Brinkums Handballer verlieren beim Oberliga-Vorletzten TV Bissendorf-Holte / Hellbernd hält stark

Engelmann sieht kollektive Muffe

Brinkums Marco Walker (am Ball) warf am Samstag beim 24:27 ein Tor beim TV Bissendorf-Holte. ·
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Brinkums Marco Walker (am Ball) warf am Samstag beim 24:27 ein Tor beim TV Bissendorf-Holte. ·

Brinkum - Szenen wie diese brachten Sven Engelmann schier zur Verzweiflung: „Da bleiben wir mit fünf Mann am Kreis stehen und kommen nicht zum Abschluss“, fasste der Trainer des Handball-Oberligisten FTSV Jahn Brinkum den größten Unterschied zu Gastgeber TV Bissendorf-Holte zusammen: „Alle hatten Muffe, Tore zu werfen.“ So kassierte der Aufsteiger beim bis dato noch auf dem vorletzten Platz rangierenden Team um den Ex-Barnstorfer Jan Linné eine bittere 24:27 (13:9)-Niederlage.

Dabei hatte alles fast nach Plan begonnen – trotz des Besorgnis erregenden 1:5-Rückstands in der Anfangsphase. „Mit dem ersten Durchgang war ich eigentlich ganz zufrieden“, stellte Engelmann nach der furiosen Aufholjagd über 5:6 auf 7:7 (22.) fest. Dieser Ausgleich gab den Gästen Selbstvertrauen, so dass sie sich binnen drei Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung von 10:7 (25.) erarbeiteten. Die Deckung agierte zwar leicht löchrig, doch im Tor glänzte Hauke Hellbernd als sicherer Rückhalt. „Hauke hat überragend gehalten“, kommentierte Engelmann das satte Dutzend Paraden vor der Pause. So ging's mit einem 13:9 in die Kabine, und Engelmann forderte lediglich mehr Konsequenz in Abwehr und Angriff.

Doch denkste: Trotz des Treffers zum 14:9 geriet der FTSV völlig aus dem Konzept, leistete sich technische Fehler und überhastete Abschlüsse. So kamen die Hausherren innerhalb von fünf Minuten zum Ausgleich (15:15/35.) und lieferten sich mit dem Engelmann-Team einen Schlagabtausch, der oft unentschieden stand und stetig wechselnde Führungen parat hatte. Hellbernd, der erst drei Minuten vor Schluss seinen Kasten für Aschkan Sadeghi räumte, hielt noch weitere acht Hundertprozentige, doch insgesamt zeigten die Vorderleute auf dem Feld zu wenig: „Wir haben viel verworfen, sahen in einigen 1:1-Situationen nicht gut aus, haben im Angriff zu selten unseren freien Nebenmann gesehen – das war heute echt schlecht“, monierte der Jahn-Coach, der schon jetzt ahnt: „Diese Punkte könnten uns am Ende schmerzlich fehlen.“

Abstiegskampf ist also angesagt – und ausgerechnet als nächster Gegner kommt am Samstagabend der Spitzenreiter ATSV Habenhausen in die Brinkumer KGS-Halle. Dann muss Brinkums Trainer noch ein letztes Mal auf Ralf Warfelmann verzichten, der das letzte seiner beiden Spiele Sperre für die umstrittene Rote Karte aus der Partie gegen die HSG Bützfleth-Drochtersen abbrummt. · ck

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