„Wissensdurst gestiegen“ / Wilkens verlässt Brinkum / Coach testet Linksaußen

Engelmann lobt die Mündigkeit seiner Akteure

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Julian Wilkens (rechts) wird aufgrund zeitlicher Engpässe am Ende der Saison beim Jahn Brinkum seine Zelte abbrechen. Mit 51 Toren ist der Linksaußen eine Stütze im Angriff des Engelmann-Teams. Der Coach testet aber bereits Alternativen. ·

Brinkum - Wer morgen das Verbandsliga-Spiel Jahn Brinkum gegen die HG Jever/Schortens (19.30 Uhr) besuchen will, sollte Taschentücher parat halten. Nicht, weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Brinkumer Leistung zum Heulen sein wird – schließlich feierten Sven Engelmanns Handballer zuletzt vier Erfolge in Serie. Vielmehr bestreiten Nicolas Karnick, Hannes Brenning und auch Julian Wilkens ihr letzten Jahn-Heimspiel – Tränen nicht ausgeschlossen.

Dass Karnick (HSG Schwanewede/Neuenkirchen) und Brenning neue Herausforderungen suchen, steht seit längerem fest (wir berichteten), nun geht aber auch Linksaußen Wilkens von Bord. „Julian muss beruflich eine Fortbildung machen, die terminlich ausgerechnet immer in unsere Trainingszeiten fällt“, bedauert Engelmann.

Bei aller Emotionalität muss Engelmann als Trainer rational bleiben. Für die Kaderplanung zur neuen Saison sei er bereits bei Spielern „am Graben“. Gestern durfte ein Linksaußen beim Training vorspielen, zudem sucht Engelmann noch zwei neue Rückraumspieler. „Während der Saison mussten wir verletzungsbedingt oft ohne gelernten rechten Rückraumspieler auskommen“, erklärt Engelmann, warum es lange Zeit nicht lief bei seinem Team.

Jetzt da unter anderem Matthias Schneider und Tim Kieselhorst regelmäßiger spielen können, stimmen auch wieder die Ergebnisse. „Die Erfolge haben alle auch im Training entspannter werden lassen“, berichtet der Jahn-Coach, „doch gleichzeitig ist auch der Wissensdurst gestiegen. Die Jungs haben richtig Spaß, hinterfragen mehr, als stumpf irgendwelche Laufwege über sich ergehen zu lassen.“

Zum guten Betriebsklima tragen auch immer die Torhüter Aschkan Sadeghi und Olaf Sawicki bei: „Die beiden arbeiten im Training extrem hart, pushen zudem“, so Engelmann, der mit den Saisonleistungen seines Keeper-Gespanns mehr als einverstanden ist. „Sie ergänzen sich beide perfekt“, sagt der Jahn-Trainer. Auch im Hinspiel gegen Jever hatten sie maßgeblichen Anteil am 24:23-Erfolg. „Wir haben die Chance, unser Punktekonto positiv zu gestalten. Das wollen wir natürlich schaffen“, sagt der Jahn-Coach, der vor allem Respekt vor Jevers „aggressiven Deckungarbeit“ hat. · wie

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