Rehden zeigt beim 3:1 in Rotenburg zwei Gesichter / „Zweite Halbzeit war nichts“

Erst ein Feuerwerk, dann nicht mal ein Strohfeuer

Kreis-Diepholz - Aus Rotenburg berichtetArne FlüggeROTENBURG · Zur Halbzeit hatte Predrag Uzelac noch ein zufriedenes Schmunzeln auf den Lippen, nach dem Abpfiff allerdings verfinsterte sich die Miene des Trainers vom BSV Rehden. Nach beeindruckenden 45 Minuten mit einer 3:0-Führung hatte der Fußball-Regionalligist gestern im Test beim Oberligisten Rotenburger SV nach der Pause nichts mehr zu bieten und musste sich am Ende mit einem 3:1-Sieg begnügen.

„Die zweite Halbzeit war gar nichts“, schimpfte Uzelac und nahm vor allem die Spieler in die Pflicht, die er nach dem Wechsel gebracht hatte. „Einige denken, dass sie bereits sehr weit sind, doch man hat gesehen, wo sie wirklich stehen. Sie müssen noch eine Menge arbeiten.“

In den ersten 45 Minuten hatte der BSV Rehden mit seiner sich mittlerweile herauskristallisierenden Stammformation ein wahres Feuerwerk abgebrannt und einen Angriff nach dem anderen auf das Rotenburger Tor gefahren. Rehden machte das Spiel schnell, kam mit wenigen Kontakten und starken Kombinationen fast überfallartig vor das RSV-Gehäuse und stellte die Gastgeber damit immer wieder vor Probleme.

Bereits nach fünf Minuten köpfte der mit aufgerückte Innenverteidiger Stefan Heyken eine Maßflanke von Viktor Pekrul zum 1:0 in die Maschen, elf Minuten später erhöhte Stürmer Marcus Storey mit einem feinen Lupfer über RSV-Keeper Torben Strahtmann hinweg auf 2:0. Das Tor des Tages aber erzielte Paul Kosenkow, als er eine feine Flanke von Pekrul aus sieben Metern volley in den Winkel hämmerte und die rund 250 Zuschauer zu Szenenapplaus zwang. „Ein starkes Tor. Schnell herausgespielt, gut kombiniert“, lobte BSV-Coach Uzelac den Spielzug. Und hätten Danny Arend, Kosenkow, Storey und Erdal Ölge nicht noch weitere glasklare Chancen ausgelassen – der BSV Rehden hätte schon nach 45 Minuten mit 6:0 führen können, wenn nicht gar müssen. „Dennoch bin ich mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden“, sagte Uzelac: „Wir hatten viel Ballbesitz, haben hinten nichts zugelassen und uns die vielen Chancen herausgespielt.“

Doch wer nun gedacht hatte, das Rehdener Feuerwerk würde auch nach dem Wechsel zünden, der wurde enttäuscht. Uzelac brachte insgesamt sechs neue Spieler. Die Gäste fanden nicht mehr zu ihren Kombinationen, ließen sich von den nun auch aggressiveren Rotenburgern den Schneid abkaufen, offenbarten zudem zu große Lücken im Mittelfeld bei der Rückwärtsbewegung. Und: Die sich immer noch bietenden Chancen wurde zum Teil kläglich vergeben. „Bei einigen fehlt noch einiges“, kritisierte der Rehdener Trainer: „Der Bruch nach dem Wechsel war größer als ich gedacht hatte.“ So kam Rotenburg in der 84. Minute durch Kevin Klötzke zum Anschlusstreffer. „Wir müssen noch besser gegen den Ball arbeiten“, forderte Trainer Uzelac.

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