Engelmann-Team verliert 24:39 in Delmenhorst / Kieselhorst muss früh runter

Her mit dem „Blitzdings“: Brinkums Tag zum Vergessen

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Wenn er erst einmal zum Sprungwurf ansetzt, ist Maik Bhola nicht mehr zu stoppen. Der 33-jährige Brinkumer war bei der 24:39-Niederlage in Delmenhorst mit acht Toren der treffsicherste Jahn-Akteur.

Brinkum - Sven Engelmann hätte am Samstagabend ein „Blitzdings“ gebrauchen können – jenes Gerät, das die „Men in Black“ im Kino-Klassiker zum Löschen von Erinnerungen benutzen. Denn Brinkums Handball-Coach wollte sich gar nicht lange mit der 24:39 Pleite im Verbandsliga-Spiel bei der HSG Delmenhorst beschäftigen. „Wir werden darüber nicht mehr sprechen. Wir müssen dieses Spiel jetzt einfach mal wegwischen.“

Zwar war die Stimmung beim 48-Jährigen nach der Klatsche „gedrückt, aber es ist ja nicht so, dass wir vor der Partie einen Sieg gegen Delmenhorst sicher eingeplant hätten“.

Und selbst leise Hoffnungen auf einen Brinkumer Coup beim Tabellenzweiten waren schnell vom Tisch. Nach fünf Minuten führte der Gastgeber mit 4:1. Und nur fünf Zeigerumdrehungen später verloren die Brinkumer auch noch ihre wichtigste Rückraumwaffe: Tim Kieselhorst musste mit einem dicken Knöchel die Platte verlasen. Bitter für das Engelmann-Team – schließlich war der 2,04-Meter-Hüne mit 43 Toren in den letzten fünf Partien der treffsicherste Brinkumer gewesen.

Die HSG spulte dagegen weiter ihr Pensum runter und führte bereits in der 24. Minute mit 18:11. „Nach Tim Kieselhorsts Aus hatten wir natürlich Probleme im Rückraum. Wir haben uns in der Offensive insgesamt wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert.“ Die Zahlen unterstützten diese Aussage: Die Brinkumer verwarfen 32 Bälle, dazu kamen 13 technische Fehler. „Außerdem haben wir allein in der ersten Halbzeit neun Tempogegenstöße bekommen“, berichtete Engelmann: „Auch deshalb war die Messe schnell gelesen.“

Delmenhorst, das offensivstärkste Team der Liga, hielt auch nach dem Seitenwechsel das Tempo hoch, baute so die 21:14-Halbzeitführung innerhalb von elf Minuten auf 28:18 aus. Spätestens jetzt war die Begegnung entschieden.

Einen Lichtblick gab es dann aber doch noch auf der Brinkumer Seite: Maik Bhola, der zuletzt mit einem grippalen Infekt hatte aussetzten müssen, erwischte laut Engelmann „einen sehr guten Tag“. Der Linksaußen erzielte acht Treffer.

Bholas Leistung taugt als Mutmacher für die kommenden Aufgaben. Denn durch zuletzt 1:7 Punkte hängen die Brinkumer im Abstiegskampf fest. Allerdings darf das Engelmann-Team in den letzten fünf Spielen noch vier Mal daheim ran. Deshalb „sind die Alarmglocken noch nicht an“, erklärte der Jahn-Trainer: „Mit zwei Siegen kannst du da unten schon raus sein.“

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