt Rieken – sondern ausschließlich mit der HSG Barnstorf/Diepholz. Er habe sich unter anderem für eine „Auffrischung des Kaders“ ausgesprochen und noch „ein paar andere kleine Dinge“ angeregt. Und er müsse sich „vor allem die Frage stellen, ob ich die Mannschaft weiterentwickeln kann – und ob ich sie bisher weitergebracht habe.“ Wenn er eine Antwort darauf hat, wird er seine Entscheidung bekanntgeben.

mr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

„Das ist das Wunder von Wetschen“

„Das ist das Wunder von Wetschen“

„Das ist das Wunder von Wetschen“
Das Virus zwingt zur Winterpause

Das Virus zwingt zur Winterpause

Das Virus zwingt zur Winterpause
Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus
Roschlaub rettet Rehdens Remis

Roschlaub rettet Rehdens Remis

Roschlaub rettet Rehdens Remis

Kommentare