Brinkums Coach schwört seine Handballer auf angeknockte Bramscher ein

Engelmann: Alles andere als eine „Kaffeefahrt“

Darf sich am Sonntag auf ein Zusammenspiel mit Bruder Thomas freuen: Brinkums Carsten von der Heyde (am Ball).

Kreis-Diepholz - BRINKUM (ahe) · Der Gedanke, am Sonntag (17.15 Uhr) beim angeschlagenen Tabellenelften TuS Bramsche antreten zu müssen, behagt Sven Engelmann gar nicht. Der Trainer von Handball-Verbandsligist Jahn Brinkum sagt über den Gegner: „Ich weiß nicht, was da los ist. Leider stehen sie so weit unten.“ Nun ist es nicht so, dass Engelmann übergroße Sympathien für Bramsche hegt. Vielmehr macht er sich Gedanken um die Einstellung seiner Akteure: „Ich habe ein bisschen Angst, dass einige Leute das Spiel als Kaffeefahrt betrachten – nach dem Motto: Das läuft schon irgendwie.“

So könnte das Selbstvertrauen, das sich die Brinkumer in den vergangenen Wochen durch vier Siege in vier Spielen (die Punkte gegen Wagenfeld wurden allerdings aufgrund einer Regelwidrigkeit aberkannt) aufgebaut haben, nun zum Stolperstein werden. Zumal Jahn mit der TS Hoykenkamp vor Wochenfrist nicht unbedingt Laufkundschaft in die Schranken wies (29:25). Und das mit einer Leistung, die Engelmann so nicht wieder sehen möchte: „Den letzten Pass, um noch freier zum Wurf zu kommen, haben wir vermissen lassen. Und wenn wir dann mal durch waren, sind wir eklatant am Torwart gescheitert.“

Soviel zur Offensivleistung. Hinzu kam, dass dem Coach auch in der Abwehr der absolute Wille fehlte, „jeden Ball zu bekommen“. Dass es dennoch zum Sieg reichte, spricht für die Qualität im Brinkumer Kader – gerade vor dem Hintergrund, dass Engelmann im Nachhinein sogar noch eigene taktische Fehler einräumte. Als Beispiel nennt er den Einsatz von Thomas von der Heyde: „Ihn habe ich auf halbrechts als Entlastung für Sebastian Beckmann gebracht. Das war natürlich eine ungewohnte Rolle für Thomas. Ich muss insgesamt mehr auf die Zusammenstellung der Spieler auf dem Feld achten.“

An der Marschroute, einen großen Teil des Kaders auf das Parkett zu lassen, will Engelmann allerdings festhalten: „Die Spieler strengen sich im Training an. Das will ich belohnen.“ Einziger Ausfall wird am Sonntag Ralf Warfelmann sein, dessen Sehnenanriss unter dem Fuß einfach nicht heilen will. „Er hat gegen Hoykenkamp schon gespielt. Aber das kam zu früh“, muss Engelmann eingestehen. Dennoch: Rufen die Brinkumer gegen das Team um den jungen Mittelmann Julian Kemp eine ordentliche Leistung ab, dürften ihnen die nächsten zwei Punkte sicher sein.

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