Startnummer 39

Wasserball ist beim TuS Syke eine Erfolgsgeschichte

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Startnummer 39: Die Wasserballer des TuS Syke hatten auch 2015 wieder allen Grund zum Jubeln. Vor allem beim Final Four in Hannover.

Syke - Was wäre der Wasserball-Kreis Diepholz nur ohne den TuS Syke? Ein ziemlich weißer Fleck auf der Landkarte. Zwar versucht neuerdings auch in Wagenfeld eine Truppe ihr Glück, doch an der Vormachtstellung der Hachestädter ändert dies rein gar nichts.

Mittlerweile agieren die Schützlinge von Spielertrainer Jochen Zwarg sogar in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Okay, 1.Bezirksliga hört sich zwar auf den ersten Blick gar nicht nach einem Drittligisten an, doch nach dem Wegbrechen der Oberliga würde der Meister der 1.Bezirksliga – also der früheren Bezirksoberliga – tatsächlich in die 2. Bundesliga aufsteigen. Derartige Ziele setzt sich Zwarg allerdings bewusst nicht. Für ihn steht „der Klassenerhalt im Vordergrund. Immerhin ist die Klasse durch die ganzen Ex-Oberligisten erheblich stärker als in der vorherigen Saison, wo wir als Dritter ja ganz vorne mitgemischt haben.“

Was angesichts der Syker Handicaps bereits eine erstaunlich starke Leistung darstellt. Denn: Diverse Leistungsträger leben schon länger nicht mehr in der ehemaligen Kreisstadt, sondern reisen nur zu den Punktspielen an. So hat es Kapitän Holger Eickhoff unter der Woche beruflich nach Berlin verschlagen, Linksaußen Tobias Menking studiert in Karlsruhe, Ersatzkeeper Bastian Breckner in Braunschweig, Rechtsaußen Ole Landsberg in Darmstadt und Linksverteidiger

Nils Eickhoff hat seinen Lebensmittelpunkt in Göttingen. Keine günstigen Voraussetzungen eigentlich, aber die laut Zwarg „eingeschworene Gemeinschaft“ gleicht die fehlenden Trainingseinheiten immer wieder mit herausragender Spielintelligenz aus. „Das ist ganz sicher die beste TuS-Truppe aller Zeiten. Die Jungs haben das Spiel echt kapiert. Außerdem treten sie wie die Musketiere für einander ein. Einer für alle – und alle für einen. Das ist der typische Syker Geist“, schwärmt Zwarg voller Begeisterung.

Und dieser Spirit bescherte den Hachestädtern 2015 sogar einen der größten Erfolge ihrer Vereinsgeschichte. Als krasser Außenseiter fuhren die Rot-Weißen zum Final Four nach Hannover und sorgten dort für eine faustdicke Überraschung: Erst deklassierte Syke im Halbfinale Langenhagen und setzte anschließend im Finale sogar noch einen drauf. Mit 9:7 düpierte das Kreisteam den klar favorisierten Meister SpVg Laatzen III, so dass der Bezirkspokal an die Hache wanderte. Auch für Zwarg eine regelrechte Sensation: „Alle sind über sich hinausgewachsen. Eigentlich hätten wir das Endspiel niemals gewinnen dürfen.“ Taten die Syker aber doch und brauchen sich dank ihrer glänzenden Jugendarbeit auch in Zukunft keine Sorgen zu machen.

In Hakan Straßheim, Constantin Breckner, Lukas Frömberg, Ole Landsberg oder Tobias Menking stammen etliche Stammkräfte aus dem eigenen „Fohlenstall“, was für Zwargs Trainer-Qualitäten spricht. Der wiederum wehrt derartige Komplimente ab, freut sich aber über den stetigen Aufwärtstrend: „Mittlerweile konnten wir sogar eine zweite Mannschaft mit lauter Frischlingen melden, unser Turnier ist jedes Jahr ein Riesenerfolg und mit der Ersten haben wir uns im Bezirk absolut etabliert. Derzeit ist es um den Syker Wasserballsport wirklich gut bestellt.“

drö

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