Ouverture zu Neumanns Hochzeit hätte besser sein können

Erst der Frust – dann die Feier

Sulingens Stürmer Chris Brüggemann (links) vergab am Freitagabend die beste Chance des Oberliga-Aufsteigers. - Foto: Flügge
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Sulingens Stürmer Chris Brüggemann (links) vergab am Freitagabend die beste Chance des Oberliga-Aufsteigers.

Sulingen - Von Gerd Töbelmann. „Jetzt sind wir eben etwas traurig, aber morgen wird das vergessen sein“, erklärte Dennis Neumann, Kapitän des Fußball-Oberligisten TuS Sulingen, nach der 0:1 (0:0)-Heimniederlage am Freitagabend gegen Spitzenreiter 1. FC Wunstorf. Keine 24 Stunden später war der Frust auch verflogen, denn die gute Laune ließen sich alle bei der Hochzeitsfeier ihres Capitanos nicht vermiesen.

Aber die Ouverture hätte verdientermaßen schöner ausfallen können. Auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark war vor 350 Zuschauern zumindest in den ersten 45 Minuten nichts von einem Leistungsunterschied zu sehen. Im Gegenteil: In der sehr schnell geführten Partie bestimmten die Gastgeber den Takt. „Leider haben wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt“, wirkte Sulingens Trainer Maarten Schops hinterher enttäuscht. Kollege Jens Ullmann musste denn auch anerkennen: „Sulingen hat viel Dampf gemacht. Da wir über keinen Kunstrasenplatz verfügen, hat sich meine Mannschaft zunächst etwas schwer mit dem Untergrund getan.“ Schops erkannte aber auch, „dass es eine an Torchancen arme Partie war“.

Vor der Pause hatte der TuS da etwas mehr zu bieten. In der 29. Minute zielte der starke Mittelfeld-Stratege Taiki Hirooka knapp drüber. Wenig später (36.) kamen Richard Sikut und Atsushi Waki nach Hereingabe von Mehmet Koc einen Schritt zu spät. Wunstorfs einzige Möglichkeit vergab Pascal Gos (40./aus dem Hinterhalt vorbei).

„In der Kabine habe ich den Jungs dann gesagt, dass sie mit etwas mehr Zug zum Tor auftreten sollen. Das hat auch geklappt. Letztlich hatten wir wohl auch das Glück, was man hat, wenn man oben steht“, meinte Ullmann.

Wunstorf überlegen und kräftemäßig gut unterwegs

Wunstorf war nun überlegen und auch kräftemäßig gut unterwegs. „Unser großes Plus ist, dass wir am Ende noch zulegen können“, stellte Ullmann seinem Team ein gutes Fitness-Zeugnis aus. Nach und nach ließen sich die Sulinger in die eigene Hälfte drängen. Und hätten dennoch mit 1:0 in Führung gehen können. In der 65. Minute steuerte Chris Brüggemann über rechts auf den Wunstorfer Kasten zu, scheiterte jedoch am gut reagierenden FC-Keeper Marc Engelmann, der in den gesamten 90 Minuten allerdings keinen sicheren Eindruck (besonders bei hohen Bällen) hinterließ. Schops wollte den Stab aber nicht über seinen Sturm-Youngster brechen: „Er war in vollem Lauf. Da ist es schwer, den Ball noch kontrolliert aus spitzem Winkel im Tor unterzubringen.“

Das taten dann die Gäste in der 81. Minute. Und ausgerechnet Sebastian Schirrmacher durfte sich per Kopfball-Tor als Matchwinner feiern lassen. Fast das gesamte Spiel über bekam Schirrmacher verbal von Ullmann eingeschenkt. Mal war der Coach mit der Körpersprache seines Mittelfeldmanns unzufrieden – mal passte ihm das Zweikampfverhalten nicht. Und dann knipst Schirrmacher doch. Ullmann meinte später verschmitzt: „Ich muss Sebastian eben ab und an mal anstacheln, damit er seine Leistung abruft.“

Schops setzte nun notgedrungen alles auf eine Karte, wechselte noch Stürmer Hussein Saade ein (Bruder Mohamad spielte bei Wunstorf durch) und beorderte Defensivmann Waki in die Spitze. Half aber alles nichts, denn echte Chancen gab es nicht mehr für den TuS. „Schade, aber bei der Feier von Dennis wird das alles vergessen sein“, meinte Schops.

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