Beckers Paraden verhindern Packung gegen Bersenbrück

Ersatzgeschwächte Sulinger unterliegen Oberliga-Zweitem

Sulingens Offensivmann Chris Brüggemann (Mitte) war bei Daniel Zimmermann (rechts) bestens aufgehoben. Hier ist Bersenbrücks Linksverteidiger einen Schritt schneller am Ball. Links der aufgerückte Sulinger Rechtsverteidiger Richard Sikut. - Foto: Krüger
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Sulingens Offensivmann Chris Brüggemann (Mitte) war bei Daniel Zimmermann (rechts) bestens aufgehoben. Hier ist Bersenbrücks Linksverteidiger einen Schritt schneller am Ball. Links der aufgerückte Sulinger Rechtsverteidiger Richard Sikut.

Sulingen  - Es war ein einseitiges Duell – mit „einem verdienten Sieger“, wie Maarten Schops fand. Doch damit meinte der Trainer nicht seinen TuS Sulingen, sondern den TuS Bersenbrück, der sich gestern auf dem Kunstrasenplatz im Sulinger Sportpark mit 2:0 (1:0) durchsetzte und seinen zweiten Platz in der Fußball-Oberliga festigte.

„Die Ausfälle von drei Leistungsträgern waren zu viel“, meinte Sulingens Teammanager Thorsten Neumann mit Blick auf die angeschlagenen Taiki Hirooka, Pierre Neuse und Sebastian Elvers. Doch das allein wollte Schops nicht als Grund gelten lassen: „Egal, wer auf dem Platz steht: Wir müssen in der Lage sein, dem Gegner besser Paroli zu bieten.“

Beide Teams gingen gleich mit offenem Visier in die Partie: Nach 90 Sekunden bediente Mehmet Koc Chris Brüggemann, der lief durch, stand zwar frei vor TuS-Keeper Christoph Bollmann, traf aber aus zu spitzem Winkel nur das Außennetz. Keine Minute später jubelten dann die Gäste: Burhan Akbulut passte zu Malik Urner, dessen scharfen Querpass von rechts drückte Dato Romanovi zum 1:0 über die Linie (3.). „Da hätte ich mir schon eine bessere Zweikampfführung gewünscht“, monierte Schops – und meinte damit wohl auch die nächste Bersenbrücker Gelegenheit: Akbulut bediente Bulani Malungu per Sahne-Diagonalball von rechts zu einer gefährlichen Kopfball-Chance (vorbei/16.). Sulingen hingegen fand trotz mehrerer Standards von Koc und weiten Einwürfen von Richard Sikut kein Rezept gegen die hoch aufgeschossenen Bersenbrücker Abwehrspieler. 

„Meine Fresse“, schnaufte Koc schon Mitte der ersten Halbzeit. Nach einer halben Stunde kamen die Platzherren allerdings ins Spiel und kombinierten sich schnell nach vorn. Doch sie wirkten anfällig bei Kontern, was Sandro Heskamp und der Ex-Rehdener Aaron Goldmann mit ihren Flachschüssen – jeweils knapp am langen Eck vorbei – fast bestraft hätten (33./36.). Ähnlich haarscharf daneben zielte Hussein Saade (37.). Sechs Minuten vor der Pause hatte Sulingens Linksverteidiger Jona Hardt Glück, als ihm eine Rechtsflanke von Urner im Strafraum an die Hand sprang, Schiedsrichter Kevin Behrens aber auf Freistoß außerhalb des Sechzehners entschied. Der brachte nichts ein, doch Schops’ Team geriet trotzdem weiter in Bedrängnis. Torwart Tim Becker parierte einen Schuss von Gino Lago-Betron stark (44.) – so blieb’s beim 0:1 bis zur Pause.

Rettungstat von Becker

Der zweite Durchgang begann fast so, wie der erste geendet hatte – mit einer Rettungstat von Becker gegen Lago-Betron (47.), aber ohne Sulingens Kapitän Dennis Neumann. Der Innenverteidiger war nach einem Malheur im Mittwochs-Training schon angeschlagen in die Partie gegangen. „Ich glaube, mein großer Zeh ist gebrochen“, vermutete Neumann mit Blick auf seinen rechten Fuß: „Da war das hier auf Kunstrasen natürlich Gift für mich.“

Die Gäste kamen auf dem Geläuf hingegen blendend zurecht. Becker lenkte einen Goldmann-Freistoß gerade noch über den Querbalken (54.), und seine Vorderleute entwickelten weiter zu wenig Druck. „Das ist auch eine Frage der Konzentration“, fand Schops: „Wir haben ja unsere Bälle erobert – zu Zeitpunkten, als sich uns Räume geboten haben. Aber dann haben wir solche Bälle wieder verloren.“ Außer einem Distanzschuss von Sechser Rajann Leymann (63./drüber) sahen die 204 Zuschauer bis zur Schlussphase keine gefährliche Aktion der Heimmannschaft. Auf der anderen Seite hingegen auch nicht mehr viele – mit Ausnahme der Rechtshereingabe von Urner, die Sandro Heskamp zum 2:0 versenkte (68.). Schops hatte zu dieser Zeit längst die Viererkette aufgelöst, doch es nutzte nichts. Atsushi Waki köpfte nach einem Koc-Freistoß drüber (76.), ein Koc-Schlenzer rauschte hauchdünn am rechten Giebel vorbei (80.). „Wenn wir die eigenen Chancen nicht reinmachen, verlieren wir eben so ein Spiel“, brachte es Koc auf den Punkt.

Von Cord Krüger

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