Verbandsligist Jahn Brinkum macht in Drochtersen zu viele Fehler und verliert beim Spitzenreiter 31:38

Engelmann: „Wir sind eine kleine Wundertüte“

Auch Brinkums erfahrener Allrounder Meik Schäfer (beim Wurf) blieb gestern in Drochtersen beim 31:38 unter seinen Möglichkeiten. Er warf nur zwei Tore.

Kreis-Diepholz - BRINKUM (mbo) · 29 verworfene Bälle und 28 technische Fehler – die Verbandsliga-Handballer des FTSV Jahn Brinkum offenbarten gestern Abend zu viele Schwächen, unterlagen beim Spitzenreiter HSG Bützfleth/Drochtersen mit 31:38 (15:19).

Vor über 300 Zuschauern nahmen die Gastgeber damit eindrucksvoll Revanche für die 21:31-Schlappe aus dem Hinspiel. „Unsere Chancenverwertung war einfach schlecht. Und unsere Torhüter hatten auch nicht ihren besten Tag erwischt“, nannte Brinkums Trainer Sven Engelmann zwei Gründe für die Auswärtsniederlage.

Lediglich beim 1:0 und 2:1 (4.) durch Matthias Schneider (7) lagen die Gäste in Front. Sie hielten die Begegnung bis zum 8:8 (15.) durch Meik Schäfer offen, danach gerieten sie ins Hintertreffen. Die Gastgeber profitierten von den Fehlern, kamen mit den Haupttorschützen Maximilian Bock (8), Yakup Köksal (6) und Morten Christensen (5) über die erste und zweite Welle immer wieder zu leichten Toren und führten beim 16:12 (27.) erstmals mit vier Treffern. An diesem Abstand änderte sich bis zur Pause nichts – 19:15.

Nach dem Wechsel verkürzte Christoph Schneider (5) noch einmal auf 16:20 (31.), aber danach fiel der Tabellenvierte immer weiter zurück. Spätestens beim Stand von 20:30 (43.) war die Begegnung gelaufen. „Wir haben auch in der Abwehr keine Sicherheit gefunden“, monierte Sven Engelmann. Er versuchte es zunächst mit einer 5:1-Deckung, stellte dann auf 6:0 um und ordnete zum Schluss sogar eine offene Manndeckung an – doch alles zeigte keine Wirkung. Die Brinkumer hatten einfach einen schlechten Tag erwischt. Selbst aus einer doppelten Überzahl schlugen sie kein Kapital. Am Ende betrieb der letztjährige Vizemeister nur noch Ergebniskosmetik – 31:38.

Sven Engelmann kann sich die schwankenden Leistungen seiner Mannschaft nicht erklären: „Wir sind eine kleine Wundertüte.“ Bei den nächsten Trainingseinheiten wird er die Zügel anziehen.

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