Niedersachsenmeisterin Josephine Turrin von der SG Diepholz strebt eine Profi-Karriere im Teakwondo an

Entschluss der Eltern reift zum Lebensinhalt

Im Wettkampf kann Josephine Turrin (hier während eines demonstrierten Dreh-Kicks mit Trainer und Vorbild Hayati Yardim) auch mal viel austeilen. ·
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Im Wettkampf kann Josephine Turrin (hier während eines demonstrierten Dreh-Kicks mit Trainer und Vorbild Hayati Yardim) auch mal viel austeilen. ·

Diepholz - Josephine Turrin hat kleine und große Ziele. Und vielleicht macht sie das so erfolgreich. Mit den langfristigen Zielen im Hinterkopf setzte sie bislang einen Schritt vor den anderen, kam die 14-jährige Teakwondo-Sportlerin von der SG Diepholz über kleinere Wettkämpfe zur Niedersachsenmeisterschafts-Goldmedaille und den International Berlin Open.

Dann ist noch zu trennen zwischen sportlichen und privaten Zielen, wobei letztere auch wieder mit Sport zu tun haben: Sie weiß schon jetzt, dass sie nach dem Realschul-Abschluss das Abitur machen, hernach Sport studieren und nebenher – wenn es keine große Verletzung gibt, wenn alles zusammenpasst und sie immer noch in Form ist – Teakwondo auf Profi-Ebene betreiben will.

Zunächst einmal aber hatte Turrin zum Jahreswechsel Gelegenheit, auf das Jahr 2012 zurückzublicken – und allen Grund zum Stolz, den sie jedoch nicht so offensichtlich durchscheinen lässt, schließlich ist sie bodenständig und bescheiden. Im Mai holte Turrin bei den International Berlin Open die Silbermedaille; im Finale verlor sie zwar gegen die Gegnerin aus Bosnien, doch nach Turrins Dafürhalten hätte es vielleicht mehr Punkte gegeben, „wenn mir die lange Anreise nicht alle Konzentration im letzten Kampf geraubt hätte“. Und Konzentration, erzählt sie, sei mit das Wichtigste.

Im November bei der Niedersachsen-Meisterschaft in Munster startete Turrin gar in der nächsthöheren Leistungsklasse 1 (bis 55 Kilogramm, Blau- bis Schwarzgurt), weil aus ihrer Klasse niemand gemeldet war. So verteidigte sie konsequent ihren Titel und holte zum zweiten Mal die Goldmedaille. „Diese großen Wettkämpfe sind schon eine andere Hausnummer, man ist sehr nervös“, berichtet sie von ihren ersten Erfahrungen im Leistungssport.

Das Talent macht’s wohl: Sie trainiert gar nicht viel öfter als die anderen Schützlinge von Rizvan und Hayati Yardim, außer wenn sie zum Training des Landeskaders fährt oder joggt. Vor wichtigen Wettkämpfen gibt es die eine oder andere Extra-Übung bei den Trainern Yardim.

Als sie vor fünf Jahren mit dem Sport begann, war es mehr ein Entschluss ihrer Eltern, die ihr Selbstverteidigung nahelegen wollten. Nun ist es für Josephine Turrin zum Lebensinhalt geworden, auch „weil wir beim Teakwondo wie eine große Familie sind“. Ihr größtes Vorbild: Trainer Hayati Yardim. · ma

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