Sulingens Trainer vermisst Deckungsarbeit

Engelke erkennt nach 27:41 „null Entwicklung“

Jan Mohrmann traf elffach für den TuS Sulingen und zeigte hinten noch die beste Abwehrleistung. - Foto: Westermann
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Jan Mohrmann traf elffach für den TuS Sulingen und zeigte hinten noch die beste Abwehrleistung.

Sulingen - Die größte Gefahr dieses Samstagabends hatte Trainer Hartmut Engelke schon vor dem Verbandsliga-Duell beim Tabellennachbarn TuRa Marienhafe ausgemacht: Keno Lücken sollten seine Handballer vom TuS Sulingen nicht zur Entfaltung kommen lassen.

Immerhin dies klappte einigermaßen. Top-Shooter Lücken warf zwar ein Dutzend Tore, die Hälfte davon jedoch vom Siebenmeterpunkt. Trotzdem kassierten die Sulinger eine empfindliche 27:41 (15:17)-Niederlage. Dabei hatte es für Engelkes Rumpfkader noch vielversprechend angefangen: Jan Mohrmann, am Ende mit elf Treffern bester TuS-Werfer, und Jannik Knieling per Doppelpack hatten eine 3:0-Führung herausgeschossen (5.). Bis dahin standen für Keepeer Gerrit Uhlhorn schon zwei Paraden zu Buche. 

„Dass wir dann aber in 55 Minuten diese 41 Gegentore kassieren, geht gar nicht“, ärgerte sich Engelke: „Ich frage mich, warum ich mir vorher noch eine Fahrt nach Wilhelmshaven an einem Sonntag antue, um den Gegner zu beobachten, dann klar auf alles hinweise und seit Wochen fast ausschließlich Abwehrarbeit trainieren lasse, wenn ich dann doch null Entwicklung sehe.“ In dieser Woche erwartet er von seiner Mannschaft eine Aussprache – „falls gewünscht auch ohne Trainer“.

Zunächst hatte es nach einem derartigen Fiasko noch nicht ausgesehen. In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer einen engen Fight über 6:5 für TuRa (15.), 10:10 (21.), 13:13 (25.) und 17:15 für Marienhafe zur Pause.

Hausherren ziehen nach dem Wechsel davon

Nach dem Wechsel zogen die Hausherren allerdings über 20:16 (35.) auf 25:19 (40.) davon, ehe Sulingens schwärzeste Phase das Debakel einläutete. Von der 43. bis zur 51. Minute durfte Engelke kein Tor seiner Männer notieren, so dass Marienhafe auf 34:21 davonzog. „Solche Flauten passieren immer mal, aber in der Deckung war keine Organisation, keine Beinarbeit zu sehen. Wir sind weder seitlich noch nach vorn rausgerückt und haben den Gegner stattdessen nur durchgewunken.“

Aus der Kritik nahm er Mohrmann heraus, der positionsbezogen gegen Lücken spielte und so in der Abwehr noch Schlimmeres verhindert hatte. „Andererseits muss ich zugeben, dass die, die auf der Platte standen, auch zweieinhalb Stunden Fahrt hinter sich hatten. Anders als die, die sich teils aus kuriosesten Gründen kurz vorher abgemeldet haben“, verdeutlichte Engelke.

ck

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