TSV Wetschen lässt sich gegen Primus Stelingen vorführen / Marcordes: „Haben uns ergeben“

0:2 – Ersatzkeeper Rode hält Niederlage in Grenzen

Hatte in der Defensive ordentlich zu tun: Wetschens Phil Schwierking (vorne), der sich hier ein Duell mit Stelingens Ahmet Kaya lieferte.
+
Hatte in der Defensive ordentlich zu tun: Wetschens Phil Schwierking (vorne), der sich hier ein Duell mit Stelingens Ahmet Kaya lieferte.

Wetschen – Oliver Marcordes fand nach dem Spiel deutliche Worte. „Ihr habt euch richtig ergeben“, stänkerte der Coach des Fußball-Landesligisten TSV Wetschen seine Spieler nach der 0:2 (0:0)-Heimniederlage am Samstagnachmittag gegen den Tabellenführer TSV Stelingen an: „So können wir uns vor unserem Publikum nicht präsentieren. Sonst spielen wir bald nur noch vor 25 Zuschauern.“

In die selbe Kerbe schlug auch Wetschens Innenverteidiger Phil Schwierking: „Mit so einer Leistung kannst du in der Landesliga einfach nicht bestehen. Wir haben uns viel zu viele technische Fehler erlaubt. Außerdem hatten wir vorne überhaupt keine Durchschlagskraft.“

Das trifft es ganz gut. Denn die Hausherren hatten in den gesamten 90 Minuten nicht wirklich eine gefährliche Chance. Lediglich Philipp Nüßmann kam in der 71. Minute mal vors Tor der Gäste, doch sein Schuss aus halbrechter Position rauschte am zweiten Pfosten vorbei. Das war es dann aber auch schon mit den Highlights aus Gastgeber-Sicht. Den Rest des Spiels bestimmten die Gäste.

Dass die Niederlage nicht noch viel höher ausgefallen ist, verdankten die „Blau-Gelben“ ihrem jungen Ersatzkeeper Justus Rode, der den verletzten Tim Becker (Schienbeinkopfbruch) hervorragend vertrat. „Justus hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Marcordes seinen jungen Schlussmann, der erst diesen Sommer von der U 19 des JFV Rehden zum Landesliga-Aufsteiger wechselte: „Für ihn war es erst das erste Landesligaspiel. Ich ziehe den Hut vor Justus.“

Gerade in der ersten Halbzeit hatte Rode einiges zu tun bekommen, rette seine Mannschaft gleich mehrmals vor dem möglichen Rückstand. Wie zum Beispiel in der 17. Minute, als Demba Balde Djitte aufs Tor zulief, seinen Gegenspieler stehen ließ und auf einmal allein vor Rode auftauchte. Doch Wetschens Ersatztorwart blieb cool, lenkte den Schuss noch im letzten Moment zur Ecke. Oder in der 29. Minute, als Benjamin Hartmann mit einer Flanke von der linken Seite den mitgelaufenden Ahmet Kaya bediente, dieser aber in Rode seinen Meister fand. Oder in der 41. Minute, als Stelingens Spielgestalter Josip Geric mit seinem Schuss aus rund zehn Metern am starken Rode scheiterte. Dass es zur Halbzeit noch 0:0 gestanden hatte, hatten die Hausherren nur ihrem Torwart zu verdanken.

Doch nach dem Seitenwechsel war auch Rode chancenlos. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite, für die der agile Djitte verantwortlich gewesen war, musste Geric den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie schieben (48.). Doch dabei sollte es nicht bleiben. Denn nur sieben Minuten später stand es aus Wetscher Sicht bereits 0:2. Diesmal durfte sich Enes-Bayram Demirsoy in die Torschützenliste eintragen, der eine Flanke aus dem Halbfeld mustergültig mit dem Kopf verwandelt hatte.

In der Folge ließen die Stelinger weitere gute Möglichkeiten liegen, während Wetschen, bei denen Leistungsträger Sören Sandmann aufgrund eines Kontakts zu einem positiv auf Corona getesteten gefehlt hatte, sich seinem Schicksal ergab.

Von Julian Diekmann

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Wie werde ich Softwareentwickler/in?

Wie werde ich Softwareentwickler/in?

Das ist die richtige Haarpflege für den Winter

Das ist die richtige Haarpflege für den Winter

Alte Möbel einfach selbst reparieren

Alte Möbel einfach selbst reparieren

Polizei in Belarus setzt und Blend- und Lärmgranaten ein

Polizei in Belarus setzt und Blend- und Lärmgranaten ein

Meistgelesene Artikel

Platz mit Löchern übersät: Riedel pfeift Spiel nicht an

Platz mit Löchern übersät: Riedel pfeift Spiel nicht an

Platz mit Löchern übersät: Riedel pfeift Spiel nicht an
Diedrichs’ Schuss ins Glück

Diedrichs’ Schuss ins Glück

Diedrichs’ Schuss ins Glück
Stuhr ist Rückrunden-Tabellenführer

Stuhr ist Rückrunden-Tabellenführer

Stuhr ist Rückrunden-Tabellenführer
„Wir drücken uns nicht vor der Verantwortung“

„Wir drücken uns nicht vor der Verantwortung“

„Wir drücken uns nicht vor der Verantwortung“

Kommentare