Bundesliga-Spitzenreiter kann für DM planen / Sudweyhes Coach verzweifelt

Erlewein demonstriert Heiligenroder Nervenstärke

Sudweyhes Jana Nullmeyer (am Ball) blieb in zwei Spielen ohne Korberfolg und muss gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen um die DM-Teilnahme bangen. ·
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Sudweyhes Jana Nullmeyer (am Ball) blieb in zwei Spielen ohne Korberfolg und muss gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen um die DM-Teilnahme bangen. ·

Bremen - Es bleibt spannend in der Korbball-Bundesliga Nord. Der TuS Sudweyhe verlor in Bremen beide Partien gegen Heiligenrode und Findorff, Stuhr schlug den TV Walle-Bremen. Einzig der TSV Heiligenrode kann sich nach zwei weiteren Siegen auf Platz eins zurücklehnen und fast schon für die DM planen.

TV Stuhr - TV Bremen-Walle 1875 10:9 (5:5):Gegen den Tabellenvierten wollte die junge Stuhrer Mannschaft ihr Potenzial endlich auch in Zählbares umwandeln. Diesen Willen merkte man ihr an: Obwohl das Hellmers-Team immer wieder mit zwei Treffern hinten lag, gab Stuhr nie auf und stemmte sich gegen eine Niederlage. Erfolgreich: Drei schöne Treffer in Folge von Katharina Drawert stellten in Minute 34 den Gleichstand zum 8:8 her.

Dann war es Youngster Jasmin Rudolph, die mit einem sehenswerten Doppelschlag das vorentscheidende 10:8 für Stuhr erzielte. Walle machte danach auf und setzte alles auf eine Karte. Doch die folgenden Großchancen konnte Stuhr nicht verwerten, so dass es bis wenige Sekunden vor Schluss immer spannend blieb. Stuhr siegte am Ende mit 10:9, zeigt aufsteigende Form und holte endlich die ersten Punkte gegen eine Mannschaft der erweiterten Spitze.

TSV Heiligenrode - TuS Sudweyhe 10:6 (6:3): In einem der Topduelle des Tages hatte Sudweyhe deutlich das Nachsehen. „Es war ein Spiegelbild des Hinspiels: anständig gespielt, schlecht geworfen. Ich kann mir das nicht erklären, denn wir haben die letzten Wochen viel an unseren Würfen gearbeitet“, zeigte sich TuS-Coach Alexander Mauz enttäuscht.

Seine Mannschaft hielt über die gesamte Spielzeit mit, lag aber dennoch meist hinten. Einen Zwischenspurt der Sudweyher zum 6:7-Anschluss, konterte Heiligenrodes Tatjana Erlewein mit dem 8:6 für Heiligenrode. „Ich hatte den Eindruck, dass das die Vorentscheidung war“, freute sich Trainerin Dagmar Schnelle über die Nervenstärke ihrer Mannschaft, die mit diesem Sieg einen potenziellen Konkurrenten im Kampf um die DM-Tickets in Schach hielt.

TSV Heiligenrode - TV Stuhr 8:6 (6:4): In einer immer engen Partie hieß der verdiente Sieger am Ende Heiligenrode. Dabei lief das Schnelle-Team in der ersten Halbzeit meist einem knappen Rückstand hinterher. Die konzentrierte Stuhrer Defensive machte es dem Gegner schwer. Erst kurz vor der Pause drehte Heiligenrode das Spiel und ging erstmals mit zwei Treffern in Front.

Stuhr im Aufwärtstrend,

Sudweyhe überfordert

Nach dem Seitenwechsel konnte Stuhr zwar defensiv weiterhin überzeugen, machte aber im Angriff zu wenig aus den sich bietenden Chancen. Trotz der Niederlage bestätigte Stuhr den spielerischen Aufwärtstrend, doch Heiligenrode bleibt eindeutig die Mannschaft der Stunde: Als Tabellenführer mit 18 Punkten hat der TSV die DM-Qualifikation jetzt schon fast in der Tasche.

TuS Sudweyhe - SG Findorff Bremen 1:14 (0:7):Nur die ersten zwölf Minuten konnte der TuS seinen Coach im Spiel gegen den Deutschen Meister überzeugen. „Wir wollten Konter verhindern und die gefährlichen Außenspielerinnen dicht machen. Das haben wir trotz des schnellen 0:2-Rückstands gut gemacht“, fand Alexander Mauz. Doch auch in diesem Spiel musste der Trainer auf die Wurfausbeute zu sprechen kommen. „Wir hatten vorne einige sehr schöne Kombinationen und sind frei zum Wurf gekommen. Das konnten wir aber nicht nutzen – und das lag hat nicht nur an der großen Korbfrau, wir haben einfach wieder zu schlecht geworfen“, wetterte Mauz.

Zu allem Überfluss konnte Findorff durch Sudweyher Fehler auch die gefürchteten Konter setzen und schon zur Pause den Sack zumachen. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel – Sudweyhe war in der Defensive sogar teilweise überfordert. „Die haben uns schwindelig gespielt, und wir haben uns nicht gewehrt. Das kann ich nicht akzeptieren“, kritisierte Mauz die Einstellung seiner Mannschaft. Sudweyhe muss nach zwei Niederlagen gegen das Spitzenduo weiter um die DM-Teilnahme zittern. · she

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