START IN DIE SAISON Lars Behrens will schnell weg vom Tabellenende / Streich als Vorbild

Erst die Punkte – dann die neuen Ziele

In erster Linie sammelt Lars Behrens Trikots des SV Werder Bremen. Der blaue Dress des SSC Neapel ist ihm aber besonders ans Herz gewachsen. Am 6. Dezember 1989 war der damals elfjährige Steppke im Weserstadion Augenzeuge des legendären 5:1 im Achtelfinale des Uefa-Cups gegen die Italiener um Superstar Diego Maradona.
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In erster Linie sammelt Lars Behrens Trikots des SV Werder Bremen. Der blaue Dress des SSC Neapel ist ihm aber besonders ans Herz gewachsen. Am 6. Dezember 1989 war der damals elfjährige Steppke im Weserstadion Augenzeuge des legendären 5:1 im Achtelfinale des Uefa-Cups gegen die Italiener um Superstar Diego Maradona.

Melchiorshausen – Bei Abbruch der Saison in der Fußball-Landesliga Bremen war der TSV Melchiorshausen recht weit hinten in der Tabelle platziert. Das soll in der kommenden Saison besser werden. Dafür scheucht Trainer Lars Behrens sein Team auch in den berüchtigten „Digital-0“-Test. Die Klasse zu halten sollte doch eigentlich nicht das Thema sein, denn aus seinem Team trat er gleich fünf Spieler zehn oder mehr Saisontore zu. Die entsprechenden Siege sollen dann bei Heinz Lange im Gasthaus Schumacher gefeiert werden.

Die neue Saison

Mit welcher Stimmung gehen Sie nach monatelanger Corona-Zwangspause den Fußball-Neustart an?

Mit absolut motivierter Stimmung und Zuversicht, dass die kommende Saison gespielt werden kann. Ich denke, die Zwangspause war für jeden auf unterschiedliche Art und Weise nicht einfach.

Worauf oder auf wen freuen Sie sich am meisten?

Darauf, dass es bald wieder um etwas geht. Punkte zu sammeln und Erfolge zu feiern, gehören zum Fußball einfach dazu.

Welche war/ist die fieseste Übung in der Vorbereitung?

„Digital-0“. Ich muss zugegeben, dass die Übung noch kommt. Ich habe aber Spieler in meinem Kader, die diese Übung bereits kennen und darüber spekulieren, wann es so weit ist. Es ist eine Intervallübung, wo die Außenlinie des Spielfeldes in sechs Segmente aufgeteilt wird – wie bei der Digitalzahl 0. Pro Runde kommt ein Segment hinzu, welches schnell gelaufen werden muss. Die Erholungsphasen werden pro Runde kürzer, im Gegensatz zu den Belastungsphasen. Am Ende werden natürlich alle sechs Strecken (eine Runde) schnell gelaufen und danach wird rückwärts gezählt – ein Segment langsam, fünf schnell. Zwei langsam, vier schnell . . .

Wer aus Ihrem Team trifft zweistellig?

Kevin Nienstermann, Ole Discher und Abdessamad Sabbar. Lukas Heinemann und Marvin Nienstermann tauchen aber auch immer mal wieder frei vorm Tor auf.

Wer schafft die meisten Kopfballtore?

Ich tippe auf Marvin Nienstermann. Er schafft bestimmt acht Kopfballtore.

Wer wird der Senkrechtstarter?

Ich würde mich freuen, wenn es einer von den A-Junioren wird. Marven Lange zum Beispiel – aber auch Tom Weseloh und Konrad Olejniczak haben durchaus die Möglichkeit, den Sprung zu schaffen.

Wer muss am meisten in die Mannschaftskasse zahlen – und wofür?

Ganz klar: Julian Bertram. Er spielt die Klaviatur des Strafenkatalogs rauf und runter.

Wie oft spielt Ihr Torwart zu null?

Wenn es nach mir geht, dann natürlich immer.

Angenommen, Sie dürfen sich einen Spieler eines Liga-Konkurrenten aussuchen: Wen würden Sie nehmen? Und warum?

Da fällt mir spontan Nico Sperling von der SG Findorff ein. Ich stand mit ihm für den TSV Melchiorshausen schon auf dem Platz. Auf und neben dem Platz ist er ein feiner Kerl, der gut zu uns passen würde.

Wer wird Vorrundenmeister – und wie lautet Ihr Saisonziel?

Entweder Tura Bremen oder VfL 07 Bremen. Der Fokus liegt für mich ganz klar darin, so schnell wie möglich so viele Punkte zu sammeln, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Danach kann man seine Ziele immer noch neu formulieren.

Die Mannschaft

Was darf an einem Spieltag auf keinen Fall bei euch fehlen? Bestimmte Rituale, besondere Glücksbringer?

Der Mannschaftskreis vor dem Anpfiff, die Brotzeit bei Heinz nach den Heimspielen, und nach Bremerhaven-Fahrten bei Alexis Zorbas oder El Greco einkehren.

Was ist in der Kabine verboten? Was passiert bei Verstößen?

Handyklingeln und die falsche Musik von Jens Ruscher.

Welche ist die Lieblingslocation für Team-Abende/Siegesfeiern?

Das Gasthaus Schumacher von Heinz, die Kabine beziehungsweise vor der Kabine und natürlich die Diskothek Modernes.

Welches Vereinslied wird im Mannschaftskreis am häufigsten gesungen?

Hells Bells von der australischen Hardrock-Band AC/DC .

Welches Lied darf vor/nach Spielen in der Kabine nicht fehlen?

Don’t stop believin’ von Journey.

Der Trainer

Wer war das Vorbild als Spieler? Wer ist das Vorbild als Trainer?

Zinedine Zidane und Ronaldinho. Als Trainer geht es wohl in die Richtung von Christian Streich.

Welche Fan-Artikel Ihres Vereins besitzen Sie? Lieblingsstück?

Alte Werder-Trikots, die ich nach den Spielen von Spielern bekommen habe.

Welche Marotte haben Sie als Trainer?

Keine. Aber als Spieler hatte ich schon die ein oder andere Marotte.

Was muss passieren, damit Ihnen die Hutschnur reißt?

Ich glaube, dass die Jungs es am besten wissen . . .

Wenn wir unser Saisonziel erreichen, werde ich als Trainer . . .

. . .  Ole Discher die Haare schneiden. Er hat wohl während der Corona-Zeit etwas das Vertrauen in seinen Frisör verloren.  töb

Schlag auf Schlag

. . . ist der Schnellste im Kader? Wir haben zwei Flitzer: Dominik Resow und Abdessamad Sabbar. . . . hat den härtesten Schuss? Dominik Resow. Sollte es noch mal vorkommen, dass ich mich freiwillig ins Tor stelle, spielt „Dodo“ definitiv in meinem Team. . . . ist der Gute-Laune-Beauftragte? Ole Discher. Er hat immer ein Spruch auf den Lippen. . . . hat den außergewöhnlichsten Spitznamen? Woher kommt er? Lukas Heinemann heißt „Heino“. Und aus der Ableitung des Vornamens: Unser Co-Trainer Marc Schönthal, der „Euro“ heißt. Denn 2002 wurde die Mark auf Euro umgestellt. . . . braucht vor und nach Spielen am längsten in der Kabine? Ole Discher, Jan Schmötzer und Kevin Sökel schnacken bei einem Kaltgetränk immer sehr lange miteinander. Und natürlich Nils Kaiser. Er analysiert jedes Training und Spiel. . . . hat den ungewöhnlichsten Lieblingsclub? Und das skurrilste Idol? Julian Bertram. Er trainiert sehr häufig in einem Nationaltrikot von Griechenland. . . . ist die größte Sportskanone? Marcel Drygalla. Er übt Bouldern, Laufen, Fitness und Radfahren aus. . . . hat den aufregendsten Job? Und das schrägste Hobby? Das ist Jens Ruscher, der von Beruf Braumeister ist. . . . ist der musikalischste? Marvin Ninstermann. Wenn die Abende länger werden, ist er der beste Sänger. . . . ist am aktivsten in den Sozialen Medien? Marvin Ninstermann. Er betreut den Instagram-Account des TSV Melchiorshausen.

Alle Neulinge aus eigenem Stall

Youngster-Quintett schnell integrieren

Melchiorshausen – Dass Landesligist TSV Melchiorshausen in der kommenden Saison fünf Neuzugänge in den Kader integrieren möchte, ist eigentlich nichts Ungwöhnliches. Dass dieses Quintett jedoch ausschließlich aus der eigenen A-Jugend rekrutiert wurde, ist schon der Rede wert. In den vergangenen Jahren waren die Blau-Weißen immer wieder bei anderen Vereinen fündig geworden.

Aber in Corona-Zeiten ist dies aktuell anders. Nun ist es nicht so, dass sich Trainer Lars Behrens nicht bemüht hätte, Leute von außerhalb an Land zu ziehen. „Nein, nein. Ich habe bestimmt 20 Gespräche geführt. Bei einigen Spielern dachte ich schon, dass die zu 95 Prozent zu uns kommen. Aber dann haben sie doch abgesagt, weil sie ihren jetzigen Verein in dieser Krisenzeit nicht so einfach verlassen wollten. Das kann ich auch verstehen.“

So blieb der eigene Nachwuchs. Der erst 17-jährige Verteidiger Leon Stünkel darf erst im kommenden Jahr eingesetzt werden. Marven Lange ist 18 Jahre alt und ist Innenverteidiger. „Er ist sehr ehrgeizig und macht viel nebenbei für seine Fitness“, sagt Behrens. Tom Weseloh (18) ist zwar Rechtsfuß, fühlt sich aber dennoch im linken Mittelfeld sehr wohl. „Tom hat einen guten Schuss und ist sehr schnell“, erklärt Behrens. Ebenfalls 18 Jahre alt ist Konrad Oleijniczak, den Behrens im Sturm vorgesehen hat. Das Quintett vervollständigt Keeper Tino Lehmkuhl (18), der als Backup für Stammtorhüter Jens Ruscher vorgesehen ist.  töb

Stenogramm

TSV Melchiorshausen

Zugänge: Marven Lange, Tom Weseloh, Konrad Olejniczak, Leon Stünkel, Tino Lehmkuhl (alle eigene A-Junioren-Mannschaft).

Abgänge: Chris Plate (SC Weyhe), Nick Plate (SV Heiligenfelde), Tom Scharwies (TSG Seckenhausen-Fahrenhorst), Sascha Kleemann (Umzug nach Bayern).

Restkader: Jens Ruscher – Dominik Resow, Elmar Brühl, Jan Schmötzer, Julian Bertram, Kevin Nienstermann, Marvin Nienstermann, Kevin Sökel, Lucas Kracke, Marcel Drygalla, Ole Discher, Ole Westerhold, Ruben Njie, Lucas Görgens, Lukas Heinemann, Abdelsattar Qanawy, Nils Kaiser, Abdessamad Sabbar.

Trainer: Lars Behrens (41), im vierten Jahr.

Co-Trainer: Marc Schönthal (45), im zweiten Jahr.

Saisonziel: Klassenerhalt.

Favoriten: TuRa Bremen, VfL 07 Bremen, FC Huchting.

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